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Das Verdampfen von Heilkräutern wie Cannabis zur alternativen Behandlung diverser Beschwerden erfreut sich in den letzten Jahren einer wachsenden Popularität. Im Gegensatz zu herkömmlicher Medizin basiert die Naturheilkunde auf rein biologischen Wirkungsstoffen direkt aus der Natur. Da die Applikation direkt per Dampf über die Lunge erfolgt, setzt eine Wirkung rasch und zuverlässig ein.

Hierfür ist ein sogenannter Vaporizer nötig. Im Folgenden klären wir über Funktion, Vorteile und Anwendung auf. Darüber hinaus zeigen wir, wieso es bei der Wahl des passenden Cannabis Vaporizer auch auf den Preis ankommt.

Funktionsweise eines Verdampfers

Die auch als Vaporizer bekannten Geräte erzeugen, wie ihr Name bereits verlauten lässt, keinen Rauch, sondern sind in der Lage die ätherischen Öle aus Kräutern als feinen Dampf zu lösen. Im Dampf gelöst sind sowohl Geschmacksträger und Aromen als auch diverse Wirkstoffe der Heilkräuter. Da keine Verbrennung der Stoffe stattfindet, entstehen durch die Verdampfung kaum bis keine Nebenprodukte, die sich negativ auf die körperliche Gesundheit auswirken. Auf dem Markt befinden sich viele unterschiedliche Typen von Verdampfern, darunter stationäre Tisch-Vaporizer, die sich durch eine große Dampfkammer und einen Netzbetrieb auszeichnen, sowie handgroße Vaporizer, die ausgestattet mit einem Akku für den mobilen Bedarf konzipiert sind.

Je nach Preisklasse besitzen die Geräte andere Ausstattungen, etwa Ballons zum Auffangen des Dampfes oder Anzeigen zur Einstellung genauer Temperaturen. Die Erhitzung der Kräuter findet zumeist indirekt per einfachem Heizelement, beispielsweise einem Heizdraht oder einer Jet-Flamme, statt.

Vorteile und Nutzen

Die Vorteile eines Verdampfers gegenüber dem traditionellen Rauchen von Kräutern und Räucherware sind vielfältig:

  1. Die durch das Verdampfen der Kräuter entstehende Geruchsentwicklung hält sich sehr in Grenzen. Unangenehme Gerüche schwinden schnell. Durch die Wahl einer optimalen Temperatur entwickeln sich keine unerwünschten Aromen im Dampf.
  2. Es entstehen keine giftigen Nebenprodukte wie Benzol oder Teer, welche die Atemwege belasten.
  3. Durch die effiziente Verdampfung gehen keine Wirkstoffe verloren, was eine sparsamere Dosierung ermöglicht.
  4. Der Gehalt an Wirkstoffen im Dampf eines Verdampfers ist hoch, sodass eine Wirkung schnell und gezielt auftritt.
  5. Wirkstoffe entschwinden nicht in die Luft. Es entsteht kein Passivdampf bei der Nutzung eines Vaporizers.

Medizinische Anwendung: Kräuter, Tees und Öle

Neben ätherischen Ölen eignen sich sämtliche Kräuter für die medizinische Nutzung, die auch in der Tee-Zubereitung Anwendung finden. Synthetische Zusätze sind unerwünscht und in natürlichen Kräutern ohnehin nicht vorhanden. Doch ist Kraut nicht gleich Kraut. Jedes Naturprodukt beinhaltet andere Wirkstoffe mit einem anderen Siedepunkt. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, muss die Temperatur auf den Wirkstoff abgestimmt sein. Kräuter sind über Online-Shops, Teegeschäften oder Apotheken erhältlich. Besonders wohltuend ist beispielsweise Kamillentee, Pfefferminz oder Schwarztee.

Weitere beliebte Kräuter sind etwa Baldrian (gegen Unruhe oder Schlafstörungen), Guarana (gegen Müdigkeit), Hopfen (gegen Angst und Unruhe), Thymian (gegen Magen-Darm-Beschwerden und Erkältungen), Rosmarin (gegen Herzbeschwerden) oder Salbei (gegen Entzündungen in den oberen Atemwegen).

Spezielle Verdampfer für Heilkräuter

Einfache Vaporizer kosten nicht die Welt und sind schon ab rund 50 Euro im Handel erhältlich. Meist besitzen Einsteigermodelle jedoch keine exakte Temperatur-Einstellung, sodass das Verdampfen von Heilkräutern meist einen unangenehmen Nebengeschmack verursacht. Ab 100 Euro sind die Geräte meist mit präzisen Temperatur-Einstellungen ausgestattet, auch lassen sie Temperaturen über 200 Grad Celsius zu, wodurch sie sich zum Verdampfen von Heilkräutern eignen. Speziell für den medizinischen Gebrauch konzipierte Verdampfer kosten jedoch weitaus mehr.

Diese Geräte bieten eine besonders akkurate Temperaturanzeige und ermöglichen das Verdampfen von größeren Mengen. Zum aktuellen Zeitpunkt besitzen nur wenige Vaporizer eine amtliche Zulassung oder TÜV-Zertifikation zur medizinischen Nutzung.