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So ziemlich jeder hat sich schon einmal bei Einkaufstouren eine Plastiktüte für den Transport gekauft, da sie relativ billig sind, und bei verhältnismäßig hohem Gewicht noch ziemlich reißfest bleiben. Doch in den vergangenen Jahren wurden diese Plastiktragetaschen immer mehr verboten, sodass es hierzulande mittlerweile kaum noch Einzelhandelsgeschäfte mit Plastiktüten im Angebot gibt.

Stattdessen wurde ihr Platz inzwischen fast vollständig von Tragetaschen aus Papier eingenommen. Aus welchen Gründen der deutsche Einzelhandel mittlerweile zum Großteil nur noch Papiertaschen als Transportbehältnisse anbietet, kann aus diesem Artikel entnommen werden.

Der Ruf der klassischen Plastiktüte

Wie bereits erläutert, ist die Verfügbarkeit der einst überall erhältlichen Plastiktüten im Einzelhandel fast schon nicht mehr vorhanden. Ein Grund dafür war (bzw. ist) der schlechte Ruf von Plastiktüten. Allgemein galten sie schon seit je her als nicht besonders umweltfreundlich. Dies kommt daher, dass solche Tüten im Grunde unzerstörbar sind. Dementsprechend sind sie praktisch überhaupt nicht biologisch abbaubar, sondern zerfallen nach rund 500 Jahren in winzige Teilchen aus Mikroplastik.

Sowohl diese kleinen Teilchen, als auch viel von dem nicht zersetzten Plastikmüll gelangt über Flüsse in unsere Weltmeere. Nicht selten wird dieses Plastik dann von zahlreichen Meeresbewohnern mit Nahrung verwechselt, die dann in Folge des Verzehrs oft recht schnell sterben. Des Weiteren lassen sich oft giftige Rückstände bei toten Meeresbewohnern feststellen, die an dem Verzehr von Plastik gestorben sind.

Die Vorteile von Papiertragetaschen

Durch das Verbot von Plastiktüten haben sich mittlerweile in so ziemlich jedem deutschen Einzelhandelsgeschäft Papiertüten etabliert. Im Folgenden sind daher einige Aspekte aufgeführt, welche diese Tüten im Vergleich zu vielen ähnlichen Behältnissen zu einer optimalen Alternative machen.

Die Wiederverwendbarkeit:
Zu den großen Vorteilen dieser Tüten gehört zweifellos die Tatsache, dass sie nicht nur einmal, sondern mehrmals verwendet werden können. Dazu zählt sowohl die Nutzung für mehrere Einkäufe, sowie auch andere Verwendungszwecke. Zum Beispiel wird eine gebrauchte Papiertüte auch gerne genommen, um ein Geschenk einzupacken.

Reduzierte Belastung für die Umwelt:
Bei der Herstellung einer Papiertasche entstehen zwar auch Co2-Emissionen, allerdings halten sich diese noch in Grenzen, da Papiertaschen aufgrund ihres Hauptmaterials (Papier) diverse Erscheinungsformen von CO₂ absorbieren können.

Biologische Abbaubarkeit:
Wie zuvor erwähnt, verschwinden klassische Plastiktüten nicht vollständig, sondern lösen sich nach einem halben Jahrtausend erst in kleine Plastikteilchen auf, wodurch sie die Gesundheit vieler Meeresbewohner stark gefährden. Bei Papiertragetaschen hingegen besteht diese Problematik nicht, da sie in der Natur früher oder später vollständig auf natürlichem Wege verrotten, ohne dabei schädliche Rückstände zurückzulassen, die der Umwelt später noch gefährlich werden könnten.

Bremse für den Klimawandel:
Da nachhaltige Papiertüten ursprünglich aus Wäldern stammen, die regelmäßig neu gepflanzt werden, fördern diese Tragetaschen auch ein klein wenig die Verlangsamung des Klimawandels. Somit werden mit Papiertaschen nachhaltig bewirtschaftete Wälder unterstützt, die im Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel eine enorm wichtige Rolle spielen.