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Immer mehr Menschen entdecken die Nachhaltigkeit für sich – sei es aus Gründen des Klimaschutzes oder einfach, weil es ihnen Spaß macht. Ein sehr einfacher Weg, das Klima zu schützen und gleichzeitig ein bisschen Abwechslung in den Alltag zu bringen, ist das Selbermachen von vielerlei Haushaltsprodukten. Dieser Artikel zeigt, wie das funktionieren kann.

Wie man ein Seifensäckchen selber macht

Seifensäckchen sind ein praktischer Helfer im Alltag. Die aus groben Garn hergestellten Säckchen werden benutzt, um ein Stück Seife darin einzupacken. Damit gelingt ein besserer Abrieb, der dafür sorgt, dass die Seife kräftig schäumt. Mit einem Seifensäckchen und einer selbst gemachten Seife kann man weitgehend auf Plastikverpackungen von Duschbädern verzichten und hat außerdem ein echt handgemachtes Pflegeprodukt zu Hause. Ursprünglich wurden die Säckchen hergestellt, damit einem die Seife beim Waschen nicht aus der Hand rutscht. Für das Stricken eines Seifensäckchens eignet sich Topflappenwolle. Ein gut gemachtes Seifensäckchen hält jahrelang und kann immer wieder neu „bestückt“ werden. Nachhaltiger geht es nicht.

Tees einfach selbst herstellen

Ein weiteres Naturprodukt, das man ganz einfach in Eigenregie herstellen kann, ist Tee. Natürlich keinen schwarzen Tee, dazu müsste man auf die Teepflanze zurückgreifen. Die allermeisten Kräutertees, die man hierzulande im Laden kaufen kann, lassen sich jedoch problemlos selbst machen. Dazu braucht es zuweilen nicht einmal einen eigenen Kräutergarten. Viele Kräuter, die auf Wildwiesen wachsen, eignen sich gut zum Herstellen eines Tees – unter anderem die Brennnessel. Wichtig: Kräuter von der Wiese müssen immer kräftig abgewaschen werden. Leider gibt es nur noch wenige Wiesen, die nicht in unmittelbarer Nähe zu einer Straße liegen.

Und auch der Fuchsbandwurm, der sich an allen Pflanzen niederlassen kann, die ungefähr auf Knöchelhöhe wachsen, ist nicht zu unterschätzen. Natürlich kann man Teekräuter wie Pfefferminze, Zitronenmelisse oder Salbei auch selbst anbauen. Nachdem die Blätter gewachsen sind, muss man sie ernten und trocknen. Anschließend können sie gehäckselt werden. Gelagert wird der selbst gemachte Tee am besten in einer dunklen und fest verschlossenen Verpackung, etwa einer Dose. So konserviert hat man jahrelang Freude am selbst gemachten Tee. Obendrein verzichtet man mit einem frischen Aufguss auf die Verpackung, die üblicherweise bei Tee anfällt – und spart auch noch Geld.

Nachhaltiger leben durch Verzicht

Seit einiger Zeit hat auch die Industrie den Nachhaltigkeitstrend erkannt und versucht den Verbrauchern Produkte zu verkaufen, mit denen sie Verpackungen sparen können. Das funktioniert zwar zum Teil, ist aber auch paradox: Denn Nachhaltigkeit bedeutet in erster Linie, Vorhandenes besser zu nutzen und insgesamt weniger zu kaufen, damit weniger hergestellt werden muss. Wer nachhaltig leben will, sollte bei Angeboten, die selbiges versprechen, immer skeptisch sein. In vielen Fällen wird schlicht versucht, den Verzicht zu kapitalisieren.