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Die Pille ist das am häufigsten genutzte Verhütungsmittel in Deutschland. Es gibt zahlreiche Darreichungsformen, die garantieren sollen, dass jede Frau mit ihrem ganz individuellen Hormonhaushalt das risikoärmste Medikament bekommt. Dass die Pille aber dennoch im erheblichen Umfang auf den Körper wirken kann, lässt sich nicht ausschließen.

Regt die Pille das Brustwachstum an?

Da so gut wie alle Pillen auf Hormonen basieren, ist es nur nachvollziehbar, dass sie auch auf die Ausprägung der sekundären Geschlechtsorgane wirken können. Die Betonung liegt allerdings auf können: Jeder Körper reagiert unterschiedlich auf die Pille. Einige Frauen bekommen überhaupt keine Nebenwirkungen zu spüren, andere spüren sie drastisch. Die Pille kann allerdings auch zielgerichtet eingesetzt werden, beispielsweise wenn junge Frauen sich wünschen, mit der Pille das Brustwachstum anregen zu können. Darüber hinaus leiden manche Frauen von Geburt an an bestimmten hormonellen Störungen, die bei ihnen beispielsweise einen Bartwuchs oder andere unerwünschte Symptome zur Folge haben können.

Im Gespräch mit dem behandelnden Frauenarzt lässt sich ermitteln, ob und wie die Pille dazu beitragen kann, solche Symptome zu lindern. Viele junge Frauen bekommen einmal eine bestimmte Pille verordnet und bleiben dann für eine lange Zeit bei diesem Medikament. Das ist nicht schlimm, kann aber unerwünschte Wirkungen „unsichtbar“ machen. Schließlich fangen die meisten Frauen an, die Pille zu nehmen, wenn sie sich selbst noch im Wachstumsstadium befinden. Ob und wie die Pille dann darauf wirkt, lässt sich im Nachhinein nur noch schwer feststellen. Vielleicht wäre das Brustwachstum ganz anders verlaufen, wenn die Pille überhaupt nicht eingenommen wurde.

Oder es handelt sich um eine normale Wachstumserscheinung. Junge Frauen sollten darauf achten, wie sich ihr Körper während der Pubertät verändert. Dann können im Gespräch mit dem Arzt eventuell Alternativen besprochen werden.

Kann die Pille gesundheitsschädlich sein?

Gerade in letzter Zeit häufen sich Berichte über die womöglich gesundheitsschädliche Wirkung der Anti-Baby-Pille. Bestimmte Modelle stehen in Verdacht, unter anderem Thrombose auszulösen. Gewissheit gibt es über diese Befunde bislang noch nicht. So viel steht jedoch fest: Weil die Pille, sobald sie marktreif ist, massenhaft zum Einsatz kommt, sind die Pharmaunternehmen sehr daran interessiert, sämtliche Nebenwirkungen so gut wie möglich ausschließen zu können. Wie bei vielen anderen Medikamenten auch lässt sich natürlich nicht verhindern, dass trotzdem Komplikationen auftreten können, etwa wenn zusätzlich zur Pille andere Medikamente eingenommen werden.

Auch der gleichzeitige Konsum von Drogen und der Pille kann unerwünschte Nebeneffekte zur Folge haben. Festzuhalten bleibt: Gerade in der Wachstumsphase sollten junge Mädchen, die die Pille nehmen, sich regelmäßig vom Frauenarzt und auch vom Hausarzt durchchecken lassen. In aller Regel bleibt die Einnahme komplikationslos, selbst wenn das Präparat über Jahrzehnte das gleiche bleibt. Die Pille ist nach wie vor eines der sichersten Verhütungsmittel überhaupt.