1. März 2024

Fake Pony: Schritt-für-Schritt Anleitung zum Selbermachen

Haare unterstreichen die Persönlichkeit eines Menschen und besonders Frauen lieben es, am liebsten jeden Tag mit einer neuen Frisur zu überraschen. Mal natürlich, mal mondän, mal sexy – das ist mit langem Haar kein Problem. Doch was ist, wenn eine Frau heute einen Pony möchte, morgen aber nicht mehr? Ponyfransen waren bislang nur möglich, wenn man bereit war, dafür Haare zu lassen. Doch diese Zeiten sind vorbei – der Fake Pony macht es möglich.

Fake Pony: Was ist das?

Bei einem Fake Pony handelt es sich ganz einfach um ein Haarteil mit Ponyfransen und meistens auch noch längeren seitlichen Strähnen. In der Regel wurden an der Unterseite Haarklammern eingenäht, so dass der Clip-in-Pony ganz leicht an den eigenen Haaren befestigt werden kann. Empfohlen wird, einen Fake Pony aus Echthaar zu verwenden. Das sieht einfach natürlicher aus und hat zudem den Vorteil, dass der Pony genau an den Farbton des eigenen Haars angepasst werden kann. Falsche Echthaar-Ponys gibt es ab ca. 80 Euro bei Friseuren, die auch auf Perücken und Extensions spezialisiert sind. Günstiger sind die Kunsthaar-Varianten, die man auch online bestellen kann. Allerdings muss man hier auch Abstriche machen bei Lebensdauer und Farbpalette.

Wie wird der Fake Pony befestigt?

Am einfachsten ist es natürlich, sich den neuen Look beim Friseur verpassen zu lassen. Der Profi kann, wenn nötig, auch die falschen Ponyfransen auf die richtige Länge kürzen. Doch man kann sich den Pony auch selbst zu Hause vor dem Spiegel anklipsen. Das ist kein Hexenwerk, besonders, da es im Internet zahlreiche Tutorials gibt. Wer es lieber schwarz auf weiß lesen möchte, für den gibt es hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Der erste Schritt ist, das Haarteil mit etwas Trockenshampoo zu besprühen. So glänzt es nicht zu sehr und vermischt sich gut mit der natürlichen Haarpracht.
  2. Jetzt wird das Haar gut durchgekämmt und ein Mittelscheitel gezogen.
  3. Nun muss die ideale Position des Clip-in-Ponys gefunden werden. Idealerweise soll er mit den Augenbrauen abschließen.
  4. Wurde die perfekte Position gefunden, kann das Haarteil festgeklipst werden. Zuerst wird die hintere Klammer befestigen, dann die beiden seitlichen. So bleibt das Haarteil fest und kann nicht verrutschen.
  5. Der neue Look ist fertig!

Was sollte man bei der Pflege beachten?

Ein Clip-in-Pony aus Echthaar kann mit einem ganz normalen Shampoo gewaschen und anschließend geföhnt werden. Für Ponys aus Kunsthaar gibt es spezielle Shampoos im Fachhandel. Wie oft der Clip-in-Pony gereinigt werden muss, liegt daran, wie oft er getragen wird.

frau mit pony frisur
Valery Bareta/shutterstock.com

Fake Pony mit dem eigenen Haar

Für alle, denen so ein Clip-in-Pony doch ein bisschen suspekt ist, kommt hier der ultimative Hack: Ein Fake Pony mit dem eigenen Haar! Richtig gelesen, auch so lassen sich in wenigen Schritten schicke Ponyfransen zaubern. Natürlich gibt es auch dafür online viele Tutorials, doch wer nicht lange das Internet durchforsten möchte, bekommt hier die Anleitung:

  1. Der erste Schritt ist, das Haar nach hinten zu kämmen.
  2. Nun wird die Frontpartie etwa 10 cm breit abgeteilt.
  3. Damit die restlichen Haare nicht bei der Kreation des Ponys stören, werden sie zu einem Dutt gebunden.
  4. Nun wird die Frontpartie nach oben gekämmt und mit Spangen festgesteckt. Am besten eignen sich hierfür die großen Friseur-Klammern.
  5. Jetzt muss die ideale Länge des Ponys gefunden werden. Dafür werden die Spitzen der Frontpartie einfach auf die Stirn gelegt. Das ist wahrscheinlich der kniffligste Teil des Ganzen, deshalb sollte man einfach ganz in Ruhe solange probieren, bis man zufrieden ist.
  6. Wurde die perfekte Länge und Form des Ponys gefunden, werden die Haare mit Haarklammern festgesteckt. Wenn alles sitzt, können die großen Spangen entfernt werden.
  7. Jetzt kann der Rest der Haare gestylt werden, zum Beispiel zu einem sogenannten „Messy Bun“.
  8. Wer seinem Pony noch ein bisschen Feinschliff geben möchte, kann die Fransen mit einem Glätteisen bearbeiten.
  9. Zum Schluss wird der neue Look noch mit Haarspray fixiert.

Die besten Styling-Tipps

So, der Pony sitzt! Doch wie stylt man die restlichen Haare und wie lassen sich die Haarklammern am besten verstecken, damit das kleine Geheimnis nicht auffliegt? Hier kommen ein paar Tipps und Ideen für die neue Ponyfrisur:

  • Dutt

Eine gute Möglichkeit, die Haarnadeln zu tarnen, ist – wie oben bereits beschrieben – ein Messy Bun. Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Clou dabei, dass die Haare runig ein wenig unordentlich sitzen dürfen. Wichtig ist, dass sie vorher etwas toupiert werden, dann können sie nach Belieben festgesteckt und anschließend mit Haarspray fixiert werden. Wer möchte, kann sich natürlich auch einen klassischen Dutt machen.

  • Haarbänder oder Tücher

Tücher und Bänder sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, die Haarnadeln zu verstecken. Sie werden einfach darüber gelegt, sollten jedoch zusätzlich noch mit Klammern festgesteckt werden. So wird verhindert, dass sie bei jeder Kopfbewegung verrutschen. Extra-Tipp: Mit Tüchern und Bändern lassen sich tolle Frisuren im Stil der 1950er Jahre zaubern.

  • Mütze

Diese Variante ist zwar die einfachste, aber tatsächlich eher für den Winter geeignet – wenn man weiß, dass man mit seinem Fake Pony nur draußen unterwegs ist. Nimmt man die Mütze ab, werden zwangsläufig auch die Haarnadeln sichtbar.

Die Vorteile kurz zusammengefasst

Wer schon immer mit einem Pony geliebäugelt hatte, aber nicht sicher ist, ob er zur Gesichtsform passt, kann dies ganz ohne Schere testen. Sollte das Ergebnis dann doch nicht so gefallen, muss man nicht eine gefühlte Ewigkeit warten, bis die Haare wieder nachgewachsen sind. Zudem ist so ein falscher Pony eine tolle Möglichkeit, sein Haar einmal ganz anders zu stylen und seine Mitmenschen mit einer völlig neuen Frisur zu überraschen. Ein Fake Pony ist also ideal für alle, die gerne ihren Look verändern, dabei aber keine Haare lassen möchten. Ob man dabei lieber zum Clip-in-Pony greift oder sich die Fransen mit seinen eigenen Haaren zaubert, bleibt dabei jedem selbst überlassen.

Natürlich bleibt bei den Clip-in-Haarteilen immer das Restrisiko, dass vielleicht die gewählte Farbe doch nicht so ganz zur natürlichen Haarfarbe passt oder dass man es eben leicht als Haarteil enttarnen kann. Nutzt man die eigene Mähne für den Fake Pony, hat man diese Probleme nicht. Dafür muss man ein wenig trainieren, bis man das Haar perfekt zu Ponyfransen stylen kann. Doch mit ein wenig Übung und der tollen Schritt-für-Schritt-Anleitung hat man den Dreh bald raus.

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