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Auch wenn eine Haartransplantation ein vergleichsweise harmloses Unterfangen ist, scheuen sich viele Menschen noch immer davor. Eingriff? OP? Das klingt nach Schmerzen oder unangenehmen Nebenwirkungen. Auf diese Weise bleiben viele Menschen, insbesondere Frauen, einer Haartransplantation fern, obwohl diese für sie durchaus vielversprechend sein könnte. Zum Glück gibt es einige Methoden, Angstpatienten hierbei zu helfen.

Wovor haben Menschen bei einem Eingriff Angst und wie kann eine Haartransplantation für Angstpatienten helfen?

Es gibt unterschiedliche Dinge, vor denen Menschen bei einer Haartransplantation Angst haben können. Einige davon lassen sich mittels einer speziellen Haartransplantation für Angstpatienten gezielt in Angriff nehmen. So fürchten sich insbesondere Frauen beispielsweise vor Spritzen – nicht nur bei einer Haartransplantation, sondern allgemein. Manchmal liegt die Angst vor Spritzen in einer schlechten Erfahrung begründet, hin und wieder ist es aber lediglich die berechtigte Angst vor dem kurzen Schmerz, den eine Injektion erzeugen kann.

Für eine Haartransplantation sind mehrere kleine Einschnitte auf der Kopfhaut notwendig, welche üblicherweise mit einer Lokalanästhesie vorbereitet werden, um sie so schmerzlos wie möglich zu gestalten. Klassischerweise werden auch hierfür Spritzen verwendet. Hat der Patient jedoch große Angst vor Spritzen, gibt es auch eine alternative Methode für die lokale Betäubung.

So hat sich in den letzten Jahren in der Medizin die sogenannte nadellose Betäubung durchgesetzt. Dabei wird ein Lokalanästhetikum per Hochdruck in die unteren Hautschichten der Kopfhaut injiziert. Der Patient spürt von dieser Form der lokalen Betäubung üblicherweise nichts. Die Methode wird auch in anderen medizinischen Bereichen bereits seit Jahren erfolgreich eingesetzt, um klassischen Angstszenarien vorzubeugen.

Welche weiteren Methoden gibt es zur Angstreduktion bei einer Haartransplantation?

Bei vielen Patienten ist es aber nicht nur die Angst vor Spritzen, die sie vor einem kleinen operativen Eingriff panisch werden lässt. Manchmal ist es auch die Gesamtatmosphäre eines solchen Eingriffs, beispielsweise das Licht und der Geruch einer Klinik an sich. Durch schlechte Erfahrungen in Krankenhäusern können sich traumaartige Gedanken entwickelt haben, gegen die sich manche Menschen nur schlecht wehren können.

Zum Glück gibt es hier für nicht nur bei der Haartransplantation Alternativen, die von einer solchen generalisierten Angst betroffene Patienten wählen können. Eine davon ist die klassische Sedierung mithilfe eines Beruhigungsmittels. Das kann intravenös oder als Tablette gegeben werden. Der Patient fällt dabei normalerweise nicht in einen richtigen Tiefschlaf, sondern verbringt die kurze Dauer eines Eingriffs im sogenannten Dämmerschlaf.

Einige Stunden nach dem Eingriff ist er wieder bei klarem Verstand und erinnert sich in der Regel nur noch bruchstückhaft an den Eingriff selbst, ohne einen vollen Schlafzyklus erlebt zu haben. Das ist für viele Menschen angenehm, weil sie so nie von ihrer Umwelt entkoppelt sind und kein unangenehmes, verwirrtes Gefühl nach dem Aufwachen verspüren.

Bei einer Sedierung empfiehlt es sich, eine Begleitperson bei sich zu haben. Oft sind die Patienten kurz nach der Sedierung ein wenig orientierungslos und finden sich räumlich schlecht zurecht. Des weiteren ist es ihnen untersagt, am Straßenverkehr teilzunehmen. Nach einer Ruhepause von einigen wenigen Stunden sollte die Wirkung des Sedativums nachlassen. Dann kann der Patient wieder wie gewohnt seinen Tätigkeiten nachgehen.