William Perugini/123RF.COM

Kanada ist nicht umsonst auf der ganzen Welt ein Sehnsuchtsort: Viele Menschen glauben, hier erwartet sie die lang ersehnte Auszeit, unberührte Natur und ein freundliches, harmonisches Miteinander. Nun, ein perfektes Paradies gibt es nirgendwo. Dass sich Kanada aber über die Jahre hinweg genau diesen und keinen anderen Ruf erarbeitet hat, ist nun wirklich kein Zufall.

Wie gestaltet sich eine Einreise nach Kanada?

Die Hürden für einen kurzen Aufenthalt in Kanada sind für EU-Bürger vergleichsweise gering. In aller Regel braucht es kein vollumfängliches Visum, sondern eine sogenannte Electronic Travel Authorization – genannt eTA – genügt völlig. Eine eTA lässt sich bequem online beantragen und bezahlen. Die Aufenthaltserlaubnis wird in der Regel innerhalb weniger Stunden bis Tage ausgestellt. Daher sind auch spontane Trips nach Kanada kein Problem. Wenn es besonders schnell gehen muss, stellen die Behörden gegen Aufpreis sogar eine Express-eTA aus. Die wird in der Regel innerhalb weniger Minuten bewilligt. Mehr Informationen über den Beantragungsprozess finden sich unter https://eta-kanada-visums.de/.

Warum sich eine Reise nach Kanada lohnt

Viele Menschen lieben Kanada vor allem, weil es eine Art stressfreie USA darstellt. In Kanada ist vieles zweifellos amerikanisch: Das fängt bei der Sprache an und endet bei der gesamtgesellschaftlichen Kultur, die auch hier maßgeblich durch den Konsum geprägt ist. Aber: Kanada ist vergleichsweise dünn besiedelt. Hyperindustrielle Städte finden sich hier genau so wie endlose, leere Landstriche, die zu einem Abenteuer einladen. Auch deswegen ist Kanada ein Sehnsuchtsort für gestresste Städter. Aber selbst, wer die Großstadt nicht missen will, kommt in Kanada auf seine Kosten. Großstädte wie Quebec sind weltbekannt und laden zum Shoppen und Verweilen ein. Kanada ist kein günstiges Land, jedoch weit entfernt von horrenden Preisen für Übernachtungen, wie sie beispielsweise in amerikanischen Großstädten wie New York üblich sind.

Daraus ergibt sich eine interessante Anekdote: Aufgrund der Mentalität der Kanadier und der geringeren Preise schätzen auch viele Amerikaner Kanada als Urlaubsland. Wer sich in einer der touristisch erschlossenen Regionen aufhält, wird schnell feststellen, dass er sich weitgehend unter Fremden befindet, die die Gegend auch nicht besonders gut kennen, obwohl sie die Sprache scheinbar spielerisch beherrschen.

Ist Kanada wirklich eine „bessere USA“?

Durch einige Erzählungen – insbesondere die des amerikanischen Dokumentarfilmers Michael Moore – hat sich weltweit ein Bild von Kanada gefestigt, das nur in Teilen wahr ist. Angeblich sei Kanada ein Land voller Harmonie und Sicherheit, so sicher, dass die Menschen hier nie ihre Türen verschließen. Das ist natürlich nur bedingt wahr. In Wirklichkeit ist Kanada ein Land wie jedes andere – zwar harmonischer und friedlicher als die USA, aber das ist auch nicht sonderlich schwer. Eine Reise wert ist dieses Land allemal.