© pixabay.com

Wenn man nach Spanien reist, gibt es viele herausragende Sehenswürdigkeiten und Landschaften, die man sich ansehen kann. Große Städte wie Barcelona und Madrid locken jedes Jahr tausende Touristen in das Land. Diese benehmen sich aber ganz anders als die spanischen Einwohner.

Die Spanier begrüßen sich untereinander mit einem Küsschen (auch “Beso“ genannt), essen meist erst ab 20 Uhr ihr Abendbrot und unterhalten sich immer sehr laut und temperamentvoll. Dieser ausgefallene Lebensstil findet sich auch in der spanischen Mode wieder. Kleidung, die in Spanien entworfen wurde ist oft bunt, aufregend und fröhlich.

Die Ursprünge der spanischen Mode

Die spanische Kleidermode entwickelte sich zwischen circa 1550 und 1648, dem Ende des Dreißigjährigen Krieges. Dieser Kleidungsstil war prägend für die Gegenreformation, in der die katholische Kirche, vor allem in Spanien, die Reformation bekämpfte. Die spanische Hoftracht bildete sich heraus, welche vor allem durch seine geschmackvolle, feierliche Aufmachung gekennzeichnet war.

Allerdings waren nicht nur die Menschen in den habsburgisch regierten Ländern damit bekleidet, sondern auch Personen in ganz Europa, jedoch mit kleinen Abweichungen. Die große Ausbreitung des Kleidungsstils liegt im großen Einfluss Spaniens in der Wirtschaft und in der Politik während des 16.Jahrhunderts begründet.

Die Herrenmode

Die Männer trugen zur damaligen Zeit ein sogenanntes “Wams“, welches schräg der Hüften abwärts spitz zusammenlief und in der Mitte der Brust zusammengeknöpft wurde. Um den Hals wurde eine Krause getragen, welche allmählich immer steifer und breiter wurde, sodass die Männer letztendlich ihren Kopf nur noch kaum bewegen konnten. An den Beinen trugen die Herren eine breit aufgepolsterte Hose, die den halben Oberschenkel bedeckte.

Weiterhin wurden ihre Beine von Trikotstrümpfen umschlossen, die vom Fuß bis zum Oberschenkel reichten. An ihren Füßen befanden sich knöchelhohe Schuhe und auf ihren Köpfen trugen die Herren ein starres Barett.

Die Damenmode

Auch die Frauenkleidung war zur damaligen Zeit ziemlich steif. Die Frauen trugen hochgeschlossene Kleider, bei denen der Busen versteckt wurde. Die Kleider waren außerdem mit gepufften Ärmeln versehen und der Rock wurde für gewöhnlich länger geschneidert als er hätte sein müssen, um die Beine länger wirken zu lassen. Ähnlich wie bei der Herrenmode trugen die Damen eine Halskrause.

Spanische Mode in der heutigen Zeit

Heute zeichnet sich die spanische Mode durch elegante Schnitte, aber auch durch bunte Farben aus. Weiterhin sind die Kleidungsstücke immer von guter Qualität und durch die abwechslungsreiche Auswahl ist für jeden etwas dabei. Die spanische Mode verkörpert den spanischen Lebensstil und macht gute Laune.

Da dieser Stil aber nicht nur in Spanien gut ankommt, sondern auch in anderen Regionen weit verbreitet ist, haben wir Glück, dass wir diese Sachen auch hierzulande kaufen können und nicht extra nach Spanien reisen müssen – obwohl es das sicher wert wäre.