nägel splittern
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Grundsätzlich wird zwischen zwei verschiedenen Arten des Splitterns unterschieden. Da wäre zum einen die Onychoschisis. Dabei handelt es sich um ein horizontales Absplittern des Nagels, welches sich vom Rand her ausdehnt. Bei der zweiten Variante, der Onychorrhexis, Splittern die Nägel in vertikaler Richtung.

Nägel splittern: Was können die Ursachen sein?

Ein Grund für splitternde Nägel kann eine falsche Ernährungsweise sein. Durch eine unzureichende Nährstoffzufuhr kann ein Mangel entstehen. Vor allem, wenn dem Körper wichtige Vitamine und Spurenelemente wie Magnesium, Kalzium, Zink, Vitamin A oder Vitamin B8 fehlen, können brüchige Nägel die Folge sein. Ein weiterer Grund für brüchige Nägel kann auch der falsche Umgang mit Schere und Pfeile sein. Werden die Nägel beispielsweise nur mit der Schere geschnitten oder gar mit einem Nagelknipser gestützt, dann entstehen Risse im Nägel, welche in einem Nagelbruch enden können.

Daher ist es wichtig, die Nägel immer zu feilen. Ebenfalls im Zusammenhang mit brüchigen Nägeln kann auch eine ungepflegte Nagelhaut entstehen. Wird diese nicht regelmäßig zurückgeschoben, kann sie rissig werden und es können sich Bakterien einlagern. Diese wiederum können dazu führen, dass die Nägel brüchig werden und Splittern. Auch wenn Nagellack optisch schön ist und ein gepflegtes Äußeres vorgibt, sind die darin enthaltenen ausrode oft aggressiv und greifen den Nägel an.

Gleiches gilt auch für Nagellackentferner. Der häufige Gebrauch schadet dem Nägel und lässt ihn porös werden. Dasselbe gilt auch für Reinigungsmittel. Auch Haushaltsreiniger enthalten oft aggressive Substanzen, die den Nagel angreifen können, wenn Sie mit diesem häufig oder länger in Berührung kommen. Dasselbe gilt auch für künstliche Nägel wie Gelnägel oder Acrylnägel. Besonders beim Entfernen der Schicht wird der empfindliche Nagel stark in Mitleidenschaft gezogen, was zu rissigen Nägeln führen kann.

Schilddrüsenerkrankungen, Hauterkrankungen und Stress

Die Ursache für splitternde Nägel kann aber auch krankhafter Natur sein. So kann zum Beispiel eine Schilddrüsenerkrankung vorliegen. Im Falle einer Unterfunktion der Schilddrüse oder der Nebenschilddrüse können brüchige Nägel entstehen. Bei Hauterkrankungen wie Nagelpilz, Schuppenflechte oder Exzemen kann der Nägel ebenfalls anfangen zu Splittern. Im Rahmen einer Chemotherapie zur Krebsbehandlung werden meist Zytostatika verabreicht. Auch diese Einnahme hat zur Folge, dass die Nägel weich und brüchig werden. Besonders im Winter haben es die Nägel schwer.

Da Sie ihren Feuchtigkeitshaushalt nicht von selbst ausgleichen können, sind sie besonders anfällig für kalte und trockene Luft wie Heizungsluft. Durch das Austrocknen fangen die Nägel schneller an brüchige zu werden und zu Splittern. Ein Problem, dass häufig zu splitternden Nägeln führt, ist zudem das Nägelkauen. Durch den permanenten Kontakt mit Speichel trocknen die Nägel aus. Zudem werden die Nagelschichten angegriffen. Wer häufig unter Stress leidet oder nachts nicht ausreichend schläft, der erhöht für sich die Gefahr, brüchige Nägel zu bekommen.

Nägel splittern: Mögliche Behandlungswege

Liegt dem Splittern eine Krankheit zugrunde, dann muss selbstverständlich erst diese beseitigt werden, um auch dem Nagelsplittern ein Ende zu setzen. Mit der eingetretenen Heilung sollte das Problem aber auch nach kurzer Zeit wieder verschwinden. Gegen brüchige Nägel im Winter hilft es, die Hände mitsamt des Nagels regelmäßig mit einer fettenden und feuchtigkeitsspendenden Handcreme einzucremen. Um dem Nagel wieder neue Kraft zu schenken, helfen auch spezielle Nagelhärte.

Diese gibt es in Form von Nagellack, aber auch als Öl, Gel oder als Nagelwachs. Sie versorgen den Nagel mit wichtigen Nährstoffen und halten ihn stark und geschmeidig. Gleiches gilt auch für Olivenöl. Auch dies kann dem beanspruchten Nagel neue Elastizität und Festigkeit verleihen. Dazu massiert man das Öl einfach in den Nagel und die Nagelhaut ein. Ebenso wirkungsvoll ist Heilerde. Hier macht man einfach eine Handpackung, so dass die Wirkstoffe in den Nagel einziehen können.

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Entspannungstechniken und weitere Hausmittel

Ein Weg, den Nagelbruch auf sanfte Weise zu heilen, ist auch der Griff zu Globuli oder Schüssler Salzen. Vor allem Silicea D 12 und die Schüssler Salze 3,5,8 sowie 10 eignen sich besonders gut, um den Nagel wieder zu stabilisieren. Bei Stress und Schlaflosigkeit als Auslöser sollte man versuchen, mehr Ruhe und Entspannung in den Alltag zu bringen und seine Probleme nicht mit ins Bett zu nehmen. Hilfreich können hier auch nervenberuhigende Heilkräuter und beruhigende Tees sein.

Auch autogenes Training und andere Entspannungstechniken helfen beim Abschalten und können so die Schlafqualität verbessern und den Stress lindern. Ein weiterer natürlicher Helfer sind auch Zwiebeln. Hierzu wird die Zwiebel halbiert und der Nagel damit bedeckt. Die Behandlung sollte etwa 5 Minuten dauern. Anschließend sollte der Zwiebelsaft auf den Nägeln bleiben und einziehen können.

Wer mag, kann auch eine Maske für die Hände aus natürlichen Zutaten herstellen. Diese besteht aus Olivenöl, Honig, einer Prise Salz und einem Eigelb und sollte für etwa 20 Minuten einwirken. Anschließend wird die Maske mit lauwarmem Wasser entfernt. Diese Anwendung sollte etwa dreimal die Woche wiederholt werden.

Vorbeugende Maßnahmen, damit Nägel nicht splittern

Es gibt einige Möglichkeiten im splitternden Nägeln vorzubeugen und diese erst gar nicht entstehen zu lassen. Zum einen lässt sich eine Unterversorgung des Körpers mit wichtigen Nährstoffen vermeiden, indem man auf eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise umsteigt und viel frisches Obst und Gemüse zu sich nimmt. Sollte dennoch ein Mangel vorliegen, kann man mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminpräparaten dem entgegenwirken.

Um dem Nagelsplittern durch falsche Maniküre entgegenzuwirken, sollte man am besten auf Nagelpfeilen aus Sandpapier oder Glas zurückgreifen, da sie dem Nagel am wenigsten schaden. Der Nägel sollte zwischendurch die Möglichkeit bekommen, sich zu regenerieren. Aus diesem Grund sollten nicht ständig Nagellack oder künstliche Nägel getragen werden. Auch sollten die Nägel nicht direkt nach dem Duschen oder Baden geschnitten werden, da sie hiernach zu weich sind und damit auch zu empfindlich.

Wer nicht auf Nagellack verzichten möchte, der sollte zumindest darauf achten zu hochwertigen Produkten zu greifen, da diese meist mehr pflegende Stoffe und weniger schädliche Substanzen enthalten. Auch beim Spülen oder Putzen könne die Nägel in Mitleidenschaft gezogen werden. Hier hilft es, Handschuhe anzuziehen und so die Nägel zu schützen. Zudem sollte man darauf achten, eher milde Reinigungsmittel zu verwenden. Beginnt der Nagel sich zu spalten, so sollte man auf keinen Fall an den schadhaften Stellen ziehen, da sonst weitere Nagelverletzungen folgen. Mit einer speziellen Nagelpfeile lässt sich zudem die Nagelschicht glätten und Schuppen werden sanft entfernt.