13. April 2024

Lipödem: Ursachen und Diagnose

Zwischen 500.000 und 1 Million Menschen sind vermutlich betroffen: Zwischen dem 20. und dem 30. Lebensjahr entwickeln viele Frauen Fettanlagerungen in den Beinen oder den Armen. Frauen mit einem Lipödem nehmen häufig jedoch erst spät wahr, dass es sich um eine Erkrankung handelt. Sie suchen verspätet einen Arzt auf. Die Behandlung kann sich in diesen Fällen als schwierig erweisen.

Doch was ist ein Lipödem? Wie entsteht die Fettverteilungsstörung und welche Stadien sind zu benennen? Und wie erkennen Frauen, ob sie betroffen sind? Dieser Artikel liefert Antworten!

Was ist ein Lipödem?

Bei einem Lipödem handelt es sich um eine chronische Störung der Fettverteilung. Diese äußert sich in der Regel durch sichtbare Fettvermehrungen an den Beinen und seltener an den Armen. Die Bereiche schmerzen und reagieren empfindlich auf Druck. Auslöser sind häufig hormonelle Schwankungen in der Pubertät oder während einer Schwangerschaft. In dieser Lebensphase entstehen die sogenannten Reiterhosen, die auch als Suavenhosen oder Säulenbeine bezeichnet werden.

Die Fettanlagerungen treten symmetrisch auf. So weisen die betroffenen Arme oder Beine einen ähnlichen Umfang auf.. Der Grund: Das Gewebe speichert vermehrt Wasser. Die Wassereinlagerungen begünstigen die Ausbildung von Ödemen (Schwellungen). Treten im Laufe der Zeit chronische Schmerzen auf, kann es sich um ein Lipödem handeln. Reiterhosen werden von vielen Frauen nicht nur als störend empfunden. Vielmehr interpretiert die Gesellschaft diese häufig als Eigenverschulden und Übergewicht. Betroffene Frauen durchlaufen deswegen häufig einen langen Leidensweg, der sie psychisch belastet.

Ein Hinweis: Handelt es sich um ein ästhetisches Problem, werden die Fetteinlagerungen als Lipohypertrophie bezeichnet. Sie gehen nicht mit einem Druckgefühl und Schmerzen einher. In einigen Fällen kann eine Lipohypertrophie jedoch ein Lipödem ankündigen. Um die Symptome zu lindern, sollten Betroffene zunächst ihre Ernährung anpassen und sportlichen Aktivitäten nachgehen. Ein Bluttest beim Arzt gibt außerdem Aufschluss über einen möglichen Nährstoffmangel. Diesen können Frauen oder Männer kurzfristig mit hochwertigen Nähr- und Vitalstoff-Komplexen aus dem Dr. Lipp Shop behandeln.

Wie entsteht ein Lipödem?

Laut aktuellen Erkenntnissen handelt es sich bei dem Lipödem um eine vererbbare Erkrankung des Fettgewebes. Bei einigen Frauen tritt das Lipödem bereits in jungen Jahren auf. Andere Betroffene, die die genetische Veranlagung aufweisen, stellen erst in den Wechseljahren fest, dass der Umfang ihrer Arme oder Beine zunimmt. Die Gewebezellen enthalten Entzündungszellen. Die Blutkapillaren werden obendrein durchlässig, sodass sich Wasser im Gewebe ansammelt. Durch den Druck im Fettgewebe der Unterhaut empfinden Betroffene Schmerzen und neigen zu Hämatomen (blauen Flecken).

Was die Entzündung konkret auslöst, ist derzeit nicht bekannt. So kann noch nicht zuverlässig benannt werden, welche Hormone beteiligt sind und welche Erbfaktoren eine Rolle spielen. Dabei gilt: Laut den aktuellen Erkenntnissen kann eine ausgewogene und angepasste Ernährung den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Auch ein Gewichtsverlust im Falle eines leichten oder schweren Übergewichtes kann dazu führen, dass sich die Symptome reduzieren.

Stadien: Wie verläuft ein Lipödem?

Eines vorweg: Der Verlauf der Erkrankung kann sich von Mensch zu Mensch unterscheiden. Dennoch differenziert die Medizin 3 Stadien. Im ersten Stadium weisen Betroffene eine glatte Hautoberfläche auf. Im zweiten Stadium erweckt die Hautoberfläche bereits einen wellenförmigen Eindruck. Das subcutante Fett bildet Knoten und lässt sich ertasten. Im dritten Stadium sind grobe Knoten spürbar. Der Umfang der Arme oder Beine erhöht sich merklich.

In allen Stadien berichten Betroffene von einer Druckempfindlichkeit oder blauen Flecken. Den Grund für die Hämatome können diese in der Regel nicht benennen. Bei manchen Patienten tritt im Verlauf der Erkrankung ein Lymphödem auf, das zum Beispiel durch das Lipödem ausgelöst wird. Typische Symptome sind Kastenzehen oder ein Fußrückenödem.

Wie erkennt man ein Lipödem?

Wer feststellt, dass sich der Umfang der Arme oder Beine seitengleich erhöht, die Arme oder Beine geschwollen sind und auf Druck reagieren oder sich schnell blaue Flecken zeigen, sollte einen ärztlichen Rat einholen. Denn Lipödeme können Folgeerscheinungen auslösen. Dazu zählen ein veränderter Gang, Gelenkfehlstellungen oder Gelenkverschleiß.

Nach der Diagnose eines Lipödems entscheiden sich Mediziner häufig für die konservative Therapie in Form von Lymphdrainagen, Bewegungstherapie, Hautpflege und Kompression. Diese dienen lediglich der Linderung der Schmerzempfindlichkeit. Immer mehr Ärzte beziehen jedoch die Bedeutung der Ernährung mit ein. Betroffene können sich auch explizit an Ernährungsmediziner wenden. Das Fettgewebe kann außerdem durch die Liposuktion, eine Operation, reduziert werden.

Fazit

Wie bekomme ich mein Lipödem weg? Diese Frage stellen sich zahlreiche Frauen, die in Folge einer Schwangerschaft oder eines anderen hormonellen Umschwungs an der krankhaften Fettverteilungsstörung leiden. Zum einen besteht die Möglichkeit, mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren.

Diese kann dazu beitragen, die Ausbildung eines Lymphödems zu verhindern. Aber auch eine gesunde Ernährungsweise kann die Symptome minimieren und die Lebensqualität steigern. Einem diagnostizierten Nährstoffmangel können Betroffene durch Nahrungsergänzungsmittel entgegenwirken. Eine weitere Möglichkeit bildet eine Operation, um die Silhouette zu optimieren.

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