tamari
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Tamari ist eine spezielle Art von Sojasoße. Für die Herstellung von Sojasoße werden in der Regel Sojabohnen, Wasser, Salz und eine Getreideart, meist Weizen oder Gerste, verwendet.

Ersatz für Tamari: Die Alternativen sind umfangreich

Der besondere Geschmack – häufig als Umami bezeichnet – kommt dann durch die Fermentation dieser Zutaten zustande, bei der vereinfacht ausgedrückt Bakterien diese zersetzen und umwandeln. Bei der Tamari-Soße dauert die Fermentation besonders lange und daher ist ihr Geschmack sehr intensiv. Doch viele Menschen mögen diesen starken Geschmack nicht und sind deshalb auf der Suche nach einer Alternative.

Andere Sojasoßen als Alternative

Wer nur den intensiven Geschmack von Tamari nicht mag, für den eignen sich andere Varianten von Sojasoßen. Da Tamari zu den dunklen Sojasoßen gehört, lassen sich als Alternativen die hellen Sojasoßen verwenden. Sie sind dünnflüssiger und enthalten deutlich mehr Salz als Tamari. Auch lässt sich die süße Sojasoße als Alternative verwenden. Sie enthält im Gegensatz zu den klassischen Sojasoßen einen höheren Anteil an Zucker und hat daher einen ganz anderen Geschmack als Tamari.

Doch es gibt auch Menschen, die komplett auf Soja verzichten wollen. Ein Grund dafür sind unter anderem die darin reichlich enthaltenen Phytoöstrogene, bezüglich derer diskutiert wird, ob sie in den Hormonhaushalt eingreifen können. Für solche Menschen gibt es dann die im Folgenden erwähnten, komplett sojafreien Alternativen zur Tamari-Soße, die trotzdem noch einen ähnlichen Geschmack aufweisen.

sojasauce
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Kokosnuss-Aminos als Tamari Ersatz

Auch bei Kokosnuss-Aminos wird das Prinzip der Fermentation angewendet. Allerdings wird hier Kokosnussblütensaft fermentiert. Meist bestehen Kokosnuss-Aminos nur aus diesem und zugegebenem Salz. Allerdings ist der Salzgehalt hier deutlich geringer als bei Sojasoßen. Der Name „Kokusnuss-Aminos“ kommt vom hohen Gehalt an Aminosäuren in diesem Produkt zustande. Ansonsten haben sie eher wenige Kalorien und enthalten viele Mikronährstoffe. Deshalb werden sie oft als sehr gesund bezeichnet. Allerdings ist ihr Zuckergehalt relativ hoch.

Wie wäre es mit Worcestershiresoße?

Eine weitere Soße, die der Tamari-Soße vom Geschmack her ähnelt, ist die Worcestershiresoße. Sie wurde im 19. Jahrhundert in der englischen Grafschaft Worcestershire erfunden. Hegestellt wird auch sie durch Fermentation – meistens von Sardellen, Essig, Zucker, Salz und Melasse. Wegen der Verwendung von Sardellen ist sie für Vegetarier und Veganer nicht geeignet. Hier wären Kokosnuss-Aminos die bessere Alternative.

Dafür enthält die klassische Worcestershiresoße nicht ganz so viel Zucker wie die Kokosnuss-Aminos. Allerdings muss man beachten, dass es die Worcestershiresoße in diversen Variationen gibt, da sich sehr viele verschiedene Gewürze verwenden lassen. So ist in Deutschland die „Worcestersoße Dresdener Art“ sehr bekannt. Auch wird häufig Chili zugesetzt, damit die Soße ein scharfes Geschmackserlebnis bietet.

Worcestershire sauce
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Fischsoße als Alternative für Tamari

Etwas allgemeiner als die Worcestershiresoße ist die Bezeichnung „Fischsoße“. Hier können nicht nur Sardellen, sondern häufig auch Makrelen, Garnelen oder Austern verwendet werden. Im Unterschied zur Worchestershire erkennt man dann allerdings meist deutlich den Fischgeschmack, weshalb sie geschmacklich nicht mehr so stark der Tamari-Soße ähnelt.

Vegane Worcestershiresoße

Bei veganer Worcestershiresoße wird auf die Sardellen als Inhaltsstoff verzichtet. Außerdem wird in der Regel keine Fermentation eingesetzt. Dafür wird mit Gewürzen und Aromen versucht, den Geschmack der klassischen Worcestershiresoße möglichst exakt nachzubilden. Daher ähnelt der Geschmack schließlich auch sehr der Tamari-Soße. Allerdings müssen dafür meist sehr viele künstliche Zusatzstoffe verwendet werden.

Maggi-Würze

Eine andere Alternative, die auch auf die Fermentation verzichtet, ist die Maggi-Würze. Wie bei der veganen Worcestershiresoße finden hier Gewürze und Aromen ihre Anwendung, um schließlich für einen intensiven Geschmack zu sorgen. Da die Basis für Maggi-Würze pflanzliches Eiweiß aus Weizen ist, eignet auch sie sich für Vegetarier und Veganer. Allerdings hat sie einen nicht sehr gesunden Ruf wegen des dort enthaltenen Mononatriumglutamats. Dieser Geschmacksverstärker soll den Appetit anregen und kann zu übermäßigem Essen führen.

Unser Geheimtipp: Steaksoße

Wer nicht exakt den Geschmack der Tamari-Soße abbilden möchte, der kann auch zu den im Handel erhältlichen Steaksoßen greifen. Hier wird in der Regel wie bei der Maggi-Würze und der veganen Worcestershiresoße keine Fermentation zur Herstellung verwendet, sondern man erreicht den intensiven Geschmack durch Gewürze und Aromen. Zwar werden dadurch in den meisten Steaksoßen zahlreiche künstliche Zutaten verwendet, aber es gibt auch einige auf natürlichen Zutaten basierende Steaksoßen.

steaksauce
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Eratz für Tamari: Unser Fazit

Um die Tamari-Soße zu ersetzen, eignen sich perfekt andere Sojasoßen oder auch Kokosnuss-Aminos. Letztere haben jedoch einen hohen Zuckergehalt. Wen dies stört, der kann auf Fischsoßen wie die Worcestershiresoße zurückgreifen. Auch gibt es diese für Veganer. Allerdings nutzen die meisten veganen Varianten genauso wie die Maggi-Würze gar nicht mehr das Prinzip der Fermentation, sondern sie erreichen den intensiven Geschmack durch viele Lebensmittelzusatzstoffe. Wer den Geschmack von Tamari-Soße nicht ganz genau treffen möchte, der kann auch Steaksoßen als Alternative verwenden.