Romagna Badeurlaub
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Fast immer sind sie grau – die trägen Fluten des großen Flusses, der sich durch das flache Schwemmland der Po-Ebene windet. Und damit steht er im krassen Widerspruch zu den schönen Badeorten vor seiner Haustür. Der Po ist so etwas wie die natürliche nördliche Grenze der Region Emilia Romagna. Sie reicht im Süden bis zum Apennin und zum bergigen Kleinstaat San Marino. Und auf dem fruchtbaren Boden wächst fast alles, was sich eignet, um der italienischen Küche die Krone aufzusetzen.

Mild ist das Klima und die Küstenzone überrascht den Besucher mit Landschaften, die denen zuweilen den Atem raubt. Dies alles ist Balsam für die gestresste Seele der Gäste, die an den Gestaden der Adria erstklassige Resorts und Hotels finden. In der sonnenverwöhnten Zone der Romagna offenbart sich Italien von seiner schönsten Seite und erfreut mit den längsten Stränden des Kontinents.

Romagna Badeurlaub: Ein Genuss für Geist und Gaumen

Ein Badeurlaub in der Romagna ist gleichbedeutend mit einem erschwinglichen Genuss für Geist und Gaumen, denn die Früchte des Meeres, die Aale aus den Seen von Comacchio, Tortelloni, Agnolotti und nicht zuletzt die Weine aus den Bergen Piacenzas und Trebbianos haben einen ausgezeichneten Ruf. Aber es ist auch die heitere Gelassenheit der Menschen an der Adria, die sich mit der Mixtura aus Gerüchen und Farben vereint zu einer ungewöhnlichen Atmosphäre. Vor dem Hinterland der Emilia Romagna mit einer Fülle kultureller Highlights wird ein Aufenthalt in einem der Badeorte zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die erstklassige touristische Infrastruktur hat alle Städte an der Küste in der jüngeren Vergangenheit zu interessanten Zielen werden lassen.

110 Kilometer Strand an der Adria

Ziemlich genau 110 Kilometer ist der Strand an der Küste der Adria lang, und vor dem fruchtbaren Hinterland mit einigen traditionsreichen Thermalbädern pulsiert das Badeleben der Einheimischen und der Urlauber. Es ist eine Region, in der sich vor allem Familien mit ihren Kindern pudelwohl fühlen, weil die Romagna als sicher gilt und es an Unterhaltungsmöglichkeiten wie Vergnügungs- und Freizeitparks nur so wimmelt. Wer es ein wenig ruhiger mag und die Nähe zur Ebene des Po und zu Venedig sucht, dem wird es in Lido delle Nazioni gefallen. Jenseits der Strandpromenade breitet sich ein breiter Strand aus und in einem modernen Thermalbad können die Gäste im jodhaltigen Wasser plantschen oder eine wohltuende Massage genießen. Dies ist die Region des italienischen Nationalhelden Garibaldi, dessen Hütte von 1849 besichtigt werden kann.

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Hotels in der Romagna: Venezianisches Flair in Comacchio

Das unverwechselbare venezianische Flair schwappt noch immer nach Comacchio mit seiner ebenso fotogenen wie historischen Treponti-Brücke hinüber. Dies ist eine interessante Lagunenstadt mit hübschen Villen und zahlreichen Hotels. Die Strände am Lido di Volano und am Porto Garibaldi haben ihren ganz besonderen Charme und die Restaurants und Bars von Comacchio gehören zu den besten an der Adria. Von hier aus ist es nicht weit bis Lido di Spina, das mit einigen erstklassigen Campingplätzen aufwartet und mit einer reichen Geschichte. Hinter den Stränden sind die antike Wallfahrtskirche Santa Maria in Aula Regia sowie die Kathedrale San Cassiano die historischen Zentren. Schattige Pinien beherrschen das Bild des hübschen Ortes und in der Villa Remo Brindisi sind unter anderem Werke von Picasso, Chagall und Dali zu bewundern.

Badeurlaub: Edel-Resorts in Milano Marittima

In ihrer Marina zeigt Ravenna, die Stadt des Dante Alighieri, mit einer Fülle frühchristlicher Zeugnisse ihr unbeschwertes Gesicht. In der Nachbarschaft der Marina di Ravenna suchen Urlauber in einem Thermalbad Linderung ihrer Leiden, und wer von seinem Bummel durch Ravenna Erfrischung am Meer sucht, der findet sie in angenehmen Wellness-Oasen an der Küste oder ganz einfach in den zumeist milden Wellen des Meeres. Und ganz sicher in einem der Edel-Resorts von Milano Marittima, 33 Kilometer nördlich von Rimini. In diesem Badeort, der bereits in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Urlaubern aufgesucht wurde, vermischen sich seit jeher Adria-Chic und Gourmet-Genuss.

Unter den farbigen Sonnenschirmen am Strand lässt es sich genüsslich wohlergehen und der lange und sanft abfallende Sandstrand lädt zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Im benachbarten Lido di Savio gibt es nicht nur exklusive Boutiquen sondern auch Restaurants der Spitzenklasse.

Die Produktion des „weißen Goldes“

In Cervia finden sich auch für den kleineren Geldbeutel genügend Pensionen für entspannte Tage an der Adria. Die Hotels des überschaubaren Badeorts sind mit drei oder vier Sternen dekoriert und das frühere Salzlager ist so etwas wie das Aushängeschild von Cervia. Die Produktion des „weißen Goldes“ hat die Region seit jeher geprägt. Der Ort ist umgeben von einem schattigen Pinienwald und im Zentrum ist der San Michele Turm das markanteste Gebäude der Altstadt. Man sollte sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Um den von Leonardo da Vinci um 1500 geplanten Hafen gruppieren sich die Häuser der Stadt Cesenatico.

Über einen langen Zeitraum der Geschichte war der Ort fast ausschließlich von Matrosen besucht. Heute finden sich hier Urlauber aus ganz Europa ein. Eine Straße ist dem Poeten Marino Moretti gewidmet, der Cesenatico in einem seiner Werke verewigte. Die zahlreichen im maritimen Stil eingerichteten Fischlokale üben eine besondere Faszination bei den Sympathisanten der Früchte des Meeres aus.

Badeurlaub in der Romagna: Auf den Spuren von Federico Fellini

In der Stadt Rimini mit ihrer langen Geschichte begegnen die Urlauber dem adriatischen Adel unter den Badeorten am Meer. Hier lässt sich das Vergnügen am Strand und der Hunger nach Kultur wunderbar vereinen. Zwischen April und Oktober ist in Rimini „Saison“ und hinter Riesenrad und Leuchtturm wandeln die Gäste der Stadt auf den Spuren des Filmemachers Federico Fellini, der in der Via Dardanelli unweit des Hafens geboren wurde. So manches aus Rimini hat in Fellinis Werken seinen Platz gefunden. Rimini hat sich im Laufe der Zeit den Status eines Symbols für die Badeorte an der italienischen Adria erworben. Und dies nicht zuletzt dank der Nachbarschaft zu einigen Nationalparks. Die Tourismusbranche ist hier seit jeher innovativ und sehr gut aufgestellt.

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Im Mirabilandia Park fühlen sich insbesondere Familien mit ihren Kindern sehr wohl und der Besuch im Delphinarium ist für jeden Gast in Rimini ein Muss. Der historische Badeort der Romagna lädt aber auch ein zu einer Reise durch die kulinarische Landschaft dieser reizvollen italienischen Region. Aus der römischen Periode blieb der Augustusbogen erhalten, der 27 Jahre vor Christus als Zeichen der Huldigung des Kaisers errichtet wurde. Die Tiberiusbrücke überspannt mit ihren fünf Bögen den Fluss Marecchia, der in der toskanischen Alpe della Luna entspringt und im Altertum als Ariminus der Stadt ihren heutigen Namen gab.

Riccione: Die „Spielwiese“ der Jugend

Hotels, Pensionen, Apartments, Campingplätze – in Riccione hat der Urlauber zweifellos die Qual der Wahl. Die weiten Strände sind eine herrliche „Spielwiese“ zum Entspannen, zum Sich-Bräunen-Lassen und zum Sporttreiben. Hier und da gibt es in Riccione Animations-Angebote für Kinder und für Erwachsene. Und wer sich nach einem schmackhaften Lunch oder Dinner in einem der exclusiven Restaurants am Strand sportlich betätigen möchte, der kann dies in einem der Fitnesscentren tun. In Riccione wird die Nacht zum Tag, und nach Einbruch der Dunkelheit versprühen die Discos und Clubs eine besondere Atmosphäre. Und weil sich vor allem die Jugend Riccione als Urlaubsort gewählt hat, ließ sich der Ort zum Ganz-Jahres-Ziel ermuntern.

Hier ist also die Saison niemals vorbei. Im Hinterland des lebendigen Ortes befindet sich das Valle del Conca. In diesem malerischen Tal finden Urlauber bei ihren Ausflügen einige mittelalterliche Dörfer, in denen man meint, hier sei der Zeiger der Uhr irgendwann einmal stehen geblieben.

Hotels für den Badeurlaub in der Romagna: Wo es nach Meer und Pinien riecht

Die Hotels in der Emilia Romagna sind Rückzugsorte zum Träumen, zum Verweilen und zum Erholen. Es sind die schönen Strände an der Adria, die diese Anlagen adeln und wo es nach Meer und nach Pinien duftet. Wer die Küste hinter sich lässt, spürt die Unberührtheit dieser Region, und wer sich außerhalb der touristischen Hochburgen bewegt, findet über einen Trampelpfad nicht nur das Meer sondern auch die Stille. Die Emilia Romagna hat viele Gesichter. Die Zeugnisse der Geschichte im Hinterland und Hotels der Extraklasse in Strandnähe. Dies ist eine Region geschaffen für Genussmenschen und für jene, die mit den Augen fühlen und mit der Seele sehen.