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Unter den vielen unterschiedlichen Formen der Empfängnisverhütung nimmt die Antibabypille einen wichtigen Stellenwert ein. Was neue Studien zur Nutzung der Telemedizin in Verhütungsfragen sagen und weitere interessante Fakten bietet dieser Artikel.

Die Bedeutung der Telemedizin bei der Verhütungsfrage

Verhütung spielt in verschiedenen Lebensphasen eine wichtige Rolle, wenn beispielsweise noch keine Familienplanung vorgesehen, diese bereits abgeschlossen ist oder gänzlich ausgeschlossen wird. Genau in diesem Bereich kann die moderne Telemedizin verschiedene Vorgänge vereinfachen und den Zugang zur Antibabypille unkomplizierter gestalten, indem beispielsweise die regelmäßig benötigten Rezepte digital ausgestellt werden. Auch eine ärztliche Beratung, um das im Einzelfall geeignetste Verhütungsmittel zu ermitteln, ist hiermit effizienter zu gestalten.

Einen wichtigen Vorteil der Telemedizin sehen Experten darin, dass sich hiermit Fahrtwege, Wartezeiten und Kosten sowohl für Patienten als auch für Ärzte und Krankenkassen senken lassen, wie in dieser Studie von Fernarzt.com mit konkreten Zahlen belegt wird. Das kann zu einer deutlichen Entlastung der Krankenkassen und des Gesundheitswesens führen. Während ursprünglich vor allem die medizinische Versorgung ländlicher Regionen im Fokus des Ausbaus der Telemedizin stand, zeigen neuere Untersuchungen, dass die Nachfrage vor allem von Patienten aus Städten kommt.

Im Hinblick auf die Antibabypille kommt die stärkste Nachfrage aus der Bundeshauptstadt Berlin, wie sich in einem Vergleich der einzelnen Bundesländer miteinander zeigte. Allgemein lässt sich sagen, dass aus Großstädten etwa ein Drittel mehr Anfragen zu einem Rezept für die Antibabypille über die Telemedizin eingehen, als aus ländlichen Regionen. Trotz dieses Trends ist die Telemedizin auch in ländlichen Regionen von Bedeutung, denn hier kommt es teilweise bereits jetzt zu Schwierigkeiten bei der medizinischen Versorgung der Bevölkerung.

Lange Wartezeiten auf Termine bei Fachärzten und weite Fahrtwege zu niedergelassenen Ärzten sind die bereits spürbaren Folgen. Diese Folgen werden vom demografischen Wandel und dem Wegzug jüngerer Bewohner vom Land in größere Städte noch begünstigt. Ein Ausbau der Telemedizin und Bemühungen zu einer noch stärkeren Akzeptanz und Nutzung in der Bevölkerung scheinen daher unvermeidbar für eine flächendeckende medizinische Versorgung auch in Verhütungsfragen.

Die Geschichte der Antibabypille als Verhütungsmittel

In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts kam es weltweit zu den ersten Zulassungen der Antibabypille als Verhütungsmittel für Frauen. Seit dieser ersten Generation der Pille gab es zahlreiche Weiterentwicklungen und Anpassungen hinsichtlich der Inhaltsstoffe und Wirkungsweise. Gleichzeitig hat sich die Bedeutung der Pille als Mittel zur Empfängnisverhütung deutlich gesteigert. Sie ist inzwischen eine weit verbreitete Verhütungsmethode mit hoher Sicherheit bei korrekter Einnahme.

Frauen wissen daran in erster Linie zu schätzen, dass sie die Empfängnisverhütung selbst in der Hand haben und dabei keine Einschränkungen beim Geschlechtsverkehr in Kauf nehmen müssen. Auch an einer so genannten Pille für den Mann zur Verhütung wurde bereits viel geforscht. Bisher gibt es jedoch keine zugelassene Pille zur Verhütung für Männer.