22. April 2024

Inneneinrichtung: Worauf muss man bei der Wahl einer Zimmertür achten?

Zimmertüren haben lange Zeit keine große Beachtung in der Inneneinrichtung gefunden. Weite und offene Wohnwelten waren gewünscht und wurden gern umgesetzt. Türen waren ein Mittel zum Zweck und wurden dort integriert, wo sie notwendig waren. Doch die Zimmertüren kehren zurück. Das Arbeiten zu Hause und die hohen Energiepreise wecken den Wunsch nach geschlossenen Räumen und einem ruhigen Ort im Haus.

Moderne Zimmertüren sind längst nicht mehr nur funktional. Glastüren lassen Licht in jede Ecke und Schiebetüren überzeugen durch ein minimalistisches Design. Viele Konzepte lassen sich nachträglich in die Wohnwelten integrieren.

Welchen Zweck erfüllt eine Zimmertür?

Im Gegensatz zur Wohnungs- oder Terrassentür verbindet eine Zimmertür zwei Räume. Welche Bauweise eine Tür haben sollte, ist abhängig vom Einsatzort. Zimmertüren, die zum Keller oder zur Garage führen, müssen eine robuste und solide Bauweise aufweisen. Sie können ein zusätzlicher Einbruchs- und Brandschutz sein. Trenntüren sind ein wichtiges Element für den Brandschutz im Haus. Für den Einbau in einem Fluchtweg müssen die Öffnungsrichtungen beachtet werden.

Zimmertüren zwischen einzelnen Wohnbereichen können Zugluft stoppen oder Küchengerüche aus dem Wohnbereich fernhalten. Neben der optischen Kaufentscheidung ist entscheidend, wie gut die Tür den Rahmen verschließt. Ein Raum, der auf Tageslicht angewiesen ist, erhält diesen durch Glastüren. Der Fachhandel hält ganzflächige Glastüren und Zimmertüren mit partiellen Glaseinsätzen bereit.

Materialien für Türen

Handelsübliche Türen sind in vier gängigen Materialien erhältlich. Metall, Holz, Kunststoff und Glas. Türen aus Metall sind besonders gut als Brandschutztüren und als Barriere für Einbrecher geeignet. Metalltüren schließen in Verbindung mit einer Zarge eine Türöffnung perfekt ab. Metall ist formbeständig und schwer. Zimmertüren aus Holz sind der Klassiker im Wohnraum. Holz ist wandelbar und verströmt eine natürliche und warme Atmosphäre. Das Material passt sich jedem Einrichtungsstil an und setzt Akzente im Ambiente. Holz kann in vielen Stärken und Maßen passgenau angefertigt werden.

Türen aus Kunststoff sind witterungsbeständig und pflegeleicht. Sie eignen sich für Bereiche mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie zum Beispiel am Hauswirtschaftsraum. Kunststoff ist eine gute Wahl, wenn das bunte Familienleben durch nasse Hunde und fröhliche Kinder mit schlammigen Gummistiefeln ergänzt wird. Glastüren sind optische Leichtgewichte. Moderne Fertigungstechniken schaffen die Balance zwischen Stabilität und Transparenz. Glas trennt Räume fast unsichtbar voneinander, ist allerdings leider kein geeignetes Material, um vor einem Temperaturausgleich zu schützen.

Welche Türmodelle gibt es?

Die bekannteste Türform ist die Anschlagtür. Das Türblatt ist mit zwei Scharnieren im Türrahmen oder an der Wand befestigt. Die Tür öffnet sich in den Raum hinein. Bei besonders großen Türöffnungen kann die Anschlagtür als Doppeltür gestaltet werden. Der Vorteil der sich öffnenden Flügel ist die optische Weite, die erzeugt wird. Der Nachteil der Anschlagtür zeigt sich in kleinen Räumen. Hier sind Schiebetüren die bessere Wahl. Schiebetüren können sogar sehr schmale Durchgänge, etwa zur Speisekammer, perfekt verschließen.

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