13. Juli 2024

Feinstaub: Ursachen, Konsequenzen und Lösungsansätze

Feinstaub umgibt die Menschen fast in jeder Lebenssituation. Er gefährdet sowohl das Klima als auch die Gesundheit. Was ist Feinstaub, wie entsteht er und wie kann man sich dagegen schützen?

Was wird unter Feinstaub verstanden?

Feinstaub setzt sich aus Staubpartikel und Schwebeteilchen zusammen, die in der Atemluft zirkulieren. Die Ursachen können natürlichen oder menschlichen Ursprungs sein. Ist ein Mensch längerer Zeit Feinstaub ausgesetzt, kann dieser Umstand zu Erkrankungen der Atemwege führen. Im schlimmsten Fall können die Partikel Krebs auslösen. Daher ist es das Ziel gesundheitsbewusster Menschen, Maßnahmen zu ergreifen, um sich weniger Belastung durch Feinstaub auszusetzen.

Die Partikelgröße entscheidet

Die Zusammensetzung von Feinstaub ist nicht klar definiert. Er kann sowohl feste als auch flüssige Komponenten sowie toxische Stoffe enthalten. Wissenschaftlich wird das Phänomen in Korngrößen kategorisiert, wobei die Gefährlichkeit mit sinkender Partikelgröße zunimmt. Während gröbere Partikel durch Abhusten aus dem Rachenraum entfernt werden, gelangen kleinere Teilchen bis tief ins Lungengewebe vor und setzen sich dort fest.

  • PM 10: Feinstaub dieser Größenordnung setzt sich aus Schimmelsporen, Hausstaub oder Pollen zusammen. Er besitzt einen Durchmesser von bis zu 10 µm (Mikrometer).
  • PM 2,5: Bei Feinstaub dieser Kategorie erreichen die Partikel eine Größe von 2,5 µm. Man findet diese Korngröße in Verbrennungsrückständen. Auch Bakterien und Asbest fallen in diese Feinstaubklasse.
  • PM 1: Die Partikel von Ultrafeinstaub besitzen einen Durchmesser von bis zu 1 µm. Darunter fallen sowohl Viren als auch Rußpartikel aus Dieselmotoren.

Warum ist Feinstaub gefährlich?

Nach Angaben der Europäischen Umweltagentur sterben in der Staatengemeinschaft jährlich etwa 400.000 Menschen an den Folgen einer zu hohen Feinstaubbelastung. Allein in Deutschland erleiden 66.000 Menschen im Jahr Krankheiten mit tödlichem Ausgang, die auf eine hohe Feinstaubbelastung zurückzuführen sind. Bestehende Gesundheitsprobleme wie chronische Bronchitis und Asthma verschlimmern sich. Ultrafeine Partikel können diese Krankheiten sogar auslösen und werden für eine ganze Reihe von Krebserkrankungen verantwortlich gemacht.

Die kleinen Schwebeteilchen dringen in den Blutkreislauf ein und verteilen sich über die Organe. Dort lösen sie unzählige winzige Entzündungsherde aus. Dadurch werden Kettenreaktionen in Gang gesetzt, die Diabetes und dem Herzinfarktrisiko Vorschub leisten. In manchen Organen sind Feinstaubpartikel die Ursache für die Entstehung von Tumoren. Verstärkt wird der Effekt durch krebserzeugende Substanzen und Schwermetalle, die sich mit den Partikeln in der Atemluft verbinden und von diesen bis in die feinsten Lungenverästelungen transportiert werden. Besonders gefährdet sind Kinder und Senioren. Auch Diabetiker und Mitmenschen mit Herzproblemen leiden in hohem Maße unter der Belastung durch Feinstaub.

Wodurch entsteht Feinstaub?

Feinstaub entsteht auf natürlichem Wege, beispielsweise bei einem Vulkanausbruch. Die Experten sind sich allerdings einig, dass der weitaus größte Anteil von Menschen gemacht ist. Dabei werden die folgenden Quellen genannt:

  • Verbrennung von fossilen Treibstoffen in der Luftfahrt, in Kraftfahrzeugen und Lkw mit Dieselmotoren sowie in der Schifffahrt.
  • Heizungsanlagen und Kamine, die mit Holz oder Kohle betrieben werden.
  • große Industriebetriebe mit Verbrennungsöfen.
  • Kraftwerke, die mit Kohle befeuert werden.
  • Drucker, die die Lasertechnologie verwenden.
  • Abrieb von Reifen und Bremsbelägen.
  • Ammoniak aus Gülle, der sich mit Stickstoff und Schwefeldioxid aus Autoabgasen verbindet.

Was lässt sich gegen Feinstaub unternehmen?

Die größten Verursacher von Feinstaub sind der Straßenverkehr und Industrieanlagen. Zudem sind ungünstige Witterungsverhältnisse wie trockene Winter und heiße Sommer für die Verbreitung von Feinstaub förderlich. Gemessen werden die Konzentrationen in Deutschland in etwa 450 Messstationen, die über das ganze Land verteilt sind. Überschreiten die Grenzwerte das zulässige Maß, kann es zu Fahrverboten kommen.

Zudem sind in den Städten Verkehrszonen ausgewiesen, in die nur Fahrzeuge fahren dürfen, die den Normen der Europäischen Union (EU) entsprechen und deshalb eine entsprechende Feinstaubplakette erhalten. Die Behörden raten eindringlich dazu, mehr zu Fuß zu gehen oder mit dem Fahrrad zu fahren, um weniger Feinstaub zu produzieren und die Feinstaubbelastung in Städten zu reduzieren.

Feinstaub in Innenräumen bekämpfen

Die Feinstaubbelastung macht an der Haustüre nicht Halt. Es empfiehlt sich, in Innenräumen nicht zu rauchen. Außerdem sollten Teppiche regelmäßig gesaugt werden. Zudem kann auf Luftreiniger zurückgegriffen werden. Durchschlagenden Erfolg verspricht die memon-Technologie, die wie ein natürlicher Luftreiniger wirkt und die Luftqualität in Innenräumen renaturiert. Das Prinzip beruht auf einer Verschiebung des Luft-Ionen-Verhältnisses. Im Resultat stoßen sich die gefährlichen Luftpartikel nicht mehr ab, sondern ziehen sich an. Dadurch verklumpen sie und fallen zu Boden, sodass sie nicht mehr eingeatmet werden können.

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