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Das aus der Nutzhanfpflanze gewonnene CBD ist in vielen verschiedenen Darreichungsformen erhältlich. Eine der am häufigsten verkaufte Variante ist CBD in Form eines Öls. Aber auch CBD-Blüten gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Ein wenig übersehen wird oft das CBD-Gel, welches sich zum Kurieren von Verspannungen und anderen körperlichen Beschwerden verwenden lässt. Dabei stellt sich die Frage, was ein CBD-Gel alles leisten kann und in welchen Fällen es eine optimalere Alternative als andere Formen der Darreichung ist. Das folgende Porträt beleuchtet CBD-Gel mit all seinen spannenden Facetten.

CBD-Gel in zäher Konsistenz – warum die Viskosität bei der Anwendung entscheidend ist

Bei einem Gel handelt es sich um ein dispers gestaltetes System, welches sich aus zwei Komponenten zusammensetzt. Die mit Flüssigkeit gefüllten Poren des festen, schwammartigen Netzwerks speichern die Wirkstoffkomponenten und geben sie erst beim Auftragen auf die Haut an den Körper weiter. Ein großer Vorteil eines Gels ist, dass sich die flüssigen Bestandteile nicht so schnell verflüchtigen können, wie dies bei einer reinen Flüssigkeit der Fall ist. Daher bleiben die Wirkstoffe in ihrer konzentrierten Form bis zur Anwendung im Produkt selbst erhalten.

Durch die etwas dickere Konsistenz lässt sich CBD-Gel gezielter auf die zu behandelnden Stellen auftragen und punktuell in die Haut einarbeiten. Mit einem CBD-Gel ist es aufgrund dessen möglich, eine präzise Behandlung von Verspannungen und verschiedenen Schmerzen zu erreichen. Daher eignet sich CBD-Gel vor allem auch für die Anwendung bei Muskel- und Gelenkbeschwerden.

Was sich hinter einem CBD-Gel konkret verbirgt

Die Basis von CBD-Gel bildet Cannabidiol – der vielzitierte Auszug und ein Cannabinoid aus der weiblichen Nutzhanfpflanze. Damit das Cannabidiol bei Mensch und Tier eine Wirkung entfalten kann, sind die sogenannten CBD-Rezeptoren des Körpers erforderlich. Man nennt sie auch CB1- und CB2-Rezeptoren. Sie ergeben ein komplexes Endocannabinoid-System.

Neben dem Inhaltsstoff Cannabidiol sind in einem CBD-Gel üblicherweise weitere Inhaltsstoffe, die dem Körper guttun sollen, enthalten. Die Inhaltsstoffe werden von den Herstellern in aller Regel auf das beabsichtigte Ziel – die Entspannung des Körpers – abgestimmt. Besonders gut eignen sich für diesen Zweck Eukalyptus und Menthol, aber auch Nelke bzw. ein Extrakt aus der Chilipflanze. Der Chili-Auszug hat eine wärmende Wirkung, was sich ebenfalls entspannend auf die Muskulatur auswirken kann. Weiterhin kommen ätherische Öle zur Anwendung. Diese sind ebenso für den spezifischen Duft des CBD-Gels maßgeblich verantwortlich.

Bei der Anwendung zeigt sich das CBD-Gel daher zunächst mit einer wohltuenden Frische, welche nach dem Kontakt mit der Haut einen wärmenden Effekt hat. Über die Haut wird dieses Empfinden meist als belebend wahrgenommen.

Anwendungsbereiche von CBD-Gel

CBD-Gel lässt sich für eine Vielzahl von körperlichen Beschwerden anwenden, kann nachrangig aber auch auf die Psyche einen positiven Einfluss nehmen. Wer für lange Zeit einer Tätigkeit am Computer nachgeht, leidet möglicherweise unter Verspannungen der Nackenmuskulatur. Diese lassen sich ebenso wie muskulär bedingte Rückenschmerzen mit einem CBD-Gel gezielt behandeln.

Vor allem beim Sport werden die verschiedensten Muskelpartien großflächig beansprucht. Nicht selten ergibt sich – insbesondere bei untrainierten Personen – aus der sportlichen Aktivität heraus ein Muskelkater. Ein CBD-Gel kann die damit verbundenen Schmerzen lindern und dafür sorgen, dass der Muskelkater schnell wieder abklingt. Wer mag, kann das CBD-Gel daher auch präventiv noch vor dem Beginn der sportlichen Aktivität anwenden. CBD-Gel gilt bei solchen Beschwerden als recht effektiv, da es entzündungshemmende Eigenschaften haben soll. Aus diesem Grund lässt sich CBD-Gel ebenfalls bei Gelenkschmerzen anwenden.

Die aktuelle Sachlage zu einer positiven Wirkung ist noch nicht zu 100 Prozent gesichert. Das bedeutet, dass sich die volle Wirksamkeit bislang durch keine Studien bestätigen lässt. Betroffene sind mitunter ebenso auf der Suche nach einem Mittel, welches effektiv gegen Arthrose wirkt. CBD-Gel kann grundsätzlich auch hierbei verwendet werden, jedoch liegen hierfür ebenfalls noch keine abschließenden Ergebnisse vor. Insgesamt lässt sich aber festhalten, dass CBD-Gel wie alle anderen CBD-Produkte auch, stets komplementärmedizinisch genutzt wird. Eine schulmedizinische Behandlung kann auch CBD-Gel nicht ersetzen, sie aber lösungsorientiert ergänzen.

So lässt sich CBD-Gel anwenden

Wer Interesse an einer Anwendung hat, kann diversen Online-Shops von verschiedenen Herstellern oder direkt in vielen Apotheken CBD-Gel erwerben. Je nachdem, welche Bereiche mit einem CBD-Gel behandelt werden sollen: Es lässt sich per Selbstmassage oder im Rahmen einer Anwendung durch eine andere Person sanft in die Haut einmassieren. Dafür wird die gewünschte Menge entweder auf die betroffene Körperpartie oder auf den Finger bzw. die Handfläche aufgetragen. CBD-Gel zieht schnell in die Haut ein und lässt sich zusätzlich vorsichtig in die Haut einklopfen. Da die Konsistenz zäh ist, tropft in der Regel nichts, was das CBD-Gel auch unterwegs und auf Reisen zu einer praktischen Lösung macht.

Darüber hinaus bleibt die Häufigkeit der Anwendung jedem selbst überlassen. Viele von muskulären Beschwerden betroffene Personen wenden CBD-Gel ein- bis zweimal täglich an. Alternativ hierzu kann die Anwendung aber auch erst dann erfolgen, wenn akut Beschwerden auftreten. Es ist ratsam, die Menge und Häufigkeit vom eigenen Empfinden abhängig zu machen. In jedem Fall sollte es aber vermieden werden, das Gel mit einer offenen Wunde in Kontakt zu bringen. Durch Inhaltsstoffe wie Chili bzw. Menthol kann die Wundheilung anderenfalls beeinträchtigt werden. Außerdem ist der Kontakt mit Schleimhäuten bzw. mit den Augen zu vermeiden. Nach der Anwendung empfiehlt sich eine gründliche Reinigung der Hände, um Menthol, Eukalyptus, Chili & Co. zu entfernen.

Sehr geringer Anteil von THC in CBD-Gel

Der in CBD-Gel enthaltene Anteil der psychoaktiven Substanz THC ist üblicherweise ausgesprochen gering. Meist liegt er noch unter 0,01 Prozent, wobei in Deutschland grundsätzlich maximal 0,2 Prozent THC in CBD-Produkten gestattet ist. Da sich im CBD-Gel lediglich THC-Spuren befinden, braucht man durch dessen Anwendung keine berauschende Wirkung fürchten. Daher ist der Kauf legal.