selbstgemachte aioli
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Wer Knoblauch und cremige Soßen liebt, der liebt auch Aioli. Denn der mediterrane Dip, der ursprünglich nur aus Knoblauch und Öl besteht, verfeinert allerhand Gerichte. So können Sie Gemüse und Pommes einfach in die cremige Soße dippen, das Aioli in Ihren Burger streichen oder auch eine Salatsauce auf Basis von Aioli herstellen.

Doch Sie müssen die mediterrane Mayonnaise keinesfalls aus dem Supermarkt kaufen. Denn im Grunde lässt sich Aioli sehr einfach und mit nur wenigen Zutaten zuhause herstellen. Dabei sind ein paar Schritte bei der Zubereitung jedoch essenziell. Sind diese einmal schiefgelaufen und ist das Aioli zu dünn oder gerinnt es, müssen Sie Abhilfe schaffen.

Was tun, wenn das Aioli nicht fest wird?

Der Clou bei der Zubereitung von Aioli liegt darin, dass durch die Zugabe von Speiseöl eine Emulsion entsteht. Dies ist jedoch nur in der Theorie einfach. Praktisch passiert es wiederum oft, dass das Aioli schlichtweg nicht fest wird oder sogar gerinnt. Aus diesem Grund gibt es ein paar Dinge, welche für ein gelingsicheres Aioli auf jeden Fall beachtet werden müssen.

  • Zimmerwarme Zutaten

Bei der Zubereitung von Aioli ist es wichtig, dass alle Zutaten Zimmertemperatur haben. Es ist daher ratsam, dass Sie die Zutaten schon im Vorhinein für 30 Minuten an derselben Stelle aufbewahren. Machen Sie Ihr Aioli mit Ei, können Sie das Ei auch kurzfristig in eine Schale mit warmem Wasser legen. Knoblauch gut zerstampfen: Dies gilt insbesondere für die traditionelle Zubereitung von Aioli. In diesem Fall ist es nämlich wichtig, dass der Knoblauch vor dem Hinzufügen des Öls tatsächlich gut zerstampft und beinahe püriert ist. So kann dieser sich besser mit dem Öl zu einer Masse verbinden.

  • Öl langsam hinzufügen

Dies ist wohl der wichtigste Punkt bei der Zubereitung von Aioli. Der größte Fehler liegt wiederum darin, dass das Öl direkt auf einmal oder in einem schnellen Strahl zu den restlichen Zutaten hinzugefügt wird. In diesem Fall verbinden sich die verschiedenen Zutaten nicht zu einer Masse und das Aioli gelingt nicht. Fugen Sie das Öl daher bestenfalls in Tröpfchen oder in einem sehr dünnen Strahl hinzu.

  • Rühren, rühren, rühren!

Das Rühren kann bei der Zubereitung von Aioli eine Menge Zeit in Anspruch nehmen. Wird der Dip also nicht direkt fest, befürchten Sie noch nicht das Schlimmste. Rühren Sie einfach weiter. Oft wird das Aioli nach rund 20 Minuten im Kühlschrank überdies noch fester.

fest gewordene aioli
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Mit diesen Zutaten retten Sie Ihr Aioli

Haben Sie bereits lange gerührt und das Aioli gar für eine Weile in den Kühlschrank gestellt, aber bleibt dieses weiterhin dünnflüssig, können Sie es noch retten. Dabei kann die Beigabe von verschiedenen Zutaten helfen. Ein Teil von diesen Tricks wird auch in der spanischen Küche oftmals genutzt.

  • Harte Eier: Wird das Aioli partout nicht fest, kochen Sie ein hartes Ei. Dieses zerstampfen Sie und rühren es in das Aioli ein. Das Ei agiert nun als natürliches Bindemittel und sorgt für eine festere Konsistenz.
  • Toast ohne Rinde: Bleibt das Aioli dünn, können Sie ebenso eine Scheibe Weißtoast ohne Rinde in etwas Milch aufweichen. Nun können Sie diese in das Aioli mischen.
  • Kartoffeln: Traditionell werden auch gekochte Kartoffeln für das bessere Binden des Aiolis genutzt. Dafür kochen Sie einfach eine Kartoffel, zerstampfen diese und mischen sie vorsichtig unter das Aioli.

Altes mit neuem retten

Ist das Aioli zu dünn geworden, können Sie es noch retten, indem Sie mit einem neuen Aioli beginnen. Dafür nutzen Sie am besten die Version mit Ei. Nehmen Sie daher ein Eigelb und geben Sie dieses in eine Schüssel. Arbeiten Sie mit dem Pürierstab, nutzen Sie wiederum ein hohes Gefäß. Anstelle von Öl oder Knoblauch fügen Sie jetzt aber das misslungene Aioli ganz langsam hinzu. Machen Sie nun alles richtig und schütten Sie das misslungene Aioli bestenfalls tröpfchenweise zum Ei dazu, sollte der Dip fest werden.

Aioli geronnen: Was kann man tun?

Wird das Aioli nicht fest, ist es meistens einfach zu retten. Anders sieht es aus, wenn das Aioli gerinnt. In diesem Fall helfen Brot, Ei und Co nicht weiter. Stattdessen können Sie jedoch ebenso mit einem neuen Aioli auf Basis des geronnenen beginnen. Davor versuchen Sie jedoch, ein paar Tropfen heißes Wasser unter das geronnene Aioli zu mischen. Unter Umständen bindet sich der mediterrane Dip nun.

Warum wird das Aioli nicht ricgtig fest? Ein paar grundlegende Informationen

Aioli ist ein spanischer Dip, welcher ursprünglich nur aus Knoblauch und Öl besteht. Es kann also nicht gesagt werden, dass es sich tatsächlich um eine Mayonnaise handelt. Dafür wird angenommen, dass die heute bekannte Mayonnaise vom spanischen Aioli abstammt – das ist aber nicht bestätigt. Der Grund dafür, dass das Original ohne Ei zubereitet wird, liegt auch in der Haltbarkeit. Immerhin würde Mayonnaise bei den hohen Temperaturen im Mittelmeerraum zu schnell verderben.

Das Original besteht daher nur aus zerstampften Knoblauch, welchem langsam Öl beigefügt wird. Dadurch entsteht, ähnlich wie bei Mayonnaise, eine Emulsion. Das Aioli wird durch die Zugabe des Öls also dick. Anschließend kann das Aioli abgeschmeckt werden. Dennoch werden Sie feststellen, dass zahlreiche Rezepte heute mit Ei zubereitet werden. Auch wenn dies nicht der originalen Rezeptur entspricht, ist der Geschmack am Ende sehr ähnlich.