Die Legende besagt, dass Sandwich habe der britische Staatsmann John Montagu, Earl of Sandwich erfunden. Weil er ein passionierter Kartenspieler gewesen sein soll, fand er während des Spielens keine Zeit für eine ‚richtige‘ Mahlzeit, und ließ sich sein Essen gebündelt zwischen zwei Brotscheiben servieren.

Das hätte bei seinen Mitspielern Anklang gefunden. Ob wahr oder nicht: Die einfach geniale Sandwich-Form ist heute in aller Welt bekannt. Und je nachdem, wo man is(s)t, landen andere, leckere Zutaten zwischen den zwei klassischen Brotscheiben.

American Style Sandwich

Am beliebtesten ist das Sandwich mittlerweile in den USA. Dort besteht ein richtiges Sandwich aus zwei Weißbrotscheiben, die erst belegt und dann diagonal geteilt werden. Zwischen die Hälften kommt je nach Region eine ganze Menge, mindestens aber Salat, Tomate, Käse und selbstverständlich die legendäre amerikanische Sandwich-Sauce, die in der Regel eine etwas abgeänderte Mayonnaise ist.

Je nach Ort werden auch andersartige Gerichte als „Sandwich“ verkauft, beispielsweise in Philadelphia: Hier kann man allerorten das bekannte „Philly Cheese Steak Sandwich“ kaufen, dass zu großen Teilen aus Käse, Zwiebeln und gebratenem Hackfleisch besteht. Mit einem klassischen Sandwich hat diese Zubereitung kaum noch etwas zu tun, das Ergebnis erinnert eher an etwas, was man hierzulande Döner nennen würde.

Classic American Sandwich: Nur echt mit Sandwichmaker

Für die authentische Sandwich-Erfahrung gehört das passende Gerät einfach dazu. Mit einem Sandwichmaker wird die Zubereitung verschiedenster Sandwiches nicht nur leichter, sondern bekommt auch ihre typische Ästhetik: Die Backform brennt sich leicht auf das Brot ein und hinterlässt die bekannten Spuren, die das Sandwich so richtig schön schmackhaft aussehen lassen.

Sandwiches aus Asien

Doch auch weit weg vom Mutterland des Fastfoods sind Sandwiches durchaus beliebt. Unter Umständen tragen sie hier bei den Einheimischen aber andere Namen. Statt wie in Amerika aber in Richtung einer vollwertigen Mahlzeit entwickelt zu werden, gelten in Asien Speisen mit getoastetem Brot aber in der Regel eher als Beilage. Ein Beispiel ist hierfür das „Kaya Toast“, das in Malaysia und Singapur serviert wird.

„Kaya“ ist eine Mischung aus Eiern und Kokosnüssen, die wie eine Marmelade verarbeitet und auf die Brothälften gestrichen wird. Das Rezept hat hier auch eine Einwanderungsgeschichte: Viele Chinesen, die später in Malaysia siedelten, arbeiteten als Köche auf den Schiffen der britischen Kolonialisten. Dort lernten sie das Sandwich kennen, das die Briten zum Frühstück gern mit Marmelade aßen.

Als sie sich niederließen, ersetzten sie die britische Süßspeise mit ihrer eigenen Variante. Das Sandwich mit dem speziellen Aufstrich wird – typisch für den asiatischen Kulinarraum – mit Sojasauce und weißem Pfeffer abgeschmeckt. Wer es richtig traditionell mag, reicht dazu außerdem ein oder zwei weichgekochte Eier. In Malaysia wird dieser Snack gern zu einer Tasse Kaffee serviert.