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Das Putzen mit allerhand Reinigungsmitteln steht für viele Menschen genauso auf dem regelmäßigen Programm, wie der Besuch im Fitnessstudio unter der Woche oder in der Bar am Wochenende. Erschreckend, wenn man bedenkt, dass das Putzen mit chemischen Mitteln unfassbar schädlich für unsere Gesundheit ist!

Was macht Putzmittel so gefährlich?

Das all die Mittel, mit denen wir unsere Böden und Haushalte reinigen, abtötend wirken und Dreck entfernen sollen, liegt auf der Hand, doch diese Wirkung kann dem Putzenden zum Verhängnis werden. Denn all die Partikel in den Putzmitteln werden auch in die Luft abgegeben. Diese ist die Luft in unseren Wohnungen, also die Luft, die wir atmen. Säuren, wie Salzsäure oder Ameisensäure, Laugen, Aluminium, Chlor, Biozide und Bleichmittel bilden hier nur die Spitze des Eisbergs der Substanzen, die in fast jedem Reinigungsmittel enthalten sind.

Sind diese Stoffe erst einmal in der Luft und werden eingeatmet, können diese in der Lunge einen gehörigen Schaden anrichten. Bei dem Stichwort „krebserregend“ sollten hier schon alle Alarmglocken läuten, doch dazu gleich mehr. Was bleibt ist, dass umweltbewusstes Waschen und Reinigen definitiv anders geht.

Das sagt die Studie

Die Lage ist so ernst, dass sogar Studien zu diesem Thema angefordert wurden und die Ergebnisse sind so erschreckend, wie es der obere Abschnitt schon suggeriert hat.
Angefertigt wurde eine dieser Studien von Forschen der Universität Bergen in Norwegen. In der Studie wurden jedoch nicht nur die Auswirkungen von Putzmitteln auf den menschlichen Körper untersucht, sondern auch verglichen mit anderen schädlichen Substanzen, denen einige Menschen häufiger ausgesetzt sind. Besonders interessant ist hier der Vergleich mit Rauchern.

In Zahlen: Putzt man täglich mit chemischen Mitteln über einen längeren Zeitraum, hat das ungefähr die gleiche Wirkung auf den Körper, als ob man über den selben Zeitraum zwanzig Zigaretten täglich rauchen würde. Zur richtigen Einordnung sollte man zudem wissen, dass laut der Deutschen Krebsgesellschaft jeder zweite Raucher an den Folgen dieser Gewohnheit stirbt. Natürlich putzt man nicht jeden Tag mehrere Stunden, doch wird hier die Gefahr von chemischen Mitteln besonders klar und wenn man bedenkt, dass beispielsweise Putzkräfte diesen Mitteln tatsächlich täglich ausgeliefert sind, so sollte man sich fragen, ob hier nicht ein Wandel angebracht ist.

Wie kann man sich schützen?

Doch was ist nun die Lösung des Problems? Etwas auf das Putzen verzichten?
Nein, natürlich nicht, doch stellt die Selbstverständlichkeit der gefährlichen Mittel durchaus ein Problem dar, wenn man sich entscheiden will, wie man seine eigenen vier Wände putzen möchte. Experten raten hier dazu, auf das Mittel zurückzugreifen, welches sooft die Lösung aller Probleme ist: Wasser. Mit heißem Wasser und einem vernünftigen Gerät zum Putzen lässt sich in der Regel mehr Schmutz entfernen, als man zunächst annimmt. Ein weiterer Pluspunkt: Es ist deutlich umweltfreundlicher, denn die chemischen Mittel sind nicht nur für die Menschen gefährlich, gelangen sie mit dem Abwasser ins Grundwasser, sind auch ganze Tier- und Pflanzenpopulationen bedroht.

Auch gibt es tatsächlich eine Auswahl an Putzmitteln, welche voll und ganz verträglich mit unserer Gesundheit sind und auch für die Umwelt keine Gefahr darstellen. Ein kurzer Blick auf die Inhaltsstoffe kann hier häufig Aufschluss darüber geben, ob man ein solches Mittel in den Händen hält. Kann man überhaupt nicht auf chemische Mittel verzichten, ist definitiv zu einer Atemmaske und auch zu Handschuhen geraten, da auch der Hautkontakt mit den falschen Mitteln fatale Folgen haben kann. Ein ausgiebiges Lüften sollte außerdem genauso zum Putzen dazugehören, wie das Putzen selbst.