dolgachov/123RF.COM

In der Werbung sehen sie äußerst elegant und praktisch aus: Staubsaugerroboter sollen das Leben einfacher machen, indem sie die äußerst lästige Tätigkeit des Staubsaugens einfach automatisiert übernehmen. Einmal programmiert, legt der Saugroboter los und kümmert sich selbstständig um alle Böden in der Wohnung. Zu gut, um wahr zu sein? Dieser Text klärt auf.

Wie funktionieren Saugroboter?

Staubsaugerroboter funktionieren recht einfach: Vor der ersten Anwendung müssen die meisten Roboter die Wohnung zunächst „kennenlernen“. Sie fahren daher den Boden einmal komplett ab und speichern das Ergebnis als eine Art interne „Karte“. Daran orientieren sie sich später, wenn sie die Wohnung saugen. Bei einigen Modellen lassen sich sogar die Zimmer einzeln programmieren. Der Saugroboter lernt die Wohnung per Sensor kennen. Er erkennt Hindernisse in seinem Nahfeld und vermeidet Kollisionen.

Somit ist es auch kein Problem, wenn etwas auf den Boden gestellt wird, was sich dort sonst nicht befindet. Der Roboter wird das Hindernis einfach umfahren. Neuere Produkte wie beispielsweise die Saugroboter der iRobot Roomba Modellreihen verfügen zudem über eine WLAN-Funktion. Damit können sie auch von der Ferne aus gesteuert werden.

Am Abend kommt überraschend Besuch vorbei und man schafft es vorher nicht nochmal nach Hause? Kein Problem: Per App wird dem Saugroboter befehligt, die Wohnung gründlich zu saugen. Wenn man dann nach Hause kommt, sind alle Böden staubfrei. So einfach kann es funktionieren.

belchonock/123RF.COM

Worauf sollte man beim Kauf von Saugrobotern achten?

Wie der obige Absatz bereits gezeigt hat, gibt es in puncto Funktionsumfang große Unterschiede bei den Saugrobotern. Einige Faktoren sollten vor dem Kauf unbedingt genauer geprüft werden. Einer davon ist die Saugleistung. Einige Saugroboter haben insbesondere auf Teppichen, wo sich Staub manchmal recht hartnäckig ansammeln kann, echt Probleme.

Darüber hinaus ist auch die Lautstärke beim Saugen sehr unterschiedlich: Die kleinen Geräte müssen oft – im Vergleich zu einem ‚großen‘ Staubsauger – erheblichen Druck auf engem Raum aufbringen. Das kann dazu führen, dass die Saugroboter sehr laut werden. Da sie für einen Saugvorgang in der Regel auch etwas länger brauchen, ist das schnell anstrengend. Mittlerweile wurden die Saugroboter aber hinsichtlich des Verhältnisses von Saugleistung und Lärm deutlich verbessert. Wer den Roboter ohnehin so programmiert, dass er nur saugt, wenn man selbst nicht zu Hause ist, dem kann die Geräuschentwicklung auch egal sein.

Ein letzter Punkt, der beim Kauf beachtet werden sollte, ist die Akkulaufzeit. Die meisten Roboter fahren ihre ‚Route‘ einmal ab und begeben sich dann wieder zur Ladestation. Bei sehr großen Wohnungen kommen sie aber mit einer Akkuladung manchmal schon an ihre Grenzen. Wer große Flächen zu saugen hat, sollte also vorher unbedingt prüfen, ob der Saugroboter das mit der gegebenen Laufzeit überhaupt schafft.