18. Mai 2024

Jersey: Der Stoff für jede Gelegenheit

Der weiche elastische Stoff ist für viele Nähprojekte geeignet. Jersey ist das bevorzugte Material für T-Shirts, Spannbettlaken oder Kinderkleidung. Die darin verwendete Baumwolle macht Kleidung hautfreundlich und die Herstellungsart sorgt dafür, dass sich der Stoff gut anschmiegt. Viele Nähbegeisterte trauen sich oft nicht an Jersey heran.

Für die Verarbeitung von Jersey wird nicht mehr benötigt als beim Vernähen anderer Stoffe. Nähprojekte aus Jersey Stoff lassen sich schnell umsetzen. Der Stoff lässt sich unkompliziert verarbeiten und das Beste ist, dass Kleidung aus dem elastischen Stoff immer passt. Jersey ist dabei nicht nur für Oberteile und Kindermützen geeignet, sondern auch für Röcke, Hosen oder Kleider in jeder Länge.

Zubehör fürs Nähen von Jersey

Neben dem gewünschten Stoff und der Nähmaschine wird das übliche Nähzubehör benötigt. Schere, Maßband, farblich passendes Nähgarn, Stecknadeln oder Stoffklemmen, Schneiderkreide und Nähnadeln für die Maschine. Für die Nähmaschine sind spezielle Stretch- oder Jerseynadeln erhältlich. Diese Nadeln haben eine abgerundete Spitze und schonen den Stoff beim Nähen. Eine sinnvolle Anschaffung ist eine Zwillingsnadel, die den Nähten ein professionelles Aussehen verleiht.

Eine Zwillingsnadel ist aber ebenso wie eine Overlock-Nähmaschine nicht unbedingt notwendig. Nähgarn aus Polyester ist gut für die Verarbeitung von Jersey Stoff geeignet. Hier lohnt sich der Kauf von einer guten Qualität, da der Faden nicht so leicht reist und im späteren Gebrauch überzeugt. Zu dieser Grundausstattung kommt noch Zubehör, das für das Nähprojekt benötigt wird. Klettriegel, Reißverschlüsse, Knöpfe oder Vlies für Applikationen muss individuell ergänzt werden.

Unterschiedliche Jersey-Arten

Jersey ist ein gestrickter Stoff. Der Unterschied zu einem Wollpullover besteht darin, dass das verwendete Garn viel feiner ist. Im Vergleich zu einem gewebten Material sind Jersey-Stoffe etwas griffiger und voluminöser. Das Ausgangsmaterial ist häufig Baumwolle, die durch einen Zusatz in ihren Eigenschaften verändert werden kann. Beliebte Begleitfasern bestehen aus Polyester, Seide oder Viskose. Je nach Zusammensetzung verändert sich die Weichheit, die Saugfähigkeit oder die Reißfestigkeit. Ein Anteil von Elastan erhöht die Elastizität.

Jersey mit einem hohen Elastananteil wird als Bündchen-Jersey bezeichnet. Jersey ist zwar ein dehnbarer Stoff, er ist jedoch nicht elastisch und kann schnell ausleiern. Bei Nähprojekten werden daher häufig Gummibänder eingearbeitet. Je nach Strickart werden drei Jersey-Arten unterschieden.

Single-Jersey

Bei der Verarbeitung werden die rechten und linken Maschen so kombiniert, dass sich Vorder- und Rückseite unterscheiden. Beide Seiten sind glatt gestrickt, jedoch mit verschiedenen Maschen. Der Stoff ist in Längsrichtung dehnbare als in Querrichtung. Auf diese Eigenschaft muss beim Zuschnitt geachtet werden. Charakteristisch für Single-Jersey ist das Einrollen der Kanten.

Double-Jersey

Beim Double-Jersey bilden die Maschen auf der Vorder- und Rückseite das gleiche Bild. Durch die Art der Verarbeitung ist der Jersey dicker, griffiger und formstabiler als Single-Jersey. Der Stoff ist weniger dehnbar. Die etwas kompaktere Variante des Jersey ist gut für Nähbegeisterte geeignet, die zum ersten Mal mit Jersey arbeiten. Der Stoff liegt unter dem Nähfuß, ohne zu verrutschen.

Interlock-Jersey

Interlock bezeichnet eine doppellagige Jersey-Qualität. Beide Seiten zeigen ein rechtes Maschenbild. Die Lagen werden während des Strickens über die Seiten mit den linken Strickmaschen verwoben. Interlock-Jersey ist sehr dehnbar, strapazierfähig und blickdicht.

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