Pudding stürzen
Cesarz/shutterstock.com

Pudding ist sowohl eine erfrischende Nachspeise im Sommer, als auch ein süßer Seelenwärme in der kalten Jahreszeit. Um dem klassischen Rezept von Oma oder der einfachen Variante zum Anrühren aus der Tüte etwas Pepp und Eleganz zu verleihen, kann man den Pudding stürzen und somit herrlich auf einem Teller anrichten. Damit beim Stürzen ja nichts schief geht, sich der ganze Pudding aus der Form löst und man für großes Aufsehen sorgen kann, gibt es einige Kleinigkeiten zu beachten.

Pudding richtig stürzen: Die richtige Rezeptur

Der perfekte gestürzte Pudding sollte am Ende aufrecht stehen, aber doch cremig im Geschmack und in der Konsistenz sein. Um dies zu erlangen, muss eine gute Balance geschaffen werden. So empfiehlt es sich, weder geschlagene Sahne, noch Eiweiß zu verwenden. Damit würde der Pudding auf dem Teller zerfließen. Eine bewährte Variante hingegen ist eine Mischung aus Milch, Eigelb, Sahne und Stärke. Die Milch wird zunächst aufgekocht, während der Geschmack der Wahl hinzugegeben wird. So kann für einen Vanillepudding, Vanillemark oder -extrakt hinzugegeben werden, für einen Schokopudding Schokolade oder Kakaopulver, für Pistazienpudding gemahlene Pistazien und so weiter.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und das Internet ist voll von kreativen Puddingvariationen. Während dies aufkocht, wird eine Mischung aus Eigelb, Zucker und Speisestärke zusammengerührt. Diese gibt der Mischung die gewisse Standfestigkeit für später. Ist die Milch einmal aufgekocht, wird die Stärkemischung untergerührt und bis zur gewünschten Konsistenz weiter gekocht.

Die perfekte Form

Das Stürzen des Puddings ist am einfachsten mit einer Silikonform. Diese ist biegsam und das Obermaterial ist sehr glatt. Dadurch pappt der Pudding an den Rändern nicht fest. Außerdem ist es insbesondere bei den ersten Versuchen um ein Vielfaches leichter, wenn sich die Form nicht allzu sehr nach oben hin verengt. Jedoch kann bei der korrekten Rezeptur, Vorbereitung und ein bisschen Übung auch mit jeglichen Formen gearbeitet werden, sogar wenn sie aus Glas oder Keramik sind.

Vorbereitung ist alles

Wenn der Pudding im Topf genug aufgekocht ist, empfiehlt es sich, die Form mit kaltem Wasser auszuspülen bevor sie befüllt wird. Die Form am besten einmal ausschütteln, so dass sie zwar feucht aber nicht komplett nass ist. Durch diesen Temperaturunterschied zwischen der Form und dem Pudding, wird eine künstliche Abwehr geschaffen und die Puddingmischung kann nicht so einfach an der Form haften bleiben. Nun muss der Pudding einige Stunden im Kühlschrank ruhen, bis er komplett fest geworden ist.

Pudding stürzen: Anleitung

Den Pudding aus dem Kühlschrank nehmen und die Form einmal in sehr warmes Wasser tauchen. Dadurch wird er auf der Oberfläche der Form etwas geschmeidiger und kann besser aus der Form gleiten. Daraufhin die Form leicht schräg halten, aber noch nicht komplett umdrehen. Einmal rundherum mit den Fingern an der Öffnung entlangfahren und den Pudding vorsichtig an jeder Seite vom Rand lösen. Nun kann ein Teller auf die Öffnung gelegt und beides gemeinsam rumgedreht werden. Unter leichtem Rütteln die Form gleichmäßig nach oben wegziehen.

Was tun, wenn doch mal was schief geht?

Sollte der Pudding trotz allem nicht ganz aus der Form flutschen, sondern kleine Löcher oder Macken aufweisen, kann das Ganze kaschiert und ausgebessert werden. Dazu empfiehlt sich eine leckere, passende Sauce, die über den Pudding gegossen nicht nur die Macken verdeckt, sondern auch noch toll aussieht und lecker schmeckt. Das Grundrezept aller süßen Saucen für Puddings besteht aus aufgekochter Milch vermischt mit einer Masse aus aufgeschlagenem Eigelb, Zucker und einer Prise Salz. Dazu wird der gewünschte Geschmack gegeben, wie Vanillemark, Fruchtaroma, Kokosflocken, Schokolade oder vieles andere.

Wenn alles eine homogene Masse ergibt und die Sauce leicht eingedickt ist, ist sie schon fertig. Bevor sie auf den Pudding gegossen wird, sollte sie jedoch kurz abkühlen, da der Pudding sonst zerfallen kann. Außerdem kann man frische Früchte, Streusel oder Süßigkeiten nutzen und das gute Stück damit „verzieren“. Damit werden die kleinen Unregelmäßigkeiten niemanden auffallen und der Pudding bekommt noch ein paar Extraaromen.