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Gartenfreunde kennen das: Gerade wenn die kalte Jahreszeit so richtig ihren Höhepunkt erreicht hat, können sie an nichts anderes mehr denken als den eigenen Garten. Fürs bald kommende Frühjahr muss am besten bereits alles vorbereitet sein: Was will ich anpflanzen? Was muss noch erledigt werden? Dieser Artikel zeigt, welche Trends Pflanzenfreunde im kommenden Jahr erwarten – und schafft Inspiration für die nicht mehr allzu ferne Saison.

Nachhaltiger Anbau – Am Besten im eigenen Garten?

In den vergangenen Jahren zeichnete sich ein immer stärkerer Trend zum eigenen Anbau von Obst und Gemüse ab, der mit dem sogenannten „Urban Gardening“ zuweilen sogar die Großstädte erreicht hat. Ein gestiegenes Umweltbewusstsein und das Misstrauen gegenüber der industriellen Nahrungsmittelproduktion veranlasst viele Menschen dazu, zumindest teilweise wieder zum Selbstversorger zu werden.

Wer über einen Garten oder einen Balkon verfügt, kann das bereits mit recht einfachen Mitteln erreichen. Es schadet jedoch nicht, bereits am Anfang des Jahres die nötigen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Erntejahr zu schaffen. Tomatenpflanzen brauchen beispielsweise spezielle Töpfe mit einer Klettervorrichtung, an der sie entlangwachsen können. Kürbispflanzen wiederum brauchen viel Platz am Boden.

Ein Tipp, der sich darüber hinaus in jeden Gartenratgeber finden lässt: Um den optimalen Standort für eine Pflanze zu bestimmen lohnt es sich, anhand des Einfallswinkels der Sonne bereits im Winter zu schätzen, wie viel Licht ein bestimmtes Plätzchen im Sommer abbekommen wird. Manche Pflanzen brauchen davon so viel wie möglich, andere mögen es lieber schattig. Wenn das Frühjahr dann mit den ersten Plusgraden lockt, ist das Feld bestenfalls schon perfekt abgesteckt und wartet auf frische Samen.

Wenig Platz zur Verfügung? Ein vertikaler Garten könnte Abhilfe schaffen

Gerade in Kleingärten oder auf minimalen Balkonflächen haben Hobbygärtner oft das Problem, dass für ihre Pflanzenwünsche wenig Fläche zur Verfügung steht. Ein brandneuer Trend aus dem Gärtnerbereich hat sich genau diesem Problem verschrieben. Er hört auf den Namen „vertikale Gärten“. Dahinter verbirgt sich die Idee, dass sich Anpflanzungen auch an vertikal an einer Wand entlang vornehmen lassen, statt dafür nur die Bodenfläche zu nutzen.

Stabilität erreichen diese Konstrukte meist über Holzlatten oder spezielle Matten, in denen die Pflanzen platziert werden. Meist ist darin auch ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem eingebaut. Gerade für sonst recht nüchterne Balkonwände ist dieses Konzept ideal. Es eignet sich nicht nur zum Anbau von Kräutern sondern kann auch mit einer großzügigen Bepflanzung zur Verbesserung der Luft beitragen.

Viele moderne Unternehmen nutzen das Konzept des Vertical Gardening deswegen bereits auch in Innenräumen. Besonders umweltbewusste Gärtner nutzen für ihren vertikalen Garten  am besten gleich ein paar alte Paletten oder Holzmöbel, für die sie ohnehin keine Verwendung mehr haben. Dann ist der Garten nicht nur schön und gesund, sondern auch eine optimale Zweitverwertung von natürlichen Rohstoffen.