Yuriy Maksymiv/shutterstock.com

Einerseits genügt es oft schon, ein Kondom zu verwenden, um sich vor den meisten Geschlechtskrankheiten zu schützen. Außerdem sind die Chancen auf Heilung bei den meisten dieser Krankheiten heute gut, sofern sie früh erkannt werden. Andererseits zeigen sich die Symptome einiger Geschlechtskrankheiten leider oft erst spät.

Zu den typischen Geschlechtskrankheiten gehören immer noch Tripper (Gonorrhoe) und Syphilis. Genauso wie das HIV-Virus werden sie beim Sex ohne Kondom übertragen. Das Europäische Zentrum für Krankheitsprävention und -kontrolle gab im Juli 2019 bekannt, dass sich die Zahl der Syphiliserkrankungen wieder stark erhöht. Die Rekordzahl in Europa liegt bei über 33.000 Infektionen pro Jahr. Besonders Jugendliche wissen heute zu wenig über diese Krankheiten und ihre Übertragungswege. Nicht einmal ein Viertel redet mit dem Partner über Geschlechtskrankheiten. Auch auf mögliche Unfälle, etwa ein geplatztes Kondom, sind die wenigsten vorbereitet.

Auch eher harmlose Geschlechtskrankheiten können unangenehm sein. Deshalb ist es am besten, sie erst gar nicht zu bekommen und sich durch Vorbeugung zu schützen. Hier finden Sie einige Tipps dazu.

Tipp Nummer 1: Testen und Klarheit schaffen

Alle Geschlechtskrankheiten lassen sich heute durch Abstriche oder Bluttests sicher nachweisen. Weil sie ein so hohes Risiko für die Betroffenen, ihre Partner und ungeborene Kinder darstellen, ist es sehr wichtig, so schnell wie möglich Klarheit zu schaffen, ob eine Infektion vorliegt. Fachärzte für die Behandlung von Geschlechtskrankheiten sind Urologen, Dermatologen, oder Schwerpunktärzte für HIV. Tests für Geschlechtskrankheiten kann man online bestellen, beispielsweise einen Chlamydien Test über das DoktorABC Online-Plattform..

Das beste Mittel für Klarheit ist es natürlich, nur Sex mit Menschen zu haben, die man sehr genau kennt. Falls eine Geschlechtskrankheit diagnostiziert wurde, sollte man bis zum Ende der Therapie auf Sex verzichten.

Tipp Nummer 2: Auf Hygiene achten

Durch einen Mangel an Hygiene können sich im Intimbereich Pilzinfektionen bilden. Diese breiten sich aus und können sehr schmerzhaft sein. Zur Vorbeugung sollte man sich im Intimbereich immer gründlich waschen – wobei auch ein Zuviel an Hygiene schaden und den Bakterienhaushalt der Schleimhäute durcheinander bringen kann. Durch regelmäßige Pflege bekommt man ein gutes Gespür für den eigenen Körper und nimmt Veränderungen schneller wahr, was eine schnelle Behandlung möglich macht.

Tipp Nummer 3:  Sich beim Sex schützen

Wer beim Sex Kondome verwendet, schützt sich vor einer immer noch nicht heilbaren Infektion mit HIV und senkt auch das Risiko, andere sexuell übertragbare Infektionen zu bekommen. Es muss hier erwähnt werden, dass man sich auch beim Oralsex mit Geschlechtskrankheiten anstecken kann. Gegen diesen Fall gibt es die sogenannten Lecktücher.

Tipp Nummer 4: Mit dem Partner sprechen

Natürlich ist es peinlich und unangenehm, zu erfahren, dass man sich eine sexuell übertragbare Krankheit eingefangen hat und vielen Menschen fällt es schwer, mit ihrem Partner darüber zu sprechen. Es wäre aber grob fahrlässig, das nicht zu tun, damit auch die Liebste oder der Liebste rechtzeitig behandelt werden kann.

Tipp Nummer 5: Impfungen gegen sexuell übertragbare Infektionen

Kondome sind ein guter Schutz vor HIV und vielen anderen Geschlechtskrankheiten. Zum Schutz gegen andere Krankheiten ist eine Impfung nötig. Beispielsweise kann man sich gegen die häufigsten Typen der Humanen Papillomviren impfen lassen. Das dient zur Vorbeugung gegen Gebärmutterhalskrebs oder die Entstehung von Feigwarzen.

Eine Impfung gegen Hepatitis A empfiehlt sich bei Menschen, die oft den Sexualpartner wechseln. Die meisten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für eine solche Impfung, wenn ein hohes Ansteckungsrisiko vorliegt. Ein erhöhtes Risiko ist etwa gegeben, wenn man eine Reise in bestimmte fremde Länder plant. Auch bei Hepatitis B gilt, dass Menschen mit oft wechselnden Partnern sich unbedingt impfen lassen sollten. Alle diese Vorsichtsmaßnahmen können einem Schmerzen und vielleicht eine chronische Krankheit ersparen. In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!