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Die Nebenkosten einer Wohnung oder eines Hauses sind im letzten Jahrzehnt deutlich angestiegen und haben inzwischen vielfach fast das Niveau der Kaltmiete erreicht oder sogar überschritten. Wer bei seinen Nebenkosten sparen möchte, der sollte unbedingt auch einen Blick auf seinen Vertrag mit einem Stromanbieter werfen.

Der Stromanbieterwechsel oder bereits ein Tarifwechsel beim alten Anbieter können eine deutliche Entlastung für die Haushaltskasse mit sich bringen. Wir geben Tipps zur Kündigung des alten Vertrags und für den Wechsel zu einem neuen Stromlieferanten.

Preise vergleichen und Anbieter finden

Wer aufgrund hoher Kosten den Stromanbieter wechseln möchte, der sollte vor der Kündigung einen neuen Anbieter mit attraktiveren Konditionen finden. Online lassen sich die Tarife verschiedener Stromversorger besonders schnell und einfach vergleichen. Dazu gibt man den jährlichen Stromverbrauch in den Rechner ein und erhält anschließend eine Übersicht verschiedener Angebote von Stromlieferanten. Hier können Verbraucher auch auswählen, ob sie Ökostrom nutzen möchten oder ob andere Besonderheiten vorliegen.

Nachdem die drei günstigsten Anbieter gefunden sind, können die genauen Vertragsbedingungen miteinander verglichen werden. So lässt sich schnell ein geeigneter Stromanbieter finden. Wichtige Aspekte beim Vergleich der Angebote sind die Vertragslaufzeit, die Kündigungsfrist und die Preisbindung.

Alten Vertrag kündigen und neuen Vertrag abschließen

Die Kündigungsfrist bei Verträgen mit Stromanbietern fällt von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich aus. Feste Laufzeiten für solche Verträge sind jedoch eher selten, so dass jederzeit unter Einhaltung der Frist ein alter Vertrag gekündigt werden kann. Wie lang diese Frist ist, lässt sich den Vertragsunterlagen entnehmen. Ein Sonderkündigungsrecht mit einer Frist von vier Wochen liegt vor, wenn der alte Anbieter die Preise erhöht. In solchen Fällen muss die vertraglich festgehaltene Kündigungsfrist nicht eingehalten werden. Anschließend muss die Kündigung des alten Vertrags schriftlich an den Anbieter übermittelt werden.

Für die finale Stromabrechnung muss zudem der aktuelle Zählerstand abgelesen und mitgeteilt werden. Diesen benötigt man anschließend auch für den neuen Stromanbieter. Nachdem das Datum zum Ablauf des alten Vertrags bekannt ist, kann der neue Vertrag mit einem Stromanbieter abgeschlossen werden. Anschließend sollte ein Wechsel reibungslos über die Bühne gehen.

Stromanbieterwechsel trotz negativer Schufa

Vor einer besonderen Herausforderung beim Vertragswechsel stehen Kunden mit einem negativen Eintrag bei der Schufa. Die meisten Stromlieferanten führen vor Vertragsabschluss eine Bonitätsprüfung durch und können Kunden mit schlechter Bonität ablehnen. Um das zu vermeiden und den Stromanbieter trotz negativem Schufa Eintrag wechseln zu können, sollten betroffene Personen Anbieter wählen, bei denen der Abschlag per Vorkasse bezahlt wird. Diese Zahlungsmöglichkeit erleichtert den Abschluss eines neuen Vertrags. Es kann außerdem sinnvoll sein, die eigenen Einträge bei der Schufa auf Richtigkeit zu überprüfen und unberechtigte Einträge streichen zu lassen. Möglicherweise verbessert sich dadurch die eigene Bonität und ein Anbieterwechsel ist problemlos möglich.