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Kaffee ist ein fester Bestandteil im Alltag von Millionen von Menschen. Egal ob New York, Yemen, Auckland oder Bad Münstereifel – Kaffee ist omnipräsent im Haushalt. Was hat CBD damit zu tun? Was ist CBD überhaupt? Und warum soll es mit Kaffee kombiniert werden? Dieser Artikel sollte dir all diese Fragen bestens erklären, damit du in Zukunft auch von den großartigen Vorzügen dieser Kombination profitieren kannst.

Was ist Kaffee?

Für Manchen mag das eine Überraschung sein, aber Kaffeebohnen sind die Kerne von Beeren! Allerdings heißen diese Beeren Kirschen, um genau zu sein, Kaffeekirschen. Diese wachsen vor allem im so genannten “Bean Belt” zu Deutsch: Bohnen Gürtel. Damit gemeint ist der “Gürtel” um die Welt, der dem Äquator nahe gelegene Länder bezeichnet. Bestimmte Bereiche Afrikas, Südamerikas und Asien liegen in in dem Bean Belt. Bei gutem Kaffee steht immer das Herkunftsland und insbesondere die Region auf der Verpackung. Besonder Kaffees aus Äthiopien, Brasilien und nicht zuletzt China sind zur Zeit beliebt aufgrund ihres hochwertigen Aromas.

Was macht Kaffee im Körper?

Kaffee hat einen essentiellen Bestandteil, der die Wirkung hervorbringt, die Kaffee so beliebt macht: Koffein. Koffein ist eine Molekül-Ansammlung und wird während du Kaffee trinkst über deine Mundschleimhäute oder deine Magenschleimhäute aufgenommen. Von dort tritt es seine Reise über die Blutbahn ins zentrale Nervensystem an, bis es dort über die Blut-Hirn-Schranke ankommt. Im zentralen Nervensystem bindet Koffein an Adenosin-Rezeptoren. Adenosin ist ein Neurotransmitter, der an Adenosin-Rezeptoren bindet und den dazugehörigen Neuronen mitteilt, weniger aktiv zu sein. Dadurch wirst du Müde und verlierst deinen Fokus.

Wenn du allerdings Koffein zu dir nimmst, setzt sich dieses in die Adenosin-Rezeptoren, bevor das Adenosin es schafft. Koffein ist auf einer molekularen Ebene sehr ähnlich aufgebaut, wie Adenosin, weshalb es in die Rezeptoren passt, allerdings nicht ähnlich genug, um die Rezeptoren zu aktivieren. Somit wird durch Koffein nur verhindert, dass Adenosin die neuronale Kommunikation verlangsamt. Aber keine Sorge, auch wenn es sehr intensiv klingt, dass Neurotransmitter blockiert werden, die moderne Forschung hat festgestellt, dass Koffein Gehirnfunktionsstörungen, wie etwa Alzheimer, korrigieren oder zumindest verlangsamen kann.

Was ist CBD?

CBD ist die Kurzform für Cannabidiol, was ein Phytocannabinoid ist. Phytocannabinoide sind Cannabinoid Verbindungen, die auf natürliche Weise in Pflanzen der Cannabis Familie vorkommen. Besonders in den Varianten der Cannabis Sativa Familie ist CBD dominant. In den letzten 20 Jahren hat sich CBD zu einem beliebten Bestandteil des Alltags entwickelt. Vor allem CBD Öl ist dabei eine der beliebtesten Methoden, um die hochwertige molekulare Verbindung ohne Probleme einzunehmen.

CBD Öl setzt sich aus einem hochwertigen Träger-Öl und CBD Extrakt zusammen. Ein beliebtes Träger-Öl ist Hanfsamenöl, da es reich an Vitaminen, Mineralstoffen und hochwertigen Fettsäuren ist, welche essentiell für den menschlichen Körper sind. Dabei ist wichtig, dass CBD Produkte nie über 0,2% THC haben, wodurch psychoaktive Wirkungen vorgebeugt werden. Allerdings musst du danach nicht lange suchen, denn in der EU sind CBD Produkte nur dann kommerziell erhältlich, wenn diese unter 0,2% THC Gehalt haben. Deshalb werden in der EU auch ausschließlich CBD Produkte hergestellt und vertrieben, die aus EU-zertifizierten Cannabis Sativa gewonnen wurden.

Was macht CBD im Körper?

CBD ist, wie bereits erwähnt, ein Phytocannabinoid. Davon gibt es über 100 in den verschiedenen Pflanzen der Cannabis Familie, allerdings ist CBD einzigartig. Was CBD auszeichnet ist nämlich seine unique molekulare Struktur. Diese ist nämlich so ähnlich aufgebaut, wie auch die körpereigenen Endocannabinoide. Statt allerdings selbst an die Cannabinoid-Rezeptoren des Endocannabinoid Systems zu binden, unterstützt CBD deine körpereigenen Prozesse in diesem ausgeklügelten System.

Im zentralen Nervensystem gibt es die Cannabinoid Rezeptoren CB1 und das Endocannabinoid AEA, welche aneinander binden, während im Immunsystem das Endocannabinoid 2-AG und der Cannabinoid Rezeptor CB2 miteinander agieren, um das Immunsystem zu unterstützen und zu entlasten. Wenn du gestresst bist, Schmerzen hast, schlechte Laune oder Angst, werden Endocannabinoide ausgeschüttet, da diese Empfindungen so viel neuronale Aktivität erfordern, dass es den Körper überfordern kann. Damit dies nicht passiert, binden die ausgeschütteten Endocannabinoide an die jeweiligen Neuronen und teilen diesen mit weniger, andere oder gar keine Signale mehr zu senden.

So werden Körpersystem in Balance gehalten und vor einem Zusammenbruch geschützt. Im Normalfall werden die Endocannabinoide nach kurzer Zeit aus ihren Rezeptoren gezogen und verstoffwechselt, wodurch die Wirkungsdauer und -intensität verkürzt und eingeschränkt werden. Hier kommt CBD ins Spiel. Sobald die Endocannabinoide ausgeschüttet werden, folgt ihnen das CBD, bis die Endocannabinoide an ihre Rezeptoren gebunden haben. Dann setzen sich die CBD Moleküle um die Endocannabinoide herum und schützt diese vor den Enzymen, die sie verstoffwechseln möchten. Dadurch wird zunächst CBD verstoffwechselt und deine Endocannabinoide können länger wirken.

Wieso lohnt sich die Kombination?

Die Kombination von Koffein und CBD löst im Körper mehrere Prozesse aus, wovon zwei aber besonders interessant sind. Diese passieren im zentralen Nervensystem, einem der zwei Nervensysteme, die uns zu dem machen, was wir sind. Sowohl Koffein, als auch CBD, werden vom Körper durch die Schleimhäute im Mund aufgenommen und über die Blutbahn transportiert. Ein besonderer Schritt auf diesem Transportweg ist die Blut-Hirn-Schranke. Blut kann nicht in das zentrale Nervensystem vordringen, wo Koffein und CBD allerdings wirken wollen. Damit diese Moleküle, sowie auch andere, dennoch vordringen können, hat der Körper die Blut-Hirn-Schranke entwickelt.

Dabei wird gefiltert, ob die Moleküle, die eindringen wollen, gefährlich sind, oder nicht. Wenn sie nicht als gefährlich für das zentrale Nervensystem wahrgenommen werden, können die Moleküle ihre Reise fortsetzen. Während sich die CBD Moleküle nun auf den Weg in das Endocannabinoid System machen, lassen sich die Koffein Moleküle in den verschiedenen Adenosin Rezeptoren nieder, die ihnen über den Weg laufen. Für dich kann das bedeuten, dass, während Koffein Müdigkeit verdrängt und deine Produktivität steigert, das CBD die negativen Effekte wie Herzrasen oder Angst unterbinden kann, da es die Endocannabinoide, die als Reaktion auf Kaffeekonsum ausgeschüttet werden, unterstützt.

Ein weiteres System in dem CBD und Koffein wirken ist das Immunsystem. Dieses kann von beiden Stoffen effektiv unterstützt werden. Zum einen regen beide Moleküle Zell-Erneuerung an, wodurch deine Abwehr gestärkt wird, aber auch Entzündungen können von beiden Stoffen eingedämmt werden. Zellerneuerung und dessen Effekte ist ein wichtiger Vorgang, da täglich Zellen sterben und der Körper nicht zwingend hinterherkommt mit der Produktion von neuen Zellen. Keine Sorge, das Sterben von Zellen ist völlig normal und kann unterschiedliche Gründe haben, von Umwelteinflüssen zu Alter und in manchen Fällen auch Krankheiten können eine essentielle Rolle dabei spielen.

Für das Immunsystem bedeutet das Dauerstress durch Reize aus dem Alltag und Immunsystem-Angreifer in der Luft. CBD und Koffein können zusammen dazu beitragen, dass dein Körper sich effektiver gegen diese Reize wehren kann und sich selbst besser regeneriert.