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Dass gute Schuhe beim Handball unabdingbar sind, merkt man spätestens dann, wenn man sich einmal den Umgang der Profis mit dem Thema ansieht. Obwohl sie schon absolute Topmodelle tragen, wechseln sie die Schuhe im Schnitt alle zwei Monate – allein wegen der Abnutzung, die sich negativ auf die Performance auswirkt.

Selbstverständlich ist das bei Amateuren nicht unbedingt nötig – zumal die Schuhe sich hier in der Regel auch nicht so schnell abnutzen. Nichtsdestotrotz gibt es einige Gründe, die in jedem Fall für das Tragen von hochwertigen Handballschuhen sprechen. Aber warum? Und auf welche Merkmale sollte man beim Kauf der neuen Schuhe achten?

Worauf kommt es bei einem guten Handballschuh an?

Grundsätzlich gibt es insgesamt fünf Merkmale, die auf einen guten Handballschuh zutreffen sollten, damit man mit diesem beste Leistungen bringen kann.

1. Die Passform

Was auf so ziemlich jeden anderen Schuh zutreffen sollte, sollte auch bei Handballschuhen gegeben sein: eine gute Passform. Schließlich will man sich voll und ganz auf den Sport konzentrieren können, ohne dass man sich beispielsweise Sorgen machen muss, dass man aus dem Schuh rutschen könnte. Genauso ist es mit dem Tragekomfort. Um gute Leistungen bringen zu können, sollte der Schuh selbstverständlich auch bequem sein.

2. Der Grip

In einem Handballspiel kommt es nicht selten dazu, dass Spieler schnell ihre Laufrichtung wechseln oder einen Sprint einlegen müssen. In einem solchen Fall ist es wichtig, dass der Schuh nicht nur gut sitzt, sondern darüber hinaus auch über ausreichend Grip verfügt. Wenn man also in einem Handball-Shop einen neuen Schuh kaufen möchte, sollte man unbedingt auf diesen Aspekt achten. Der Vorteil: Auch im Training, wenn man beispielsweise die Schnelligkeit trainiert, kann man durch gute Schuhe bessere Leistungen bringen. Somit bringen passende Schuhe nicht nur akute, sondern auch langfristige Vorteile mit sich.

3. Ausreichend Stabilität

Damit man während eines schnellen Richtungswechsels nicht überraschend umknickt und sich verletzt, müssen die Schuhe genügend Stabilität liefern. Darüber hinaus sorgen stabile Schuhe nicht zuletzt auch dafür, dass sich die Füße immer in der richtigen Position befinden. Auch dieser Aspekt wirkt sich ausgesprochen positiv auf die Prävention im Hinblick auf Verletzungen aus.

4. Die Dämpfung

Die Dämpfung eines Handballschuhs wirkt sich vor allem auf den Tragekomfort der Schuhe aus. Allerdings ist das nur ein Vorteil von Schuhen mit einer guten Dämpfung. Durch das dämpfende Material in der Sohle werden die Gelenke und Bänder der Spieler entlastet. Auch dadurch sinkt die Anfälligkeit gegenüber Verletzungen. Darüber hinaus resultiert eine gute Dämpfung darin, dass die Füße nicht so schnell ermüden, wodurch man ein bestimmtes Leistungslevel noch länger halten kann.

5. Die Strapazierfähigkeit

Die Schuhe können noch so gut sein – wenn sie nach wenigen Monaten schon kaputt sind, ohne dass sie in einem überdurchschnittlichen Ausmaß beansprucht wurden, ist das nicht akzeptabel. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte man schon beim Kauf auf die Strapazierfähigkeit der Schuhe achten. In diesem Zusammenhang ist es vor allem wichtig, dass die während eines Spiels stark beanspruchten Stellen mit verstärktem Material ausgestattet sind.

Wann müssen Handballschuhe gewechselt werden?

Eine Antwort auf diese Frage kann man pauschal nicht geben. Das liegt daran, dass es vor allem auf das „Verhalten“ der Spieler ankommt. Wer besonders intensiv und häufig trainiert, wird sicherlich schneller neue Handballschuhe brauchen. Allerdings sollte man die Schuhe spätestens bei einem übermäßigen Abrieb der Sohle wechseln.