Sellerie kochen
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Sellerie ist ein vielseitig einsetzbares Gemüse. Im Handel werden Sellerieknollen, Staudensellerie oder Schnittsellerie angeboten. Dabei handelt es sich allerdings nicht um verschiedene Bestandteile einer einzigen Pflanze, sondern um unterschiedliche Arten innerhalb einer Gattung. In der heimischen Küche wird vor allem der Knollensellerie häufig verwendet, während Staudensellerie meist nur als Bestandteil in Salaten genutzt wird.

Sellerie kochen: Die Zubereitung von Knollensellerie

Bei Knollensellerie wird – wie der Name bereits vermuten lässt – die Knolle, also der unterirdisch wachsende Teil der Pflanze verwendet. Damit handelt es sich bei Sellerie um ein typisches Wurzelgemüse, ähnlich wie Rüben oder Karotten. Die Knolle besitzt eine etwas dickere Schale. Diese ist zwar ohne Probleme genießbar, bleibt allerdings beim Kochen hart und sollte daher vor der Verwendung entfernt werden. Möchte man eine Sellerieknolle im Ganzen kochen, benötigt dies je nach Größe in etwa 50 bis 70 Minuten. Deutlich schneller wird das Gemüse gar, wenn die Knolle in Scheiben oder kleine Stücke geschnitten wurde. Unterschiedliche Zubereitungsarten sind für verschiedene Verwendungszwecke zu empfehlen.

Richtg schälen und putzen

Meist wird die Knolle bereits ohne Selleriegrün verkauft. Solltest bei deiner allerdings der grüne Bestandteil der Pflanze noch vorhanden sein, wird dieser als Erstes abgeschnitten. Du kannst das Selleriegrün allerdings in keinen Mengen sehr gut als Gewürz verwenden. Nun wird die Schale der Knolle rundum auf allen Seiten großzügig abgeschnitten. Schneide lieber etwas zu viel weg, da die Bereiche nahe der Schale dazu neigen, etwas härter und holziger zu sein.

Sellerie kochen: Als Bestandteil von Suppen nutzen

Wer selbst ohne Zugabe von Suppenwürfeln oder Brühepulver eine Suppe kocht, benötigt als Basis allerlei Gemüse. Hier werden meist Karotten, Pastinaken, gelbe Rüben, Petersilienwurzel, Lauch und Selleriewurzeln verwendet. Diese werden in größere Stücke geschnitten und in ausreichend Wasser gekocht. Das Gemüse sollte durchaus eine Stunde oder länger im Wasser kochen, damit der Geschmack möglichst gut auf die Flüssigkeit übertragen wird. Da diese großen Stücke anschließend meist aus der Suppe entfernt werden, ist es in diesem Fall vollkommen in Ordnung, die Schalen mit zu kochen.

Sellerie Suppe
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Wer gerne in der Suppe kleine Gemüsestücke hätte, kann diese extra hinzugeben. Hier sollte Sellerie allerdings nur in etwa zehn bis zwanzig Minuten mitgekocht werden, da das Gemüse ansonsten zu weich wird.

Bestandteil von Soßen

Egal ob Schweinebraten, Truthahn oder Rinderfilet. In der heimischen Küche ist die Soße ein elementarer Bestandteil des Gerichts. Häufig wird nur der Bratensaft etwas eingedickt, in anderen Fällen wird die Soße mit Sahne angereichert. Eine weitere Alternative ist, eine Soße mit püriertem Gemüse einzudicken. Diese Variante wird beispielsweise in den USA meist zu Thanksgiving zum Truthahn gereicht, bietet sich aber auch bei einem Schweinebraten hervorragend an.

Sellerie, Karotten, Zwiebel und Lauch werden klein geschnitten und zu dem Fleisch in den Bräter gelegt. Nun wird etwas Wasser hinzugegeben, damit die Gemüsestücke bedeckt sind. Nun ist der Braten üblicherweise für mehrere Stunden im Ofen. Die genaue Zeit hängt hier selbstverständlich von der Größe, aber auch der Zubereitungsart ab. In den letzten Jahren wurde das sogenannte Niedrigtemperaturgaren immer beliebter. Hier wird zu Beginn das Fleisch auf hoher Temperatur erhitzt, diese wird anschließend auf in etwa 80 bis 100 Grad reduziert. Der Braten benötigt nun deutlich länger, wird allerdings durch die niedrigen Temperaturen schonender Zubereitet. Schlussendlich sollte das Fleisch je nach Sorte eine Kerntemperatur von 55 bis 70 Grad erreichen.

sellerie sauce
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Das Gemüse kann die gesamte Zeit im Ofen bleiben. Wichtig ist nur, dass es stets mit ausreichend Flüssigkeit bedeckt wird. Diese nimmt über die Zeit natürlich auch Bratenfett und Fleischsaft auf. Wenn der Braten fertig ist, sollte die Flüssigkeit abgeschöpft werden. Nun werden ein paar Stücke Gemüse hinzugegeben und mit einem Pürierstab zerkleinert. Das Ergebnis ist eine deutlich festere aber dennoch flüssige Soße, welche in einem unvergleichbaren Erlebnis die Geschmacksnoten von Bratensaft und Gemüse kombiniert.

Sellerie kochen: Als Gemüsebeilage einsetzen

Sellerie kann eine fantastische Beilage zu allerlei Gerichten darstellen. Allerdings ist dieses Gemüse sehr intensiv im Geschmack, weswegen viele Leute eine Kombination mit anderen Gemüsesorten bevorzugen. Wir haben zwei Rezeptideen, wie Sellerie als Beilage zubereitet werden kann. Einmal alleine für sich stehend, sowie einmal in Kombination mit Karotten.

  • Sellerie-Stifte:

Die Sellerieknolle wird geschält und geputzt. Anschließend wird sie in Scheiben und in weiterer Folge in längliche Stifte von in etwa 1 cm Breite geschnitten. Diese werden nun in etwas Butter oder Öl für in etwa fünf Minuten auf beiden Seiten angebraten. Dadurch kann der Sellerie den vollen Geschmack entfalten. Nun wird das Gemüse mit 200 ML Brühe abgelöscht und kocht für ca. zehn bis fünfzehn Minuten. Probiere einfach zwischendurch ob die Sellerie-Stifte schon weich genug sind. Abschließend wird das Gemüse mit Salz und Pfeffer gewürzt. Etwas Petersilie eignet sich auch hervorragend.

Wenn vorhanden kannst du auch kleingeschnittenes Selleriegrün hinzugeben. Die Sellerie-Stifte eignen sich hervorragend als Beilage zu allen Sorten Fleisch oder Fisch. Falls du es gerne etwas exotischer hast, kannst du diese Gemüsebeilage auch hervorragend mit Curry, Curcuma, Koriander oder Kreuzkümmel würzen.

  • Karotten-Sellerie-Gemüse:

Karotten und Sellerie werden in gleichen Gewichtsanteilen in kleine Würfel geschnitten. Für vier Beilagen-Portionen empfehlen wir in etwa 300 Gramm pro Gemüsesorte. Das gewürfelte Gemüse wird nun für ca. eine Minute angebraten, mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker gewürzt, mit Gemüsebrühe abgelöscht und für weitere zehn Minuten gedünstet. Nachdem das Wasser abgegossen wurde, wenden wir das Gemüse noch in etwas Honig, um einen aromatisch süßen Geschmack zu erhalten. Verfeinert wird das Karotten-Sellerie-Gemisch mit etwas klein gehackter Petersilie.

Sellerie als Hauptgang

Vor allem Vegetarier werden dieses Gericht lieben. Doch auch für Fleischesser kann ein Sellerieschnitzel eine überraschende aber dennoch ausgezeichnete Alternative sein. Die Sellerieknolle wird geputzt und in ca. zwei Zentimeter dicke Scheiben geschnitten. Nun werden die Selleriescheiben in Salzwasser für ca. zehn Minuten gekocht. Bevor sie weiterverarbeitet werden können, müssen sie allerdings vollständig auskühlen.

knollensellerie
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Nun werden die Sellerie-Scheiben wie ein Wiener Schnitzel in Mehl, Ei und Paniermehl paniert. Wenn du es etwas pfiffiger haben möchtest, kannst du das Paniermehl mit Sesamkörnern durchmischen. Nun werden die Sellerieschnitzel in Öl herausgebraten. Achte dabei darauf, dass du genügend Fett in die Pfanne gibst, sodass die Schnitzel möglichst bedeckt sind. Die Zubereitung in einer Fritteuse ist ebenfalls möglich. Doch egal ob Pfanne oder Fritteuse. Wichtig ist, dass die Temperatur heiß genug ist, damit die Panade möglichst schnell knusprig wird. Da der Sellerie bereits weich gekocht ist, musst du dir keine Sorgen machen, dass du die Schnitzel zu kurz in der Pfanne belässt.

Die Sellerieschnitzel können für sich Alleine als vollwertige Mahlzeit genossen werden. Wer allerdings dennoch eine Beilage dazu bevorzugt, kann auf alle Varianten zurückgreifen, welche auch bei klassischen Schnitzeln aus Fleisch Verwendung finden. Wir empfehlen Bratkartoffeln oder Pommes Frittes. Wer eine fettfreiere Ernährung bevorzugt kann auch Kartoffelpüree als Beilage anbieten. In diesem Falle ist natürlich auch die Zubereitung der Schnitzel in einer Heißluftfritteuse zu empfehlen.