taschentuch mitgewaschen
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Jeder hat vermutlich schon einmal ein Taschentuch in seiner Hosentasche vergessen und wenn man dann die Wäsche aus der Maschine holt, kommt das böse Erwachen. Alle Kleidungsstücke sind voller weißer, kleiner Fusseln. Was kann man tun, um diese nun wieder loszuwerden? Hier sind verschiedene Methoden von einfach und bequem bis selbstgemacht mit Haushaltsgegenständen. Damit bekommt jeder sein Fussel-Problem in den Griff.

Taschentuch mitgewaschen: Trockner oder Waschmaschine als erste Anlaufstelle

Mit dem wenigsten Aufwand ist wahrscheinlich das erneute Waschen oder das Trocknen der Kleidungsstücke verbunden. Einfach die Kleidung erneut in die Waschmaschine geben oder, wenn man einen besitzt, den Trockner bemühen, dann landen viele der lästigen Fusseln im Flusensieb. Der Nachteil dieser beiden Methoden ist, dass für gewöhnlich nicht alle Fusseln entfernt werden und man selbst doch noch einmal aktiv werden muss und sie verschwenden verhältnismäßig viel Energie, selbst wenn man lediglich ein Kurzprogramm wählt.

Käufliche Möglichkeiten die lästigen Flusen loszuwerden

Da ein vergessenes Taschentuch meistens ein wiederkehrendes Erlebnis ist, auch wenn man die Kleidung gründlich durchsucht, kann sich der Kauf eines oder mehrerer Hilfsmittel lohnen. Doch welche Fusselentferner gibt es? Die beiden Bekanntesten sind die Fusselrolle und der elektrische Fusselrasierer. Eine Fusselrolle ist eine auf einem Handstück befestigte, bewegliche Rolle, die mit einer klebenden Schicht überzogen ist. Wird diese nun über das Kleidungsstück gerollt, bleiben die Taschentuchfusseln an der Rolle haften und das Kleidungsstück ist befreit. Eine einfache Methode, die relativ schnell von der Hand geht.

Bei einem elektrischen Fusselrasierer handelt es sich um einen kleinen handlichen Apparat, bei dem feine Messer rotieren, um Fusseln abzuschneiden. Der Nachteil: Die Überbleibsel eines Taschentuchs sind keine Stoffknoten auf der Kleidung, die einfach abgeschnitten werden können, denn sie haften nicht auf diese Art an einer Jeans oder einem T-Shirt. Darüber hinaus sollte man vorsichtig mit dem Fusselrasierer umgehen und ihn niemals zu fest auf die Kleidung drücken, da sonst das Kleidungsstück selber beschädigt werden könnte.

Alternativen, die jeder zu Hause hat!

Wie Murphys Gesetz es manchmal so will, passiert ein Taschentuch-Malheur ausgerechnet an einem Sonntag, an dem alle Geschäfte geschlossen haben oder man muss gleich los und hat keine Zeit vorher noch in die nächste Drogerie oder zum Supermarkt zu fahren, um sich eine Fusselrolle zu besorgen. Doch auch dafür gibt es eine Lösung. Hier sind ein paar nützliche Haushaltshelfer, von denen sich mindestens einer in jedem Haushalt befindet.

  • Klebe- oder Paketband: Das ist die Alternative zur käuflichen Fusselrolle. Man wickelt einfach ein wenig Klebeband um seine Hand (mit der Klebefläche nach außen) und tupft sie über das Kleidungsstück, bis man sämtliche Flusen aufgenommen hat.
  • Feuchtes Mikrofasertuch: Wischt man mit einem feuchten Mikrofasertuch über eine Jeans oder ein Hemd nimmt es zuverlässig die Fusseln auf. Allerdings ist ein mehrmaliges Auswaschen des Tuches nötig, da man ansonsten die Flusen erneut auf der Kleidung verteilt.
  • Nagelbürste: Eine Nagelbürste mit ihren starren Borsten eignet sich gut dafür, die Taschentuchüberreste von dem Stoff zu entfernen, indem man mit kleinen Bewegungen von oben nach unten streicht. Ähnlich wie bei dem Fusselrasierer gilt jedoch auch hier eine gewisse Vorsicht. Besonders bei Strickkleidung kann ein zu starkes Bearbeiten mit der Bürste zwar immer noch die Taschentuchreste entfernen, aber auch dem Stoff schaden und zu neuen unliebsamen Fusseln führen, die abermals entfernt werden müssen.
  • Einwegrasierer: Der Einwegrasierer ist die manuelle Alternative zu dem elektrischen Fusselrasierer. Um seine Kleidung mit einem Einwegrasierer zu bearbeiten legt man sie auf eine glatte, ebene Oberfläche und zieht sie glatt. Anschließend gleitet man vorsichtig über das Kleidungsstück. Ähnlich dem Fusselrasierer sollte man auch hier achtgeben nichts zu beschädigen. Den Vorteil, den die manuelle Methode gegenüber der elektrischen bietet, ist, dass der Einwegrasierer aufgrund seiner Form die Flusen tatsächlich in der Bewegung mitzieht, auch wenn sie mal größer sind.
  • Nylonstrumpfhose: Strumpfhosen eignet sich ebenfalls dazu kleine Flusen zu entfernen. Wichtig ist dabei nur, dass es tatsächlich Nylonstrumpfhosen sein sollte und keine aus Wolle. Man zieht sich die Strumpfhose einfach über die Hand und reibt dann über das Kleidungsstück. Diese Methode eignet sich jedoch hauptsächlich für die kleinen Überbleibsel und nicht für die großen Tuchreste, kann aber wirkungsvoll sein, wenn bei diesen vorher nichts geholfen hat.