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In einem schön sauberen Heim fühlt man sich rundum wohl. Hier verbringen Sie gerne Zeit mit den Liebsten, alleine oder mit den Nachbarn. Dabei ist natürlich wichtig, dass alles schön aufgeräumt ist. Denn durch eine gewisse Ordnung kehrt auch die Gemütlichkeit in die heimischen vier Wände ein. Ebenso wichtig ist auch Sauberkeit. Sorgen Sie für einen sauberen Untergrund – und haben Sie auch immer die Fenster im Auge. Denn von Zeit zu Zeit müssen diese geputzt werden.

Vor allem nach eine starken Gewitter oder Regenschauer zeigen sich ansonsten Wasserablagerungen und Tropfen auf der Oberfläche. Auch lagern sich auf den Scheiben mit der Zeit Staub und andere Verschmutzungen an. Spätestens dann ist es nötig, tätig zu werden. Doch beim Fenster putzen gibt es einiges zu beachten. Denn wer hier nicht mit der nötigen Sorgfalt, mit falschen Mitteln oder mit einer ungeeigneten Technik zu Werke geht, der erreicht keine optimalen Ergebnisse.

Wie Sie Ihre Fenster richtig putzen erfahren Sie im folgenden Artikel. Hier erhalten Sie wichtige Tipps und Tricks, sodass Sie schon bald wieder einen sauberen Durchblick durch Ihre Fenster genießen.

Fenster putzen: Das passende Zubehör verwenden

Beim Fenster putzen sind zunächst die richtigen Hilfsmittel wichtig. Diese sind in vielen Haushalten zu finden. Wer die Ausrüstung nicht vorrätig hat, der schaut sich in einem Baumarkt um. Dabei ist es gar nicht unbedingt nötig, auf professionelle Dampfreiniger zuzugreifen, wie sie viele Profis verwenden. Schon standardmäßige Helfer für den Hausputz sind nützlich. So können Sie einen Besen heranziehen, um das Glas vom groben Dreck zu befreien. Damit beseitigen Sie zum Beispiel:

  • Pollen
  • Staub
  • Spinnweben

Ein Helfer aus der Küche ist ebenso praktisch, der Küchenschauber. Damit lösen Sie beispielsweise Hinterlassenschaften von Vögeln oder Fliegen ab. Wichtig ist dabei, dass Sie die Klinge des Gerätes breitflächig aufsetzen. Wer hier flach arbeitet, der geht das Risiko ein, Kratzer zu erzeugen. Ein Abzieher darf ebenso nicht fehlen. Spezielle Modelle haben sogar noch einen Fenstersauger oder -wischer. Dieser wird benötigt, um das Glas auf schnell und einfache Art und Weise trocken zu bekommen.

Damit die Scheibe auch herrlich glänzt, verwenden Sie ein Mikrofasertuch. Damit wird die Scheibe nachpoliert. Das Tuch sollte trocken und fusselfrei sein. Alternativ zum Mikrofasertuch bieten sich auch Baumwolltücher an. Spezielle Fensterleder sind ebenfalls eine weit verbreitete Option.

Hausmittel zum Fenster putzen

Was schon in früheren Zeiten immer geholfen hat, ist auch heute noch aktuell. Daher sind manche Hausmittel verlässliche Klassiker, wenn es um das Fenster putzen geht. Sie ersetzen Fensterreiniger mit chemischen Anteilen und erzielen gute Ergebnisse. Weitere Pluspunkte: Sie schonen bei der Anwendung die eigenen Gesundheit und belasten nicht die Umwelt. Außerdem ist es möglich, mit den Hausmitteln ganz einfach Geld einzusparen. Spülmittel ist hier eine gute Wahl. Denn das ist wohl in so gut wie jedem Haushalt verfügbar. Sie vermischen ein paar Tropfen Spülmittel in einem Eimer mit lauwarmem Wasser, sodass sich Schaum bildet.

Mithilfe eines weichen Schwamms können Sie nun das Glas reinigen. Statt eines Schwamms ziehen viele Experten auch einen Einwascher heran. Dabei handelt es sich um ein spezielles Modell für die Reinigung der Fenster. Vor allem professionelle Gebäudereiniger setzen auf diese Variante. Essig gilt als Alleskönner unter den Hausmitteln. Kein Wunder also, dass er auch beim Fenster putzen Verwendung findet. Denn mit Essig bekommen Sie Kalkflecken spielend leicht in den Griff. Diese treten vor allem in der feuchten Umgebung des Badezimmers häufig auf.

Sie spritzen einfach ein wenig Essig in das Putzwasser und tragen es auf die Scheiben auf. Dabei hat Essigwasser einen weiteren Vorteil: Es wirkt nicht nur zuverlässig gegen Kalk, sondern beendet auch Schlierenbildung auf dem Glas. So scheint die Oberfläche auch bei starker Sonne wunderschön. Außerdem ist Essig auch sehr günstig in der Anschaffung. Wer Essig verwendet, der schont die Natur. Glasreiniger kommt zum Einsatz, wenn die Verschmutzung besonders hartnäckig ist. Denn mit diesem Mittel fällt die Arbeit leichter. Daneben hat sich auch Spiritus als sehr wirksam erwiesen.

Wichtig ist, dass Sie bei der Anwendung Handschuhe tragen. Denn Spiritus sorgt bei Kontakt für ein Austrocknen der Haut. Auch ist unangenehme Geruchsbildung zu erwarten. Ein echter Geheimtipp ist Salmiakgeist. Einfach einen Schuss davon ins Reinigungswasser und schon haben Sie einen zuverlässigen Schmutzentferner. Das Mittel wirkt übrigens auch gegen diverse andere Flecken auf verschiedenen Untergründen.

zubehör zum fenster putzen
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Die richtige Vorgehensweise

Bevor Sie sich daran machen, die eigentliche Glasscheibe des Fenster zu putzen, nehmen Sie sich zunächst die Fensterbank und den Rahmen vor. Sie kehren diese Bereiche zunächst ab und wischen sie dann mit einem Schwamm und warmem Wasser. Danach werden der Rahmen und das Fensterbrett abgetrocknet. Für die Säuberung des Glases verwenden Sie am besten neues Wasser. Sie entsorgen das genutzte und waschen bei der Gelegenheit auch den Schwamm oder das Tuch grundlich aus. Füllen Sie den Eimer mit lauwarmem Wasser und wählen Sie als Reinigungsmittel zum Beispiel einen Spritzer Essigessenz oder ein wenig Essig.

Nun können Sie sich daran machen, die Scheibe abzuwischen. Dabei gehen Sie von oben nach unten und von links nach rechts vor. Wenn sich noch einige kleine Verschmutzungen nach dieser Behandlung auf der Fensterscheibe zeigen, waschen Sie alles aus und starten einen weiteren Durchgang. Danach sollten Rückstände und Verschmutzungen entfernt sein. Jetzt ist vor allem die Nachbehandlung des Glases von entscheidender Bedeutung. Sie sollten möglichst schnell tätig werden: Ziehen Sie den Bereich mit einem Abzieher in vertikaler oder in horizontaler Ausrichtung ab.

Dabei ist wichtig, dass Sie immer wenn Sie mit dem Abzieher am Rahmen des Fenster angelangt sind, ein fusselfreies Tuch zur Hand nehmen. Damit wischen Sie die Unterseite des Abziehers – die sogenannten Lippe – trocken. Haben Sie den gesamten Bereich des Fensters abgezogen und so die Feuchtigkeit entfernt, nehmen Sie sich die weniger leicht zugänglichen Bereiche des Glases vor. In den Ecken befinden sich häufig noch feuchte Stellen. Diese erreichen Sie am besten mit einem Fensterleder oder einem Tuch aus Mikrofaser.

Damit wischen Sie diese Ecken vorsichtig trocken. Wenn am Anschluss daran, ein paar Schritte zurücktreten, können Sie das Fenster begutachten. Sind noch Schlieren auszumachen? Dann nehmen Sie noch einmal das Fensterleder zur Hand und polieren Sie diese einfach weg.

Weitere Tipps und Tricks

Es gibt einige Tipps und Tricks, die beim Fenster richtig putzen zu den Basics gehören. Grundsätzlich sollten Sie beachten, dass Sie Ihre Fenster am besten niemals bei direkter Sonneneinstrahlung säubern. Die heißen Strahlen haben zur Folge, dass die Feuchtigkeit auf dem Glas innerhalb von kurzerzeit wegtrocknet und dabei unschöne Schlieren hinterlässt. Daher empfiehlt es sich, im Sommer am besten früh am Vormittag oder spät am Nachmittag durchzuführen. Denn in dieser Zeit ist es meistens milder. Sie haben somit auch genügend Zeit, das Wasser vom Putzen selbst wegzuwischen.

So kann die Hitze es nicht verdunsten lassen. Denn dadurch kommen die Streien zustande. Wer im Winter die Fenster richtig putzen will, der sollte sein Putzwasser mit einem Spritzer Frostschutzmittel verdünnen. Denn dadurch verhindern Sie, dass das Wasser auf dem Glas anfriert. Dies geschieht bei Temperaturen, die geringer sind als null Grad, und hat ebenso Schlierenbildung zur Folge.

Achten Sie beim Putzen auf die richtige Reihenfolge

Die richtige Reihenfolge ist beim Fenster richtig sehr wichtig. Denn wer den Fensterrahmen zunächst ausläst, der bekommt beim nächsten Regen die Quittung: Der Schmutz des Rahmens löst sich und verteilt sich auf der sauberen Scheibe. Sie müssen nun die Schmutzstreifen aufs Neue entfernen. Und auch in Bezug auf die Ausrüstung ist ein Tipp beim Fenster richtig putzen zu beherzigen. denn wichtig ist zudem, dass die Lappen, die Sie beim Reinigen der Fenster heranziehen, keine Seifenreiste aufweisen. Hier ist sparen unangebracht: Greifen Sie am besten zur Neuware.

Ansonsten gilt: Niemals sollten die Tücher für den Fensterputz mit Weichspüler gewaschen werden. Auch ist wichtig, das Waschmittel nach jedem Waschvorgang mit klarem Wasser gründlich abzuspülen. Auf diese Art und Weise werden sämtliche Rückstände des Mittels aus dem Tuch entfernt.

Wie oft sollten Sie Ihre Fenster putzen?

Beim jährlichen Frühjahrsputz darf das Säubern der Fenster natürlich nicht fehlen – das ist weit verbreitete Tradition. Das bedeutet aber nicht, dass Sie den Rest des Jahres über einen großen Bogen um die Fenster machen. Denn vor allem in der wärmeren Jahreszeit werden die Gläser durch Ablagerungen von Pollen und Staub stark verschmutzt. In der Herbstzeit und im Winter belastet das unschöne Wetter die Fenster. Außerdem lassen Abgase Rückstände zurück – in Form eines staubigen Films.

Familien mit Kindern stehen noch vor einem weiteren Problem: Hier sind an den Fenstern immer mal wieder fettige Abdrücke von keinen Kinderhänden zu entdecken. Deswegen reicht es nicht aus, nur einmal im Jahr das Fenster zu putzen. Planen Sie lieber etwa alle drei Monate einen Durchgang ein. Dann können Sie sich stets über herrlich klare Fenster freuen.