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Eine Hecke anzupflanzen hat zahlreiche Vorteile. Sie hält unerwünschte Blicke fern, spendet Schatten, dient als Verdeutlichung der Grundstücksgrenze und fungiert als Windfang. Davon abgesehen stellt sie auch einen wichtigen Lebensraum und ein Versteck für Vögel und Insekten dar. Bei der Auswahl der Heckenpflanzen sollten jedoch einige Punkte beachtet werden, um Probleme zu vermeiden.

Dekorative Heckenpflanzen

Eine Hecke anzulegen, bedeutet auch, den Garten optisch zu verändern. Daher sollten die Pflanzen durchdacht ausgewählt werden. Dazu gehören natürlich der richtige Standort, das passende Substrat und das richtige Aussehen. Wer sich etwas außergewöhnliches wünscht, sollte die Glanzmispel kaufen.  Bei ihr sind die jungen Triebe leuchtend rot getönt und färben sich erst mit der Zeit in ein sattes Grün um. Das erzeugt einen besonders dekorativen Effekt. Das Gewächs wirkt bereits als Solitär sehr schmückend, eignet sich jedoch auch wunderbar als Hecke.  Hinzu kommt, dass Glanzmispeln immergrün sind. Hierdurch bieten sie das ganze Jahr über Sichtschutz und Sicherheit für einige Wildtiere.

Die im Herbst gebildeten Früchte erinnern an sehr kleine Äpfel und können rot oder bläulich sein. Während des Winters dienen sie unter anderem Vögeln als Nahrung. Damit die Schönheit der Glanzmispel sich entfalten kann und die Pflanzen schnell wachsen, benötigen sie einen sonnigen bis maximal halbschattigen und geschützten Standort. Bei dem Boden sind sie hingegen nicht wählerisch. Das Schneiden sollte zeitig im Frühjahr, direkt nach der Blüte durchgeführt werden. Hierdurch wird das dichte Wachstum gefördert und die gewünschte Form lässt sich gut erhalten. Bei Haustieren und leinen Kindern sollte allerdings Vorsicht walten, denn die Glanzmispel ist in allen Teilen giftig und kann vor allem für Pferde gefährlich sein.

Weitere mögliche, dekorative Gewächse für die Hecke sind:

  • Kirschlorbeer
  • Lebensbaum
  • Stechpalme

Kirschlorbeer und Lebensbaum sind immergrün. Bei der Stechpalme gibt es sommergrüne und immergrüne Sorten. Bei der Auswahl sollte darauf also geachtet werden, dass es sich um winterharte und immergrüne Varianten handelt.

Koniferen als Heckenpflanzen

Eine weitere Möglichkeit für eine blickdichte und ansprechende Hecke sind Koniferen. Sie haben den Vorteil, dass sie sehr schnell wachsen und daher in kürzester Zeit zum Sichtschutz werden. Zudem sind sie für sonnige und halbschattige bis schattige Bereiche geeignet, benötigen keinen speziellen Schutz und sind pflegeleicht. Ein gutes Beispiel für Koniferen mit dekorativen Akzenten ist die Eibe. Sie bildet leuchtend rote Früchte aus, dient Vögeln als Unterschlupf und die Beeren sogar als Nahrung. Daher ist auch sie also umweltfreundlich und von Vorteil für die Artenvielfalt im Garten. Ein weiterer Vorteil der Eibe ist, dass sie sehr gut schnittverträglich ist und sich daher wunderbar in Form halten lässt.

Allerdings ist auch hier wieder Vorsicht angeraten, denn trotz der zahlreichen Vorzüge ist die Eibe in allen Teilen giftig. Daher sollten Kinder und Haustiere von ihr ferngehalten werden, beim Schneiden im Frühjahr sind Handschuhe zu tragen und das Schnittgut sollte nicht auf dem Kompost landen. Wer diese Punkte berücksichtigt, wird lange Freude an dem schmückenden Gewächs haben.