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Ausreichend Bewegung in den Alltag zu integrieren, fällt uns manchmal schwer. Gegen den inneren Schweinehund gewinnen wir nicht immer. Umso ärgerlicher, wenn wir ihn besiegen und dem Sport trotzdem etwas entgegensteht – die Pollenallergie. Mit laufender Nase, tränenden Augen und Atembeschwerden zum Sport? Das hört sich alles andere als einladend an. Wir verraten, wie Frauen trotz Allergie aktiv bleiben können.

Ist Sport für Allergikerinnen gefährlich?

Bei körperlicher Anstrengung verändert sich die Atemfrequenz. Abhängig von der Intensität der Sporteinheit, atmen wir besonders tief, damit die Muskeln ausreichend Sauerstoff erhalten. Für Allergikerinnen kann das zum Problem werden, insoweit sich Allergene in der Atemluft befinden. Insbesondere Pollen können beim Sport unter freiem Himmel tief in die Lunge gelangen und allergische Reaktionen auslösen. Trotzdem ist ein guter Fitnesszustand gerade für Allergikerinnen wichtig. Denn sportliche Betätigung stärkt das Immunsystem und verbessert die Lungenfunktion.

Sogar Asthmatikern wird heutzutage zu Sport geraten. Weil die Aktivität die Durchblutung fördert, können sie Lungensekret besser abhusten. Auch Frauen mit Heuschnupfen sollten während der Pollenzeit nicht auf Bewegung verzichten. Wichtig ist neben etwas Vorbereitung persönliche Anpassungsfähigkeit. Anpassen lassen sich beispielsweise:

  • die Art der Betätigung
  • die Wahl der Örtlichkeit
  • die Tageszeit

Brillenträgerin? Frauen mit Sehschwäche greifen beim Sport oftmals zu Kontaktlinsen. Auch in der Pollenzeit steht dem grundsätzlich nichts entgegen. Die unsichtbaren Sehhilfen können Allergene in der Luft sogar von den Augen zurückhalten. Monatslinsen wie solche Modelle sind preislich gesehen die günstigsten und in vielen Varianten erhältlich. Bei Linsen mit längerer Tragedauer ist vor allem in der Pollenzeit die richtige Hygiene entscheidend. Empfehlenswert ist außer dem die Verwendung von Nachbenetzungstropfen. Als zusätzlichen Sonnen- und Pollenschutz am besten noch eine Sonnenbrille darüber tragen, dadurch lassen sich auf den Linsen noch weniger Pollen nieder.

Gut vorbereitet zum Sport

Bevor Pollenallergikerinnen das Haus verlassen, nehmen sie am besten immer ihre Medikamente ein. Zur Sicherheit packen sie außerdem ein Notfallspray ein. Auch ausreichende Vorbereitung auf die sportliche Aktivität ist für Allergikerinnen ein Muss. Wer sich mindestens eine Viertelstunde lang aufwärmt, beugt Verengungen der Bronchien vor. Beim Warm-up erhöht sich idealerweise die Atemfrequenz, damit sich die Lungen auf die kommende Belastung einstellen.

Schon vor dem Sport geschwächt? Grundsätzlich sollten Allergikerinnen im Hinblick auf Sporteinheiten während der Pollensaison auf ihren Körper hören. Die gewohnte Leistung oder Leistungssteigerungen zu erzwingen, kann sich rächen. Lieber langsam angehen lassen!

Sechs Tipps für Sport mit Heuschnupfen

Soweit wie möglich, achten Allergikerinnen in der Pollenzeit am besten auf:

  • den richtigen Zeitpunkt. In der Stadt ist die Pollenbelastung morgens am geringsten, während auf dem Land abends am wenigsten Pollen fliegen.
  • das richtige Wetter. Während und kurz nach Regenschauern befinden sich am wenigsten Pollen in der Luft.
  • eine angemessene Intensität. Leistungssport und Pollenallergie vertragen sich nicht und erhöhen das Risiko für allergisches Asthma.
  • die richtige Örtlichkeit. Ab einer Höhe von 800 Metern nimmt die Pollenbelastung der Luft wesentlich ab und auch in Wassernähe ist sie oftmals geringer.
  • die richtige Sportart. Neben Bergsport wie Wandern sind Wassersportarten ideal, da der Wind Pollen landeinwärts bläst.
  • die richtige Pflege der Sportbekleidung. Sofort nach Sporteinheiten unter freiem Himmel wird die Sportkleidung gründlich gewaschen, damit keine Allergene darauf zurückbleiben.

Extremer Pollenflug? An solchen Tagen entscheiden sich Allergikerinnen am besten für Indoor-Sport. Von rhythmischer Sportgymnastik bis hin zu Zumba gibt es zahlreiche Sporteinheiten, die in geschlossenen Räumen stattfinden.