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Viele Mythen kursieren um die Partnersuche, einige halten sich bis heute hartnäckig. Dazu zählt unter anderem die Idee, dass sich gegensätzliche Menschen für attraktiv halten. Ist da wirklich was dran?

Singlebörsen bauen auf dem Prinzip der Ähnlichkeit auf

Es gibt unterschiedliche wissenschaftliche Erkenntnisse zur Attraktion, nicht alle sind widerspruchsfrei. Der Mythos, dass nur Gegensätze sich anziehen, kann jedoch getrost zurückgewiesen werden. Das beste Beispiel dafür sind Singlebörsen, wie man diesem Singlebörsen Vergleich entnehmen kann. Mittlerweile gibt es sehr viele verschiedene solcher Online-Dating-Plattformen – und alle funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip. Nach der Anmeldung füllen die Mitglieder meist ein Profil aus, bei dem sie Grundlegendes über sich und ihre Persönlichkeit preisgeben. Anschließend werden danach passende Partner ausgesucht.

Das ist auch notwendig, denn: Singlebörsen im Netz bieten einen schier unerschöpflichen „Vorrat“ an potentiellen Partnerinnen und Partnern. Irgendeine Auswahl muss man treffen, wenn man auf der Suche nach der großen Liebe oder selbst nur einem kleinen Abenteuer ist. Das Prinzip der Ähnlichkeit hat sich dabei bewährt. Warum? Nun: Grundsätzlich finden Menschen es attraktiv, wenn der (potentielle) Partner ihnen zumindest in gewisser Hinsicht ähnlich ist. Jeder kennt das: Das Gefühl, dass ein quasi fremder Mensch die eigenen Sätze vervollständigen kann, den eigenen Geschmack teilt oder instinktiv auf die gleichen Gedanken zu kommen scheint.

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In solche Menschen verliebt man sich gern und schnell, denn sie geben einem das Gefühl, den perfekt passenden Puzzelteil-Partner gefunden zu haben. Das hat auch einen psychologischen Hintergrund: Schließlich ist ein Leben mit jemandem, der viele Dinge ähnlich sieht, sehr viel einfacher vorstellbar. Man muss sehr viel weniger kommunizieren, wenn der Partner grob die gleichen Ziele verfolgt und ähnlich über das Leben nachdenkt. Ein äußerst reizvoller Gedanke, ganz besonders wenn man ein erwachsener Mensch ist, der durchaus in vielen Lebensbereichen so differenziert ist, dass es nicht gerade einfach ist, jemand ähnlichen zu finden. Und dennoch ist das Sprichwort „Gegensätze ziehen sich an“ nicht ganz unwahr. Warum?

Wann sehr unterschiedliche Menschen sich anziehend finden

Nicht alles, was wir sagen und tun ist eine exakte Repräsentation dessen, was wir denken. Eine gehörige Portion Unterbewusstes spielt in unserem Leben auch eine Rolle. Manchmal wären wir gern insgeheim jemand anderes, geben uns nach außen aber zufrieden mit uns selbst. Ein anderer Mensch kann diese unterbewussten Sehnsüchte in uns wecken. Daher ziehen sich sehr unterschiedliche Menschen manchmal magisch an. Wir sehen dann in dem Gegenüber das, was wir selbst gern wären – und verlieben uns letztlich in ein Wunschbild unseres eigenen Lebens. Diese Beziehungen verlaufen oft wild und selten konfliktfrei. Sie können aber auch sehr intensiv sein und lang halten.

Die Paarforschung kann keine eindeutige Antwort auf die Frage geben, was genau Attraktion ausmacht. Festhalten lässt sich allerdings: Sind sich Menschen sehr ähnlich oder sehr verschieden, wird es immer unwahrscheinlicher, dass sie zueinander finden und auch beieinander bleiben. Am besten funktioniert eine ausgewogene, harmonische Mischung: Zwei Menschen, die sich in vielem – aber eben nicht in allem – einig sind. Solche Beziehungen bergen wenig Konfliktpotential und bleiben sehr lang für beide Partner interessant.