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Wer kennt es nicht: Für viele Anschaffungen ist manchmal einfach nicht genug Geld da. In solchen Situationen kann ein Kredit von einer Bank eine gute Möglichkeit darstellen, schnell und günstig an den benötigten Geldbetrag zu kommen. Warum es fast immer von Vorteil ist, ein solches Darlehen zusammen mit einer zweiten Person aufzunehmen und wer dafür infrage kommt.

Das alte Auto kommt überraschend nicht mehr durch den TÜV, die Waschmaschine gibt plötzlich den Geist auf oder ein Zimmer soll komplett neu eingerichtet werden: Nicht immer reicht das finanzielle Polster auf dem Girokonto für notwendige Neuerwerbungen aus. Kann trotzdem nicht auf einen Kauf verzichtet werden, weil beispielsweise der Weg zum Arbeitsplatz ohne Auto unverhältnismäßig viel Zeit in Anspruch nähme, können Verbraucher sich im Internet einen passenden Kredit suchen. In einem online Kreditvergleich finden sie die besten Angebote verschiedener Kreditinstitute.

So lassen sich für die gewünschte Kreditsumme schnell und einfach die Kosten bei verschiedenen Banken vergleichen. Viele Kredite können auch vollkommen digital abgeschlossen werden, ohne dass noch der zeitaufwendige Gang in eine Bankfiliale notwendig wäre.

Warum ein Kredit zu zweit günstiger wird

Was vielen Menschen, die einen Kredit aufnehmen, gar nicht bewusst ist: Die Zinsen für ein solches Darlehen können deutlich niedriger ausfallen, wenn eine zweite Person mit am Kreditabschluss beteiligt ist. Da die Zinsen maßgeblich darüber bestimmen, wie viel Geld am Ende zurückgezahlt werden muss, kann ein sogenannter „Zweiter Kreditnehmer“ für spürbar geringere Gesamtkosten sorgen. Warum das so ist? Ganz einfach, ein Kreditinstitut versucht anhand verschiedener Faktoren einzuschätzen, wie wahrscheinlich das verliehene Geld zurückgezahlt wird. Dabei orientiert sich die Bank zum Beispiel an der Einkommenssituation und der Schufa-Bewertung der betreffenden Person.

Ein zweiter Kreditnehmer mit fester Anstellung erhöht für das Geldhaus die Wahrscheinlichkeit einer fristgerechten Rückzahlung. Das geringere Ausfallrisiko belohnt die Bank mit einem besseren Zinssatz.

Wie viel Geld sich durch einen zweiten Kreditnehmer sparen lässt

Bei einem Kredit über 20.000 Euro kann der Zinssatz für einen einzelnen Kreditnehmer im Schnitt schnell um 0,4 Prozentpunkte höher liegen, als dies für zwei Kreditnehmer der Fall wäre – der effektive Jahreszins läge dann beispielsweise bei 3,64 % statt 3,24 %. Zahlen Verbraucher das Darlehen über einen Zeitraum von 84 Monaten zurück, sparen sie sich in diesem Fall durch den günstigeren Zins über die gesamte Laufzeit knapp 300 Euro an Zinskosten. Gut zu wissen: Verweigert eine Bank wegen nicht ausreichender Bonität zunächst den Abschluss eines Kredits, kann der zweite Kreditnehmer mit seinem soliden Einkommen auch dabei helfen, das Darlehen überhaupt zu erhalten.

Wer als zweiter Kreditnehmer infrage kommt

Beim Geld hört die Freundschaft auf? Nicht unbedingt. Richtig gute Freundinnen mit sicherem regelmäßigem Einkommen können durchaus als zweite Kreditnehmerin gewählt werden, wenn das für alle Beteiligten in Ordnung geht. Ansonsten bietet sich in einer festen Beziehung vor allem der Partner für diese Rolle an. Aber auch Personen aus dem näheren Familienkreis – etwa die Eltern – erklären sich dazu auf Nachfrage oftmals bereit. Selbstverständlich sollte klar sein, dass im Normalfall nur der erste Kreditnehmer die Rückzahlung des Darlehens übernimmt, falls der Kreditbetrag nicht für eine gemeinschaftliche Anschaffung verwendet wird. Jedoch hat der zweite Kreditnehmer rechtlich die gleichen Verpflichtungen wie der erste.

Kann dieser seine Raten also einmal nicht mehr begleichen, muss der zweite Kreditnehmer einspringen. Hier sollte daher ein ausreichend großes Vertrauensverhältnis bestehen, das auch einen solchen Ernstfall ohne ernsthaften Schaden übersteht. Dann aber steht dem gemeinschaftlichen Kreditabschluss nichts mehr im Wege.