24. April 2024

Holzschutz im Außenbereich: So natürlich wie möglich

Holz im Garten ist vielen Einflüssen ausgesetzt. Regen, Schnee, Sonne und Schädlinge nehmen den Oberflächen die natürliche Schönheit und können es dauerhaft schädigen. Viele Holzschutzmittel sind aufgrund ihrer umwelt- und gesundheitsschädigenden Inhaltsstoffe in die Kritik geraten. Verzichtet werden sollte auf guten Holzschutz dennoch nicht. Geschütztes Holz hat eine sehr viel längere Lebensdauer und behält lange eine ansprechende Optik.

Holzöl außen ist eine umweltfreundliche Möglichkeit, die das Holz wirkungsvoll vor eindringender Feuchtigkeit schützt und unkompliziert in der Anwendung ist. Wichtig ist die regelmäßige Pflege. Gartenmöbel und Co. sollten jedes Jahr einen frischen Schutzanstrich bekommen.

Der Vorteil von Holzöl im Außenbereich

Holz ist ein offenporiges Material. Über die Poren dringt Wasser in tiefere Schichten vor. Bei kurzzeitiger Feuchtigkeit ist das kein Problem. In trockenen Zeiten gibt das Holz die Feuchtigkeit wieder an die Umgebung ab. Problematisch sind lange Regenperioden, die Winterzeit, horizontale Flächen ohne Ablauf oder eine geringe Luftzirkulation. Hält sich die Nässe über einen langen Zeitraum im Holz, können sich Pilze ansammeln, die das Holz nachhaltig schädigen. Holzöle bilden eine Schutzbarriere gegen Nässe.

Anders als Lacke dringen sie ins Holz ein, ohne die schöne Maserung zu verdecken. Und während sich bei lackierten Oberflächen Risse und Abplatzungen zeigen können, hat Öl dauerhaft eine glatte Oberfläche. Auf farbige Akzente muss nicht verzichtet werden. Holzöle sind mit beigemischten Farbpigmenten erhältlich, die das Holz tönen. Gartenbesitzer können zum Beispiel regionale Hölzer wählen und mit einem Holzöl in Teak-Nuance farblich verändern.

Holzschutz fängt mit der Materialwahl an

Für Projekte am Haus und im Garten sollten die Hölzer sorgfältig ausgewählt werden. Für Holzarten gibt es verschiedene Kategorien, die Auskunft über ihre Widerstandsfähigkeit gegen Feuchtigkeit geben. Holz, das ungeschützt dem Wetter ausgesetzt ist und zusätzlich eine tragende Funktion hat, sollte aus einer geeigneten Kategorie ausgesucht werden.

Möbel und Tische, die ganzjährig unter einer Überdachung stehen, können aus weniger robusten Hölzern bestehen. Holzöl ist für jede Holzart geeignet und lässt sich vertikal und horizontal gleichmäßig auftragen und verarbeiten. Produkte mit UV-Schutz schützen bei Sonneneinstrahlung vor Verblassen. Wichtig ist es, einmal im Jahr die Oberfläche gründlich zu säubern und anzuschleifen. Im Anschluss kann das Holzöl mit einem weichen Baumwolltuch dünn und gleichmäßig aufgetragen werden.

Holzschutz ohne Pinsel und Farbe

Der beste Schutz für das Holz ist es, dauerhafte Feuchtigkeit zu vermeiden. Horizontale Flächen wie Terrassen oder Dächer sollten einen guten Regenablauf haben. Ein leichtes Gefälle verhindert, dass sich Wasser sammelt und lange steht. Gartenmöbel, die nicht unter einer Überdachung stehen, sollten im Herbst ins Winterquartier umziehen oder eine gute Abdeckung bekommen. In den Erdboden eingebrachte Hölzer können mit schützenden Hülsen unterstützt werden. Bei Hochbeeten ist ein guter Ablauf des Regen- und Gießwasser wichtig. Das schützt nicht nur das Holz, sondern auch die Pflanzen.

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