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Selbst in Zeiten erneuerbarer Energien ist Erdgas ein beliebter Rohstoff in deutschen Wohnungen. Das liegt auch daran, dass Kochen und Heizen mit Gas effizient und vergleichsweise umweltschonend ist. Nichtsdestotrotz möchte auch die Gasrechnung bezahlt werden – und die kann bei falscher Handhabung richtig teuer werden. Wer seine Kosten dabei langfristig senken möchte, kann mit ein paar wenigen Tricks nachhelfen.

1. Anbieter vergleichen und wechseln

Ähnlich wie auf dem Strommarkt gibt es auch auf dem Markt für Erdgas sehr viele verschiedene Anbieter pro Region, die ständig miteinander konkurrieren und demnach ihre Tarife und Preise anpassen. Es lohnt sich daher durchaus, regelmäßig zu überprüfen, ob der aktuelle Tarif noch der günstigste ist, der in der eigenen Region verfügbar ist.

Das funktioniert komfortabel beispielsweise mit einem Gaspreisvergleich über Verivox.de. Hier genügt die Angabe der Postleitzahl und die Quadratmeterzahl der Wohnung oder der ungefähre Verbrauch pro Jahr, um eine Übersicht über mögliche Tarife und deren Preise zu erhalten. Auch der Wechsel selbst kann oft sofort online durchgeführt werden.

2. Richtig heizen

Richtiges Heizen kann einen enormen Unterschied bei den Gaskosten machen. Beispielsweise kann es schon einen großen Effekt erzielen, wenn die Heizkörper in der gesamten Wohnung von eventuellen Hindernissen befreit werden. Sie sollten in einem Umkreis von einem Meter möglichst frei stehen. Vorhänge, Möbelstücke oder andere Gegenstände, die die Wärmeabgabe blockieren, sollten nach Möglichkeit entfernt werden, um die Effizienz der Heizkörper zu erhöhen.

Darüber hinaus macht es auch einen Unterschied, wie oft die Heizung angestellt wird. Oft wird angenommen, dass man am meisten Energie spart, wenn man die Heizung nur oft genug ausstellt – beispielsweise beim kurzfristigen Verlassen der Wohnung. Das ist aber nur bedingt richtig. Wer täglich nur für einige Stunden nicht zu Hause ist, sollte die Heizung auf kleiner Stufe weiterlaufen lassen. Das verhindert ein Auskühlen der Wände und spart im Umkehrschluss, da für ein neuerliches Hochheizen nicht mehr so viel Energie benötigt wird.

3. Heißwassertemperatur regulieren

Wer über einen Gaserhitzer für das Warmwasser verfügt, kann an diesem Gerät in den meisten Fällen einstellen, welche Temperatur das Wasser haben soll. Häufig ist diese viel zu hoch eingestellt. Die Höchsttemperatur des Wassers wird sowohl beim Duschen als auch beim Putzen oder Kochen kaum benötigt. Wer hier bereit ist, die Temperatur um einige Grad herunterzuregeln, kann über das ganze Jahr kräftig Geld sparen.

Moderne Thermen bieten meist auch einen sogenannten „Öko“-Modus an, bei dem das Wasser nur zu Spitzenzeiten stark erhitzt wird, und ansonsten lauwarm bleibt. Noch besser ist es natürlich, wenn man die Wassererhitzung streng nach seinem eigenen Tagesablauf plant und beispielsweise während der Arbeitszeit unter der Woche gänzlich auf das Erwärmen verzichtet.