24. April 2024

Lebensretter werden: Blut spenden für Menschen in Not

Das Blut eines Spendenden kann bis zu drei Leben retten. Kaum eine andere Spende, außer der Organspende, ist so wertvoll. Blut ist ein einzigartiger Stoff, und obwohl Menschen zum Mond fliegen können, ist es noch nie gelungen Blut künstlich herstellen. Krankenhäuser sind bei der Behandlung von Patienten, die durch einen Unfall oder eine Operation Blut verloren haben, auf gespendetes Blut angewiesen.

Jeder Mensch kann plötzlich und unerwartet in die Situation kommen, Spenderblut zu benötigen. Mit einem halben Liter Blut kann jeder helfen. Ein halber Liter, den der Körper spätesten nach zwei Wochen vollständig ersetzt hat. Wer Blut spenden möchte, findet im örtlichen Krankenhaus entsprechende Abteilungen. In ländlichen Regionen gibt es Blutspendeaktionen, die zum Beispiel vom Roten Kreuz organisiert werden. Oft wird das Spenden von Blut mit einem Obolus versüßt.

Ablauf bei der Blutspende

Vor dem Ärmel hochkrempeln steht ein gesundheitlicher Check an. Die kurze Untersuchung besteht aus zwei Teilen. Zunächst müssen Spendende einen Fragebogen ausfüllen. Neben persönlichen Angaben werden Angaben zu Auslandsaufenthalten, Medikamenteneinnahmen und ähnlich relevanten Informationen abgefragt. Nach dem Blutdruckmessen folgt ein kurzes Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin und wenn es keine Ausschlusskriterien gibt, kann die Blutspende erfolgen. Das Mindestalter für die Blutspende liegt bei 18 Jahren. Das Höchstalter für Erstspender bei 60 Jahren.

Was ist beim Spenden von Blut zu beachten?

Bei einer Blutspende wird dem Körper neben den Blutzellen auch Flüssigkeit entnommen. Es ist daher wichtig, schon vor der Spende ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Gut geeignet sind Wasser, Saftschorlen oder Tee. In vielen Blutspendeeinrichtungen stehen Getränke zur Verfügung. Nach der Blutentnahme beginnt der Körper den Verlust auszugleichen. Ein Ausgleich, der den Organismus zu Höchstleistungen anregt und die Kalorienverbrennung in die Höhe schnellen lässt. Nach der Spende sollte daher etwas gegessen werden.

Viele Spendende fühlen sich nach dem Aufkleben des Pflasters auf die Einstichstelle gerade zu euphorisch und sind voller Tatendrang. Damit der Organismus die Belastung gut verarbeitet, ist allerdings Ruhe angesagt. Erst etwas Essen und Trinken, Ausruhen und keine sportliche Aktivität oder Saunagänge für den Tag einplanen. Bei der Blutspende verliert der Körper das wichtige Eisen. In den Tagen und Wochen nach der Spende sollten eisenhaltige Lebensmittel verstärkt in den Speiseplan eingebaut werden. Übrigens sollte bereits am Tag vor der Blutentnahme auf den Genuss von Alkohol verzichtet werden.

Mögliche Nebenwirkungen

Nach der Blutentnahme kann es zu Kreislaufstörungen kommen. Diese Nebenwirkung tritt häufig dann auf, wenn vorher nicht genug getrunken wurde. Selten, aber möglich sind Schmerzen und Hämatome an der Einstichstelle. In einer Blutspendeeinrichtung sind die Beschäftigten hervorragend ausgebildet. Die Blutabnahme erfolgt immer mit sterilem Einwegmaterial. Dennoch kann dazu kommen, dass sich an der Einstichstelle eine lokale Entzündung oder ein Bluterguss bilden, die nach wenigen Tagen wieder vollständig abklingen.

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