© fotolia.com - Look!

Eine Weile lang galt Samt als beinahe überzogen luxuriöses Material, das man zu herkömmlichen Anlässen kaum tragen wollte. In den vergangenen Jahren gab es aber mittlerweile mehr als ein Samt-Revival – und die Designer fangen an, den Stoff auch in schöner Alltagskleidung einzuarbeiten. Dieser Artikel widmet sich dem Trendstoff Samt und beleuchtet aktuelle Mode.

Wie man heute Samt trägt

Samt wird aktuell in den unterschiedlichsten Formen und Farben verarbeitet. Einen Überblick über die verschiedenen Modelle findet man unter anderem mit einem Blick auf die Samt-Trends bei Peek&Cloppenburg. Dort wird auch gleich ersichtlich: Samt taugt nicht nur auf edlen Abendkleidern, sondern wird auch für Hosen oder Blazer verarbeitet. Damit bekommen diese etwas üblicheren Schnitte einen kleinen, luxuriösen Anstrich. Besonders gut kommt der Stoff natürlich in außergewöhnlichen Farben zur Geltung. Im vergangenen Jahr war vor allem das Altrosa sehr beliebt, das auch unter dem Namen „Blush Velvet“ bekannt ist. Beliebt sind auch Schwarz oder tiefe Blautöne wie etwa das Kobalt-Blau.

Samt kann zu allen möglichen Styles kombiniert werden. Es funktioniert sowohl gut mit Jeans als auch mit Leder oder Cord. Es ist kein Wunder, dass Samt gerade jetzt wieder beliebter wird. Luxuriöse Styles sind wieder im Trend, ähnlich verhält es sich mit einer bereits längere Zeit anhaltenden Vorliebe der Designer für Gold und Silberschmuck. Auch diese beiden Materialien waren noch bis vor wenigen Jahren geradezu verpönt. Nun kommen sie wieder und gelten einmal mehr als Ausdruck von Stilbewusstsein und Eleganz.

Samt spielt hier allerdings eine ganz besondere Rolle, denn dieser Stoff ist bereits seit dem Mittelalter bekannt. Damals wurde Samt noch aus Seide gefertigt. Heute bestehen Textilien aus Samt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Baumwolle oder Chemieseide.

Woher kommt Samt und wie wird es hergestellt?

Samt entsteht, indem in ein bestimmtes Grundgewebe ein darüber liegendes Fadensystem eingearbeitet wird, ähnlich wie bei Plüsch oder Velours. Im Gegensatz zu diesen beiden Stoffen ist bei Samt die Fadenlänge jedoch äußerst kurz. Bei der Herstellung von Samt wird eine Fadenlänge von einem bis maximal zwei Millimetern verwendet. Dadurch bekommt der Samt seine eigenwillige Struktur: Er ist sanft, fühlt sich aber gleichzeitig auch irgendwie hart an. Durch die kurze Fadenlänge wirkt Samt auch ganz besonders gut in speziellem Licht: Er schimmert, je nachdem, wie die Fäden liegen.

Träger von Samt werden bemerken, dass feinste Berührungen des Samtstoffes zur Folge haben können, dass sich das Gewebe in seiner Struktur verändert. Je nachdem, ob der Stoff mit dem Strich oder gegen den Strich gedrückt wird, wirkt er dunkler oder heller – aber nie unharmonisch. Das ist das Geheimnis des Samts und verleiht diesem Textil seine einzigartige Aura.