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Das Sweatshirt ist als universelles und praktisches Kleidungsstück aus unserer heutigen Welt nicht mehr wegzudenken. Es hat die Jahre und diverse Modestile überdauert – und das nicht ohne Grund. Dieser Artikel gibt einen kleinen Einblick in die Geschichte des Sweatshirts.

Woher kommt das Sweatshirt?

Unterschiedlichen Quellen zufolge geht das Sweatshirt auf die Ursprünge des Christentums zurück. Schon die Mönche trugen ein höchst ungewöhnliches Gewand, nämlich ein großes Stück Textil, das nicht eng an Körper anlag und sehr weit geschnitten war. Es war bequem und universell. Den Name „Sweatshirt“ und seine heutige Bedeutung erlangte das Stück Stoff allerdings Mitte der 70er-Jahre in den USA. Seitdem das Kleidungsstück eigens für Athleten entworfen wurde, nahm der Erfolg seinen Lauf – heutzutage darf ein Sweatshirt in keinem Kleiderschrank fehlen. Konzipiert wurde das Shirt ursprünglich für Sportler, die sich nach dem Sport etwas überwerfen wollten, damit sie nicht auskühlen.

Daher rühren auch die Bünde an den Ärmeln und schließlich auch die Kapuze, die bis heute ein Bestandteil von vielen Sweatshirts ist. Die Körperwärme sollte bestmöglich beim Sportler bleiben, gleichzeitig sollte das Kleidungsstück bequem und atmungsaktiv sein. Es ging als Symbol in die Modegeschichte ein: Verschwitzte Superstars trugen nun ein Sweatshirt. Das wollten natürlich jene, die sich auch auf der Straße für Superstars hielten, auch haben. So wurde das Sweatshirt bald Teil der amerikanischen Hip-Hop-Kultur und schwappte schließlich auch nach Deutschland. Hierzulande trugen wohl in den 80er-Jahren die ersten Pioniere ein solches Shirt. Es dauerte jedoch noch eine ganze Weile, bis das Sweatshirt auch für Frauen tragbar wurde.

Heute werden Sweatshirts und Hoodies auch von Frauen getragen

Lange Zeit galten Sweatshirts und Pullis als nicht besonders fraulich, da sie überhaupt nicht figurbetont sind und den Körper somit immer größer und breiter wirken lassen, als er ist (was übrigens ein gewünschter Nebeneffekt für die Hip-Hop-Kultur der Männer war). Heute aber lösen sich die strikten Rollengrenzen zwischen den Geschlechtern zunehmend auf. Das Sweatshirt ist auch für viele Frauen absolut tragbar – und in einigen Fällen sogar regelrecht angesagt. Immer öfter sieht man weite Kleidung auch auf Laufstegen. Eine Zeit lang nannte man diesen Stil ironisch „Boyfriend Look“, weil Frauen, die Sweatshirts trugen, immer ein bisschen aussahen, als hätten sie das Teil gerade erst von ihrem Freund geklaut.

Heute ist es relativ normal, dass Frauen Sweatshirts tragen – egal, ob die Stücke eher figurbetont oder klassisch weit und mit Kapuze ausgestattet sind. Eins bleibt aber sicher: Ein Kleidungsstück, das derartig die Mode überdauern konnte, wird uns wohl auch noch viele weitere Jahre begleiten – eben ein zeitloser Klassiker.