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Warum sollten Frauen beim Thema Geld anders vorgehen als Männer? Die Frage ist leicht beantwortet: Beim Geldanlegen kommt es nicht nur auf ein formales Ziel, sondern auch auf den individuellen Charakter und einige psychologische Merkmale des Anlegers an.

Frauen sind diesbezüglich zwar nicht pauschal anders, aber statistisch gesehen doch häufiger ein anderer Anlegertyp als Männer. Dieser Text zeigt, inwiefern das der Fall ist und welche Geldanlageoptionen deswegen für Frauen interessant sein könnten.

Die moderne Frau und die finanzielle Unabhängigkeit

Früher waren die gesellschaftlichen Verhältnisse geregelt: Eine Frau muss früher oder später einen passabel verdienenden Mann heiraten. Er diente ihr als Altersvorsorge. Heute hat sich die gesellschaftliche Struktur verändert. Frauen sind selbstständig und unabhängig – und möchten das auch sein.

Darüber hinaus sind Beziehungen und Ehen lange nicht mehr so stabil wie in vergangenen Tagen, was auch damit zusammenhängt, dass nicht mehr jede Partnerschaft unbedingt aufrechterhalten werden muss, weil sonst einem Menschen der finanzielle Ruin droht. Trotz dieser emanzipierten Verhältnisse sind Frauen und das Thema Geldanlage nicht allzu gut miteinander vertraut.

Viele Frauen scheuen sich noch davor, dieses Thema anzugehen, sie betrachten die Finanzen als ‚Männersache‘. Das kann ein fataler Fehler sein. Eine Partnerschaft ist keine Wertanlage. Er wirft keine verlässlichen Gewinne ab und kann nicht als garantierte Altersvorsorge herhalten. Grund genug also, sich mit dem Thema ausgiebig auseinanderzusetzen, um eine echte finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen.

Geld und Status, Jobs und Anerkennung

Es gibt einen einfache Grund, warum Männer sich häufiger und ausgiebiger mit Themen rund um das Geld beschäftigen: Für sie ist der Job und das Einkommen in deutlich größerem Maße entscheidend für den gesellschaftlichen Status. Was ein Mann für ein Berufsprestige hat und wie viel er verdient, entscheidet relativ unmittelbar darüber, wie er von anderen wahrgenommen wird – auch von Frauen.

Aus diesem Grund neigen Männer häufiger dazu, risikobehaftete Geldanlageoptionen zu favorisieren. Sie betrachten eine Geldanlage seltener als Sicherheit, sondern als Möglichkeit für ein finanzielles Plus, das ihnen zusätzlichen Status verleihen kann. Für Frauen soll eine Geldanlage meistens eher sicher und stabil sein. Schon aus diesem Grund empfehlen sich für Frauen und Männer unterschiedliche Anlagestrategien.

Männer haben zum Beispiel eine Vorliebe für eher spekulative Finanzprodukte wie Aktien oder Derivate. Davon erhoffen sie sich schnelle Gewinne. Frauen planen lieber langfristig und wollen kein Finanzprodukt, auf das sie ständig ein Auge haben müssen.

Welche Geldanlagen eignen sich für Frauen?

Eine ideale Anlagemöglichkeit für Frauen sind Fonds. Fonds bieten eine ziemlich einzigartige Mischung aus Flexibilität und Sicherheit und brauchen relativ wenig Zutun, um einen vergleichsweise stabile Rendite abzuwerfen. Ein Immobilienfonds erzeugt beispielsweise nach wie vor gute Renditen und ist durch seinen Aufbau mit nur wenig Risiko behaftet.

Einige Finanzinstitute geben beim Verkauf von Immobilienfonds sogar Garantien, dass diese mindestens die eingezahlte Menge Geld beim Verkauf wieder hergeben, dass also unter keinen Umständen ein Verlustgeschäft droht. Fonds können flexibel gestaltet werden. Entweder lässt man eine größere Summe Geld für sich arbeiten und kauft per Automatismus von der Rendite wiederum neue Fondsanteile – dann ‚wächst‘ der Fonds langsam – oder man erstellt einen Sparplan.

Der könnte beispielsweise so aussehen, dass eine feste Summe Geld monatlich in den Immobilienfonds wandert. Hierfür ein Sparziel festzulegen braucht keine große Mathematik: Eine Excel-Tabelle, die mit den entsprechenden Daten über die zu erwartende Rendite und die zur Verfügung stehende Geldmenge gefüttert wird, kann eine gute Prognose darüber abgeben, wie viel Geld der Fonds zu einem bestimmten Zeitpunkt voraussichtlich hergeben wird.

Auf diese Art und Weise kann entweder auf finanzielle Ziele wie beispielsweise ein Eigenheim gespart werden, oder die Altersvorsorge besteht aus einer Zielsumme, die ab einem bestimmten Jahr zur Verfügung stehen soll. So einfach kann eine ‚Männersache‘ sein.