frau mit medikamenten
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Wer Schmerzen hat, der greift verständlicherweise zu Schmerzmitteln. Die gebräuchlichsten sind dabei Novalgin und Ibuprofen. Dabei fragen sich manche, wie viel Zeit zwischen der jeweiligen Einnahme vergehen muss und ob man die beiden Präparate nicht zusammen einnehmen darf. Wir liefern dir die Antworten.

Wie viel Zeit muss zwischen der Einnahme von Ibuprofen und Novalgin liegen?

Da es sich bei Novalgin um ein verschreibungspflichtiges Medikament handelt, solltest du das Präparat niemals ohne eine vorherige ärztliche Abklärung einnehmen. Auch wenn es grundsätzlich keine zeitliche Beschränkung zwischen der Einnahme von Ibuprofen und Novalgin gibt, solltest du vorher deinen Arzt oder Apotheker um Rat fragen. Denn im schlimmsten Fall kann die Einnahme von Novalgin zu einer lebensgefährlichen allergischen Reaktion führen.

Allergische Reaktion: Was ist das?

Kurz gesagt handelt es sich bei einer allergischen Reaktion um eine Überempfindlichkeit auf einen bestimmten Stoff, Medikament oder Reiz. In leichten Fällen kommt es zu Hautreaktionen, Übelkeit und Durchfall. In schweren Verläufen kann es aber eine sogenannte anaphylaktische Reaktion hervorrufen. Dabei handelt es sich immer um einen lebensbedrohlichen Zustand, der ohne fachliche Hilfe tödlich enden kann.

Bei diesem Medikament musst du zusätzlich vorsichtig sein

Auch bei der gleichzeitigen Einnahme von Ibuprofen und ASS musst du vorsichtig sein. Denn auch, wenn beide frei verkäuflich sind, können sie mitunter in Kombination schwere Schäden hervorrufen. Beide binden an die gleiche Bindungsstelle eines Enzyms. Daher verringert die Einnahme von Ibuprofen vor dem Wirkstoff ASS die Wirkung der ASS-Therapie. Deshalb sollte, um sicherzugehen, Ibuprofen erst zwei Stunden nach der Einnahme von ASS eingenommen werden.

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Ibuprofen und Novalgin: Das steckt hinter den Medikamenten

Werfen wir einen kurzen Blick auf die beiden Medikamente. Hierbei solltest du jedoch bedenken, dass du dich bei Fachfragen immer an deinen Arzt oder Apotheker wenden solltest.

Ibuprofen

Bei Ibuprofen handelt es sich um ein Schmerzmittel, das entzündungshemmend, schmerzlindernd und fiebersenkend wirkt. Dabei wird der Wirkstoff besonders oft bei Zahnschmerzen oder Kopfschmerzen eingesetzt. Ibuprofen kann in Form von Tabletten, Kapseln, Säften, Zäpfchen und Cremes bis zu einer bestimmten Höchstdosis rezeptfrei in jeder Apotheke gekauft werden. Mitunter kann Ibuprofen folgende Nebenwirkungen haben:

  • häufig: Sodbrennen, Übelkeit, Durchfall, Blähungen, Kopfschmerzen oder Schwindel
  • gelegentlich: Wasseransammlungen im Körper, Sehstörungen und Überempfindlichkeitsreaktionen
  • sehr selten: Agranulozytose (fast vollständiger Mangel an Granulozyten im Blut)

Außerdem kann Ibuprofen nicht von jedem eingenommen werden. Wer beispielsweise an COPD, einer Hypertonie oder Herzinsuffizienz leidet, der sollte auf die Einnahme verzichten. Weiterhin gibt es für den Wirkstoff eine maximale Dosierung, die in der Selbstmedikation nicht überschritten werden sollte. Diese liegt bei einem gesunden Erwachsenen bei 1200 Milligramm am Tag.

Novalgin

Hinter dem Medikament Novalgin verbirgt sich der Wirkstoff Metamizol. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein Schmerzmittel, welches zusätzlich über fiebersenkende und krampflösende Eigenschaften verfügt. Dabei ist die konkrete Wirkung von Metamizol noch nicht abschließend geklärt. Medikamente mit dem Wirkstoff Metamizol werden standardmäßig bei starken Schmerzen, Koliken oder hohem Fieber verabreicht. Novalgin kann in Form von Tabletten, Tropfen oder Zäpfchen verabreicht werden.

In Deutschland ist Novalgin verschreibungspflichtig, das bedeutet, dass die Anwendung vom Arzt angeordnete werden muss. Dementsprechend ist das Medikament auch nicht frei in der Apotheke verkäuflich. Dass Novalgin verschreibungspflichtig ist, hat seinen guten Grund. Denn das Medikament kann folgende Nebenwirkungen haben:

  • Agranulozytose
  • Allergische Reaktionen
  • Plötzlicher Abfall des Blutdrucks
  • Leberschädigungen
  • bei Asthmatikern kann es zu einem Asthmaanfall kommen

Auch der Patientenkreis, der das Präparat verträgt, ist eingeschränkt. So dürfen zum Beispiel Schwangere grundsätzlich keine Novalgin verabreicht bekommen.