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Trotz omnipräsenter Zeitmesser in allen Hosentaschen sind Uhren in Wohnräumen nach wie vor sehr beliebt. Da viele Menschen sie aber nicht mehr primär als Zeitanzeige brauchen, werden sie immer öfter nach ästhetischen Gesichtspunkten ausgewählt. Dieser Ratgeber zeigt, worauf man beim Kauf einer Uhr für den Wohnraum achten sollte.

Passt eine Uhr in mein Zimmer?

Uhren können einen beeindruckenden Effekt auf Räume haben: Sie haben allein durch ihre Präsenz etwas fast mystisch anachronistisches. Wer wissen möchte, ob eine Uhr gut in die generelle Raumgestaltung passt, sollte ein möglichst breites Angebot an Uhren verschiedenster Stile aufsuchen. Uhren und Schmuck – innovativ, traditionell und klassisch – haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind im strengen Sinne funktional nicht notwendig, entfalten dadurch aber eine umso größere ästhetische Wirkung. Eine einzelne Wanduhr kann einen Raum ihren Stempel aufdrücken, selbst wenn sie gar nicht läuft.

Aber am schönsten sind Uhren trotz allem, wenn sie laufen und dabei die typischen Geräusche machen. Viele Menschen schätzen das Ticken des Uhrwerks so sehr, dass sie bewusst drauf verzichten, geräuschreduzierte Uhren modernerer Bauart zu kaufen. Die gibt es nämlich: Viele in jüngerer Zeit produzierte Wand- und Standuhren verfügen über ein schallgedämpftes Gehäuse und generell über ein leiseres Uhrwerk. Selbst in einem stillen Raum sind sie damit quasi unhörbar. Natürlich werden aber auch nach wie vor große Standuhren mit deutlichem Ticken oder sogar mit stündlichem Gong verkauft. Es handelt sich dabei um eine der wenigen Möglichkeiten, einem Raum nicht nur optisch, sondern auch akustisch einen Charakter zu verleihen.

Faszination Uhren

Für viele Menschen beginnt mit dem erstmaligen Kauf einer guten Uhr sozusagen eine Erwerbsbiografie. Uhren sind Sammlerobjekte, und das sind sie nicht ohne Grund: Die Perfektion eines gut gemachten Uhrwerks ist schlicht beeindruckend. Und umso faszinierender wird das Ganze, wenn man der Mechanik beim Arbeiten zusehen kann, so wie es etwa bei großen Pendeluhren der Fall ist. Aus diesem Grund spielen Uhrendesigner von heute immer wieder mit Variationen transparenter Mechanik, die Teile des Uhrwerks zum Vorschein kommen lassen. Der Blick auf das Innenleben einer Uhr wirkt im digitalen Zeitalter schon fast wie der Blick in eine andere Ära: Hier läuft alles noch mithilfe von einfachen, mechanischen Kräften.

Aber das Ergebnis ist so präzise, wie wir es sonst nur von digitalen Geräten gewohnt sind. Gute Uhren bringt nichts aus der Fassung. Wenn ein Uhrwerk solide gearbeitet wurde, braucht es kaum Pflege und läuft über viele Jahrzehnte hinweg tadellos. Das ist auch der Grund, warum man heute noch viele Uhren gebraucht kaufen kann, die vor 50 oder mehr Jahren gefertigt wurden. Hier hat eine Handwerkskunst zu ihrer persönlichen Perfektion gefunden. Glücklicherweise ist diese Handwerkskunst – entgegen so mancher Prognose – bis heute nicht ausgestorben. Mechanische Uhren für den Wohnraum werden nach wie vor nachgefragt.

Die Fertigungskunst hat sich einen Platz im Herzen der Menschen gesichert, die eine Faszination dafür aufbringen können. Und wenn man sich die gegenwärtigen Trends auf dem Markt genau anschaut, bemerkt man schnell, dass es immer mehr Menschen zu geben scheint, die sich dieser Faszination anschließen möchten.