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Regelmäßige Bauchschmerzen, Verstopfung, Durchfall oder Blähungen sind nicht nur lästig, sie können auch den Alltag stark einschränken und einen hohen Leidensdruck bei Betroffenen erzeugen. Manchmal sind sie zudem Anzeichen für Unverträglichkeiten oder ernsthafte Krankheiten des Magen-Darm-Trakts. Wie sich schnell und unkompliziert herausfinden lässt, ob man an einer Unverträglichkeit leidet, das erfährt man hier.

Verdauungsprobleme als Symptom von Unverträglichkeiten

Lebensmittelunverträglichkeiten sind ein klassischer und weit verbreiteter Auslöser für wiederkehrende Verdauungsprobleme. Sie treten vor allem bei Erwachsenen auf und das teilweise ganz plötzlich. Besonders weit verbreitet ist die Laktoseintoleranz mit etwa fünf bis fünfzehn Prozent Betroffener innerhalb der europäischen Bevölkerung. Dabei handelt es sich um eine Unverträglichkeit von Milchzucker. Auch die Fruktosemalabsorption kommt deutlich häufiger vor als man denkt. Außerdem gehören die Kohlenhydratmalabsorption und eine Unverträglichkeit gegenüber Zuckeraustauschstoffen zu den typischen Unverträglichkeiten, die man selbst bei sich diagnostizieren kann.

Das ist mit einem Gerät zur Atemgasanalyse möglich. Dieses Gerät misst die Konzentration von Wasserstoff in der Ausatemluft und lässt danach Rückschlüsse auf Unverträglichkeiten zu. Hierzu muss vorab eine größere Menge des in Verdacht stehenden Stoffs verzehrt werden. Sollte dabei beispielsweise eine Laktoseintoleranz festgestellt werden, kann anschließend der Verzicht auf Milchzucker bei der Ernährung die bisherigen Beschwerden schrittweise abklingen lassen, bis sie vollständig verschwinden. Bei einer Fruktosemalabsportion müssen Betroffene ihre Ernährung so umstellen, dass auf Fruchtzucker weitestgehend verzichtet wird.

Er befindet sich nicht nur in Obst und Gemüse, sondern ist auch ein Baustein der Verstoffwechselung von Industriezucker, den meisten Süßstoffen und Siruparten. Bei der Kohlenhydratmalabsorption führt die Aufnahme von Kohlenhydraten wie in Brot, Nudeln und Kartoffeln zu Beschwerden und muss fortan vermieden werden.

Andere mögliche Ursachen von regelmäßigen Verdauungsproblemen

Sollte der Selbsttest mit einem Gerät zur Atemanalyse keine Rückschlüsse auf die genannten Unverträglichkeiten ergeben, kommen viele weitere Ursachen für die eigenen Beschwerden in Frage. Zöliakie und Colitis Ulcerosa sind ebenfalls weit verbreitet und können von einem Facharzt im Rahmen einer Darmspiegelung diagnostiziert werden. Manchmal sind jedoch einfach nur falsche Essgewohnheiten Schuld an Beschwerden wie Verstopfung und Blähungen. Werden zu viele schwer verdauliche oder stark blähende Lebensmittel verzehrt, wird dem Körper zu wenig Flüssigkeit zugeführt oder befinden sich auf dem Speiseplan zu viele ungesunde Lebensmittel, dann kann auch das zu Beschwerden bei der Verdauung führen.

In solchen Fällen gibt ein Ernährungstagebuch Aufschluss darüber, welche Lebensmittel man schlecht verträgt und wovon man möglicherweise zu viel isst. Einige Menschen reagieren auch auf anhaltenden Stress mit Beschwerden bei der Verdauung. Hier können die Symptome jedoch sehr unterschiedlich ausfallen. Abhilfe schaffen Entspannungsübungen, bewusstes Essen, regelmäßiger Sport und ausreichend viel Schlaf.

Wann sollte man zum Arzt?

Neben diesen größtenteils eher harmlosen Ursachen können jedoch auch schwerwiegende Krankheiten Verdauungsbeschwerden auslösen. Daher ist es bei anhaltenden Beschwerden sinnvoll, möglichst schnell einen Arzt aufzusuchen und Erkrankungen wie Darmkrebs oder Morbus Crohn ausschließen zu können.