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Für viele Frauen gehört eine ausgiebige Shoppingtour im Urlaub einfach dazu: Hier gib es Dinge zu entdecken, die es in der Heimat nicht gibt. Und wenn man wieder zu Hause ist, hat man bestenfalls nicht nur eine schön sonnengebräunte Haut, sondern auch ein paar exklusive Stücke, die einem so schnell keiner nachkaufen kann. Nur das Bezahlen kann im Ausland manchmal Probleme machen, vor allem wenn es um intransparente Gebühren geht. Dieser Text zeigt, worauf man achten sollte.

Wann werden beim Bezahlen im Ausland Gebühren fällig?

Das wichtigste Stichwort beim Bezahlen im Ausland trägt den sperrigen Namen „Auslandseinsatzentgelt“. Dabei handelt es sich um eine Gebühr, die speziell beim Bezahlen und Geldabheben mit Kreditkarten im Ausland fällig werden kann. Die Zahlung per Kreditkarte ist die wohl am häufigsten genutzte Form der Zahlung im Ausland, da andere Formate wie die hierzulande übliche EC-Karte oft gar nicht genommen werden. Kreditkarten der gängigen Typen werden jedoch mittlerweile so ziemlich überall auf der Welt akzeptiert.

Das Auslandseinsatzentgelt wird typischerweise prozentual auf den bezahlten Betrag aufgeschlagen.  Wie hoch dieser Prozentsatz ist, unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter. In der Regel zirkulieren die Sätze um die 1,75 Prozent. Das klingt zunächst wenig, kann sich aber schnell summieren. Wer beispielsweise länger als nur ein paar Tage im Ausland unterwegs ist und sämtliche Einkäufe per Kreditkarte vornimmt, zahlt am Ende schnell einige hundert Euro nur an Gebühren.

Auch wann das Auslandseinsatzentgelt überhaupt relevant ist, hängt vom Kreditinstitut ab. Manche Banken berechnen es nur, wenn die Zahlungen in einer Fremdwährung getätigt werden. Bei anderen  wird es generell fällig.

Bezahlen im Ausland ohne Gebühren

Wer im Urlaub auf ausgedehnte Shoppingtour gehen und eventuelle Gebühren bestmöglich vermeiden möchte, sollte am besten schon vor dem Urlaub mehrere Kreditinstitute und die von ihnen angebotenen Karten vergleichen. Es gibt durchaus Banken, die auf die Auslandseinsatzgebühr bei Kreditkarten komplett verzichten. Oftmals wird das dann aber durch eine recht hohe Jahresgebühr für die Kreditkarte überhaupt kompensiert. Wer jedoch ohnehin bei einem längeren Auslandsaufenthalt befürchten muss, viele Gebühren abzudrücken, für den kann es sich rechnen, lieber die womöglich geringere Jahresgebühr zu zahlen.

Einige Banken koppeln ihre Konditionen zur Auslandseinsatzgebühr auch an einen gewissen Mindestumsatz. So gibt es beispielsweise Kreditinstitute, die keine Auslandseinsatzgebühr erheben, wenn mit der Karte ein bestimmter Betrag im Monat oder im Jahr umgesetzt wurde. Die bereits vorab beim Bezahlen abgezogene Gebühr wird dann zurückerstattet, sofern der Mindestumsatz erbracht wurde.

Die Kreditinstitute sichern sich so im Hinblick auf die Kosten ab, die für sie anfallen, wenn sie Währungen umrechnen. Dabei erleiden sie womöglich Verluste durch schwankende Wechselkurse, die sie mit der Auslandseinsatzgebühr ausgleichen. Gerade bei größeren Summen, die bezahlt werden sollen, kann sich ein Vergleich der Karten und der unterschiedlichen Modelle zum Ausgleich dieser Kosten durchaus lohnen.