Online einkaufen und Geld zurückbekommen. Das ist das Motto von Cashback-Anbietern. Bild: Unsplash, Thought Catalog

Fast jeder kennt die Bonus-Systeme, mit denen sich nach längerer Zeit und vielen Einkäufen Prämienpunkte in Toaster, T-Shirts oder Teflon-Pfannen umwandeln lassen. Oft sind solche Boni hochwertig, schließlich will keiner der Prämienanbieter negative Bewertungen kassieren.

Doch wenn es kein Toaster sein soll, wäre es ohne Zweifel am besten, keine Prämienpunkte bei wenigen aus-gesuchten Anbietern umtauschen zu müssen, sondern schlicht und ergreifend Geld zu bekommen – als Dankeschön für häufigeres Shoppen auf bestimmten Portalen oder bei bestimmten Marken. Das hört sich zunächst sehr logisch und auch nicht unbedingt seriös an, ist es aber: Mit Cashback-Programmen gibt es unterschiedlich hohe Gutschriften für das Online-Einkaufen und immer öfter auch beim Einkaufen mit der Kredit- oder EC-Karte. Das Anmelden für das Bargeld-zurück-Programm ist meist einfach, aber es lohnt sich, vorher die unterschiedlichen Anbieter genauer anzuschauen.

Das Cashback-Konto ist wie ein ganz persönliches Sparkonto

In diesen Zeiten frisst die Inflation unser Geld und Mieten werden unbezahlbar – da lohnt es sich, jede Spar- und Anspar-Möglichkeit mitzunehmen. Mit Cashback wird niemand Millionär, aber wenn man sowieso im Internet oder mit Karte im Shopping-Center einkauft, wäre es schade, auf ein paar hundert Euro Sparsumme einfach so zu verzichten. Und auf ein paar hundert Euro kann man durchaus schnell kommen – das reicht für mehr als einen neuen Toaster.

Es lohnt sich auf besondere Aktionen von Cashback-Partnern zu achten: Wer beispielsweise eine mehr als 1.100 Euro teure Grafikkarte für seinen PC kaufen möchte, um in noch besserer Bildqualität zu spielen oder Videos zu streamen, bekommt aktuell bei einigen Anbietern bis zu 250 Euro Cash zurück – ohne die Verpflichtung, dieses Geld für etwas bestimmtes ausgeben zu müssen oder bei einem bestimmten Portal zu kaufen. Ein bekannter Anbieter von hochwertigen Flachbild-Fernsehen kann das noch toppen: Bis zu 1.200 Euro werden nach dem Kauf auf das Cashback-Konto zurück überwiesen.

Um es ganz deutlich zu machen: Wer denselben Fernseher kauft, ohne das passende Cashback-Programm zu haben, geht leer aus – es ist der einzige Weg, das teure TV-Set günstiger zu bekommen. Um beim Toaster zu bleiben – selbst auf ein überaus handelsübliches Toastbrot gibt es bei vielen Portalen und im Laden 40 Spar-Cent zurück!

Aber welches Cashback-Konto sollte es sein?

Es macht wenig Sinn sich bei einem Cashback-Programm anzumelden, dass nur wenige Kooperationspartner hat. Je mehr Partner und Portale in das Programm eingebunden sind desto größer ist die Chance ein gerade gesuchtes Produkt dort kaufen zu können, wo es zusätzlich einen Sparbetrag als Dankeschön zurückgibt. Genauso wichtig: Das ausgesuchte Programm darf von der Cashback-Provision nichts behalten, auch keine „Verwaltungsgebühren“. Wie ein solches Programm selbst an seinen Gewinn kommt, muss Sie als Kunden nicht interessieren – Ihnen muss immer der volle Provisionssatz überwiesen werden.

Einer der größten Anbieter, TopCashback, geht mit dem Thema sehr transparent um. Dieses britische Unternehmen, das seit 2019 auch auf dem deutschen Markt gestartet ist, hat gegenüber Newcomern einen großen Vorteil: hier sammeln bereits 15 Millionen Menschen Spar-Euro bei ihren Einkäufen ein. Damit ist TopCashback für bekannte Brands und große Einkaufsportale ein spannender Kooperationspartner. Mehr als 1.500 Händler sind in Deutschland dabei und belohnen jeden Einkauf.

© Unsplash, Lucrezia Carnelos

In Deutschland beginnt der Cashback-Trend erst

Der Spezialist für Online-Marktplätze Etvas hat sich in einer Analyse mit den Programmen, die hierzulande noch weniger bekannt sind als Angebote wie Payback, intensiv beschäftigt. 70 Prozent der Cashback-Nutzer nehmen danach gezielt an solchen Programmen teil, um Geld zu sparen und anzusparen – die Absprungquote sei sehr gering. Und, so Sören Timm, Geschäftsführer des Marktspezialisten: „In Deutschland sind Verbraucher im internationalen Vergleich sehr preissensibel“. Über Cashback, so Timm, sei es möglich neue Shops und teurere Marken zu erschwinglichen Preisen zu testen.

Laut Stiftung Warentest und Finanztest lohnt sich Cashback sogar noch mehr als die Kundenkarten der Supermärkte. Vor allem zum Black Friday, zu den Zeiten des früheren Sommerschluss-Verkaufs und zum Black Friday lohnt es sich, das persönliche Sparkonto zu haben, das mit jedem Einkauf wächst. Zu solchen Verkaufshöhepunkten des Jahres gibt es fast immer besonders viele und besonders lukrative Geld-zurück-Aktionen. Dann ist schnell mehr drin als nur ein neuer Toaster!