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Es ist durchaus möglich, dass man sich auch ohne tierische Lebensmittel sehr gut ernähren kann. Es gibt immer mehr Veganer in Deutschland, allerdings muss man bei der veganen Ernährung auch aufpassen. Je nachdem, was man zu sich nimmt und auf was man verzichtet, muss darauf geachtet werden, das gewisse Nährstoffe zusätzlich zugeführt werden.

Zusätzliche Nährstoffe bei veganer Ernährung

Nahrungsergänzungsmittel/Supplements für Veganer sind immer beliebter, da es auch immer mehr Anhänger des Veganismus gibt. Ganz oben auf der Liste der Vitalstoffe, die man als Veganer beachten sollte, steht Vitamin B12. In ausreichenden und relevanten Mengen ist dieses nur in tierischen Produkten enthalten, daher sollten Veganer es gesondert zu sich nehmen. Weitere Stoffe, die zusätzlich eingenommen werden sollten, sind z.B. Eisen, Calcium oder auch Omega-3-Fettsäuren.

Dadurch, dass einem als Veganer deutlich weniger Lebensmittel zur Verfügung stehen, steigt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit einer Mangelernährung. Wenn man allerdings sehr gesund mit viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten plant, kann man seinen Bedarf an Kalium, Magnesium, Vitamin C und Co. gut abdecken. Neben den bereits genannten Stoffen kann es aber auch bei den Proteinen zu einem Mangel kommen.

Mangel an Proteinen

Proteine sind komplexe Stoffe, die der Körper als Bausteine benötigt. Relevante Mengen kommen z.B. in Fleisch oder Fisch, sowie in Eiern vor. Veganer müssen also zusehen, dass sie ihre Proteine aus alternativen Lebensmitteln beziehen können. Vermehrt kommen Proteine in Hülsenfrüchten vor, allerdings muss man hier dann größere Mengen zu sich nehmen. Problematisch ist dabei, dass tierische Eiweiße meist alle wichtigen Aminosäuren, also die Bausteine der Proteine, enthalten, während pflanzliche Eiweiße meist nur einzelne Komponenten beinhalten. So sollte darauf geachtet werden, dass man als Veganer mehrere Proteinquellen miteinander kombiniert.

Omega-3-Fettsäuren

Der Körper benötigt Fett, um zu überleben. Auch wenn der Begriff Fett für negativ konnotiert ist, ist Fett keinesfalls schlecht. Man unterscheidet zwischen guten und schlechten Fetten. Omega-3 ist dabei für den Körper besonders wichtig, kommt bei Lebensmitteln aber in erster Linie in fetten Seefischen vor. Selbst Menschen, die Fleisch und Fisch essen, haben oftmals Probleme ihren Bedarf an Omega-3 zu decken und ergänzen ihre Ernährung z.B. mit Fischöl-Kapseln. Veganer müssen hier auf spezielle Produkte zurückgreifen, damit auf Dauer kein Mangel entsteht.

Ist vegane Ernährung nun gesund?

Grundsätzlich kann man sich sowohl vegan als auch vegetarisch und auch mit tierischen Produkten sehr gesund ernähren. Man muss sich bei jeder Ernährungsform genau mit den Lebensmitteln und deren Inhaltsstoffen beschäftigen und dann einbeziehen, welche Nährstoffe man benötigt, was der Körper braucht und welche Lebensmittel purer Genuss sind. Veganer müssen sich deutlich mehr mit dem Essen beschäftigen, da sonst gewisse Nährstoffe nicht in ausreichender Menge konsumiert werden können.

Calcium kommt z.B. vermehrt in Milchprodukten vor und stärkt Knochen und Zähne. Gerade bei kleinen Kindern, die sich noch im Wachstum befinden, sollte man sich gut überlegen, ob eine vegane Ernährungsform bereits Sinn macht. Für Erwachsene kann eine überlegte vegane Ernährung allerdings diverse Vorteile mit sich bringen. Es gibt mittlerweile schon sehr viele Beispiele von Sportlern, die Leistungssport betreiben und vollständig auf eine vegane Ernährung schwören.