14. Juli 2024

Wie zuverlässig sind die Corona-Schnelltests für zu Hause?

Etwa 80 Prozent der infizierten Personen werden durch Antigentests entdeckt. Diese Schnelltests gibt es als Speichel- und Gurgeltests. Oder die Probe wird über einen Nasenabstrich entnommen. Corona-Schnelltests sind aus einer Reihe von Gründen von Vorteil, auch wenn sie nicht immer zu 100% eine Infektion erkennen.

Corona-Schnelltests und PCR-Tests

Der PCR-Test gilt nach wie vor als Goldstandard zur Coronainfektion-Erkennung. Der Test weist RNA nach, die ein Teil des genetischen Materials des Coronavirus ist. Um das Virus nachzuweisen, müssen Abstriche in einem Labor über mehrere Stunden hinweg zahlreiche Testphasen durchlaufen. Selbst kleine Mengen des Virus können mit diesem Verfahren nachgewiesen werden.

Oberflächenproteine, sogenannte Antigene, werden zur Identifizierung einer Infektion mit dem Antigen-Schnelltest ermittelt. Wenn genügend Viren im Probenmaterial vorhanden sind, erscheint nach 15 bis 30 Minuten eine farbige Linie im Testfeld; das Ergebnis ist jedoch nicht so zuverlässig wie ein PCR-Test.

Das sollte beachtet werden

Ein Schnelltest kann in den genannten 15 bis 30 Minuten zwar ein vorläufiges Ergebnis liefern. Der Antigen-Test ist aber nur eine Momentaufnahme. Ein negatives Ergebnis garantiert nicht zu 100 %, dass eine Person nicht mit dem Coronavirus infiziert ist. Es ist wichtig, wachsam zu bleiben, wenn man engen Kontakt mit einer infizierten Person hatte oder Symptome aufweist. Weiterhin darf man sich nicht selbst testen, um sich aus der Quarantäne zu „befreien“. Dazu muss ein korrekt durchgeführter Antigen-Schnelltest von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden.

Corona-Schnelltests für zu Hause sind sinnvoll

Laien wurden in einer Studie gebeten, einen Antigen-Schnelltest an sich selbst durchzuführen – nur mit schriftlicher Anleitung. Medizinische Fachkräfte führten bei den Personen einen zweiten professionellen Abstrich durch, um festzustellen, ob sie mit Corona infiziert waren. Bei dem Laientest wurden 33 der 40 Personen als Corona-infiziert erkannt. Beim Abstrich durch medizinisches Fachpersonal wurden 34 als Corona-infiziert erkannt.

Antigen-Tests können auch zuverlässig von Nichtfachleuten durchgeführt werden, sofern die Probenentnahme korrekt durchgeführt wird. Corona-Schnelltests sind somit durchaus sinnvoll. Man kann eine Erkrankung schneller erkennen, eventuell sogar schon in der präsymptomatischen Phase. Überhaupt können Personen mit einer Coronainfektion erkannt werden. Und Infizierte, die mit einem Schnelltest keine Erkrankung diagnostizieren können, haben meist eine nichtige Viruslast und sind für andere Menschen somit kaum ansteckend.

Qualitativ hochwertige Tests

Diese Aussagen gelten natürlich nur für qualitativ hochwertige Tests, die benutzerfreundlich sind und ein hohes Maß an Genauigkeit aufweisen. Eine ausreichende Sensitivität ist eine wichtige Voraussetzung für die Zuverlässigkeit der Antigen-Schnelltests. Eine Viruslast von weniger als 75 Prozent wird als unzureichend angesehen; der Test muss mindestens 75 von 100 infizierten Personen zuverlässig erkennen.

Entsprechende Antigen-Tests für zu Hause sind in Drogerien und Supermärkten erhältlich, Unternehmen und Einrichtungen wie Schulen und Kitas können die Tests in einem Großhandel für Corona-Schnelltests kostengünstig erwerben.

Fazit

Obwohl sie ein guter Indikator für eine Erkrankung sind, sind negative Antigen-Schnelltests keine Garantie für Sicherheit. Ein Antigen-Test ist nur eine Momentaufnahme, die auf einen Tag begrenzt ist. Darüber hinaus sind sie nicht so empfindlich wie PCR-Tests. Außerdem ist kein Test fehlerfrei. Es kann immer falsch-positive oder -negative Ergebnisse geben. Daher sollte der bewährte AHA+L-Grundsatz nicht vergessen werden, der empfiehlt, Abstand zu halten, auf Hygiene zu achten, in der Öffentlichkeit Masken zu tragen und regelmäßig in geschlossenen Räumen zu lüften.

Es ist sinnvoll, den Antigen-Schnelltest regelmäßig zu Hause durchzuführen, um mit der Pandemie Schritt zu halten. Er bietet zwar keinen vollständigen Schutz, ist aber ein wichtiger Bestandteil des Schutzes vor dem Weiterverbreiten des Coronavirus.

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