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Die Wechseljahre sind keine Krankheit. Vielmehr handelt es sich um einen Zeitraum im Leben einer jeden Frau, in dem der Körper sich von der fruchtbaren zur unfruchtbaren Phase umstellt. Während einige Frauen sich stark, gesund und zufrieden fühlen, erleben andere heftige Wechseljahresbeschwerden.

Konventionell wird bei starken Beschwerden eine Hormonersatztherapie durchgeführt. Diese hat jedoch mitunter starke Nebenwirkungen und birgt diverse Risiken. Aus diesem Grund versuchen viele Frauen auch zunächst, ihre Symptome mit sanfteren und natürlicheren Alternativen in den Griff zu bekommen – häufig mit Erfolg!

Bewegung und Sport

Eines der häufigsten Symptome der Wechseljahre sind Hitzewallungen. Diese hören zwar meist nach vier bis fünf Jahren von selbst wieder auf, können jedoch auch durch Sport gelindert werden. Vor allem Ausdauersport führt dazu, dass der Körper mit Temperaturschwankungen besser umgehen und sich schneller regulieren kann. Einen ähnlichen Effekt haben auch Sauna-Gänge und Eisbaden. Davon abgesehen hilft Sport dabei, dem natürlichen Abbau der Muskelmasse im Alter entgegenzuwirken. Er aktiviert den Stoffwechsel und beschleunigt die Fettverbrennung. Außerdem stärkt er die Knochen, wodurch das Osteoporose-Risiko abnimmt, das während und nach der Menopause oft erhöht ist.

Die hormonelle Umstellung hat außerdem häufig einen starken Einfluss auf das seelische Gleichgewicht. So kommt es bisweilen vor, dass Frauen an Depressionen in den Wechseljahren leiden. Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, die Psyche zu stärken. Unter anderem ist Sport eine wirksame Methode, um depressive Zustände zu verringern. Durch Sport werden vom Gehirn Endorphine ausgeschüttet, was die Laune und den inneren Antrieb hebt.

Die richtige Ernährung

In jeder Lebensphase ist es dem Wohlbefinden zuträglich, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Doch der weibliche Körper ist einzigartig und durchläuft im Laufe des Lebens viele Phasen. So können in jeder dieser Phasen andere Dinge im Vordergrund stehen und wohltuend wirken. Durch die Menopause und die normalen Alterungsprozesse des Körpers verändert sich beispielsweise die Körperzusammensetzung: Die Muskelmasse sinkt, die Fettmasse steigt. Dadurch verschiebt sich auch der Energiebedarf – der Nährstoffbedarf hingegen bleibt gleich.

Aus diesem Grund ist es ratsam, dass Frauen in der Menopause insgesamt weniger Kalorien zu sich nehmen, jedoch auf besonders nährstoffdichte Lebensmittel setzen. Dazu gehören frisches Obst und Gemüse, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte. Einige Nahrungsmittel enthalten außerdem sogenannte Phytoöstrogene. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die eine ähnliche Wirkung wie die weiblichen Sexualhormone haben. Es gibt Wissenschaftler, die davon ausgehen, dass Phytoöstrogene den Abfall des Hormonspiegels ausgleichen und Wechseljahresbeschwerden lindern können.

Pflanzliche Wirkstoffe

Phytoöstrogene kommen nicht nur in Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten vor, sondern auch in verschiedenen Kräutern. So gibt es eine Reihe pflanzlicher Wirkstoffe, die dabei helfen können, Wechseljahresbeschwerden zu verringern:

  • Frauenmantel und Salbei werden für die Behandlung von Hitzewallungen eingesetzt. Als Tee oder Extrakt können sie die damit verbundenen Schweißausbrüche lindern.
  • Auch Granatapfelextrakt wirkt wohltuend und beruhigend bei Hitzewallungen. Außerdem ist das Mittel in der Lage, Scheidentrockenheit zu verringern.
  • Baldrian und Hopfen wirken beruhigend und regulierend auf das Nervensystem. So können sie bei innerer Unruhe und Schlafstörungen helfen.
  • Johanniskraut ist ein sanftes pflanzliches Antidepressivum. Hochdosiert hebt es die Stimmung und lindert leichte depressive Verstimmungen.
  • Mönchspfeffer wird von vielen Frauen eingenommen, die einen unregelmäßigen Zyklus haben. Die Pflanze hilft dabei, die Hormone ins Gleichgewicht zu bringen, und kann während der Menopause auch Schmier- und Zwischenblutungen verringern.

Vor der Einnahme entsprechender Präparate ist die Abklärung mit einem Arzt oder Apotheker sinnvoll.