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Der Trend zu intelligenten Uhren, sogenannten Smart Watches, ist kaum noch aufzuhalten. Immer mehr Menschen tragen die kleinen Computer am Handgelenk, die sehr viel mehr können als nur die Zeit anzeigen. Aber was können die Geräte denn nun wirklich alles? Und wie sinnvoll ist das Ganze?

Smartwatches zwischen analogem Design und digitaler Funktion

Zumeist verbinden Menschen mit dem Begriff „Smart Watch“ eine vollkommen digitalisierte Uhr, die nicht nur über eine Anzeige in Ziffernform verfügt sondern insgesamt eher an ein Smartphone erinnert – inklusive eingebautem Touch-Display. Dass das aber nicht unbedingt jedermanns Geschmack ist, haben die Hersteller mittlerweile begriffen. So verfügen etwa Garmin Uhren mittlerweile über ein quasi-analoges Design mit Zeigern und Ziffernblatt und können trotzdem deutlich mehr als nur die Zeit anzeigen. Auf kleinen Indikatoren bekommt der Träger beispielsweise Informationen zur am Tag zurückgelegten Strecke in Schritten oder zum Puls angezeigt.

Ganz klar: Smartwatchtes sind vor allem für Menschen interessant, die im Alltag viel aktiv sind oder zumindest aktiver werden wollen. Wer sich beispielsweise pro Tag zum Ziel setzt, eine bestimmte Anzahl Schritte zu laufen, um mehr Aktivität in seinen Alltag zu integrieren, der wird an Smartwatches seine helle Freude haben. Wer zudem regelmäßig aktiv Sport betreibt und beispielsweise joggen geht, für den sind die Uhren wie gemacht. Für eine optimale Fettverbrennung und das Verhindern von Überlastungssymptomen ist es wichtig, beim Sport nicht eine bestimmte Pulszahl zu überschreiten. Mit einem Blick auf die Smartwatch kann man sich demnach jederzeit versichern, dass man es aktuell nicht gerade übertreibt.

Für wen sind Smartwatches geeignet?

Natürlich kann man den kleinen Geräten auch einen gewissen Gadget-Charakter nicht absprechen. Nicht alle Träger einer Smartwatch dürften ambitionierte Läufer sein. Viele werden es auch einfach genießen, mit einem Blick auf die Uhr ein Stück gefühlte Kontrolle über das eigene Leben zurückerlangt zu haben. Wie viele Schritte habe ich heute schon zurückgelegt? Wie viele Höhenmeter? Solche Informationen müssen nicht immer unmittelbar relevant sein, und doch können sie eine gewisse Befriedigung zur Folge haben. Außerdem sind Smartwatches einfach cool und eignen sich, um jederzeit ein Gespräch zu initiieren – ob am Arbeitsplatz oder im privaten Umfeld.

Wer nach der exakten Funktion einer Smartwatch fragt, der weiß vermutlich ohnehin, wonach er sucht und wonach er nicht sucht. Es braucht nicht für jeden Kauf eine funktionale Rechtfertigung. Manchmal ist auch einfach der Genuss einer digitalen Erweiterung, das Gefühl der Teilhabe an technischen Entwicklung, ausschlaggebend für einen Kauf. Und warum sollte man dieses Gefühl jemandem verübeln? Smartwatches zeigen, was Technik heutzutage kann, verleihen ihrem Träger ein gutes Gefühl und sehen toll aus. Wer das mag, soll sie sich leisten.