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Selfcare und Selflove sind heutzutage wichtiger denn je. Wir stehen unter Dauerstrom, mit dem mobilen Arbeiten und dem Home Office sind wir nicht einmal mehr zu Hause sicher. Auch privat setzen wir uns ständiger Erreichbarkeit und damit Stress aus. Freizeit wandelt sich rasch in Freizeitstress um, der wohltuende Sport wird zum Wettbewerb mit anderen. Selbst Meditation, Yoga und Entspannungsübungen finden nur gequetscht Platz im Terminkalender.

Umso wichtiger ist es, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Bestens eignen sich natürliche und biologische Produkte und Anwendungen, wenn wir uns ein wenig Wellness gönnen, um endlich abzuschalten. In der Aromatherapie kommen Hydrolate zum Einsatz. Sie sind häufiger Bestandteil von Cremes und Sprays und es gibt sie auch pur als Essenz zu erwerben. Was sich hinter Hydrolaten verbirgt und was die Wässerchen überhaupt können, verraten wir in diesem Artikel.

Was sind Hydrolate?

Die Wundermittelchen entstehen durch chemische Trennverfahren. Bei der Wasserdampfdestillation werden sie in Form von Kondensat als Nebenprodukt gebildet. Diese Destillationen sind Trennverfahren, bei denen flüchtige und unlösliche Stoffe separiert werden können, unter anderem Öle. So behalten Hydrolate Inhaltsstoffe von Pflanzen und können ähnliche Wirkungen wie ätherische Öle entfalten. Sie zählen damit zur aromamedizinischen Behandlung.

Wie werden Hydrolate verwendet?

Die Hydrolate finden sich in einer Diversität von Produkten wieder. Neben kosmetischer oder wohltuender Anwendung bei Menschen lässt es sich wunderbar bei Tieren nutzen.

  • bei Tieren: Zum Beispiel eignet sich Rosenhydrolat für die Ohrenreinigung bei Hunden. Einfach das Hydrolat auf ein Tuch geben und vorsichtig im äußeren Ohr des Tieres tupfen. So werden die Ohren sanft und mild gereinigt.
  • auf der Haut: In Cremes und Gesichtswasser oder Gels werden sie direkt in die Haut massiert. Dies eignet sich wunderbar für die Pflege während oder nach der Reinigung des Gesichts. Wie bei anderen Produkten auch ist auf das Maß zu achten, denn zuviel kann Poren verstopfen. Ebenso kann es als Körperspray Verwendung finden. Anstatt eines aggressiven Parfums, welches die Haut reizen kann, liegt das Hydrolat angenehm weich auf der Haut und verströmt einen sanften Duft. Als Allrounder präsentiert sich das Hydrolat auch als Mittelchen für Umschläge, Wickel und Kompressen. Bei Hautausschlägen wirkt es lindernd und bei Einschlafstörungen kann es zur gewünschten Entspannung verhelfen.
  • Mundhygiene: Je nach Geschmack eignet es sich ideal als Gurgelwasser. Hierbei bitte darauf achten, dass es nicht pur, sondern mit Wasser verdünnt gegurgelt wird. Bei leichten Entzündungen im Mundraum wirkt es hemmend und beruhigend und mindert obendrein Mundgeruch. Sollte es mal verschluckt werden, ist dies kein Grund zur Panik. Hydrolate sind essbar und schaden dem Körper nicht.
  • Aroma in der Küche: Durch die Vielfalt der Aromen lassen sich Hydrolate einwandfrei in der Küche nutzen. So würzen sie Eis und das Dessert oder Gebäck. Auch Getränken geben sie den letzten Schliff.
  • zum Einnehmen: Pur sollten Hydrolate nicht eingenommen werden. Verdünnt mit Tee, Saft oder Wasser wirken sie ähnlich wie Tee auf den Körper. Ideal eignen sich Hydrolate zum Einnehmen in der Schwangerschaft und für Menschen mit Gebrechen. Rosenhydrolat zum Beispiel fördert die Herztätigkeit. Auch Kinder können verdünntes Hydrolat zu sich nehmen. Je nach Hydrolat ist die Wirkung eine andere.
  • Raumspray: Wie Aromen es an sich haben, duften sie herrlich. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es sich als Raumspray anbietet. So belebt ein sanfter natürlicher Geruch die Wohnung statt der Chemiebombe aus der Drogerie.

Fazit

So ein Wundermittelchen sollte in jedem Küchen- oder Badezimmerregal stehen. Der Alleskönner eignet sich optimal für innere und äußere Anwendungen. Durch die natürliche Basis braucht man sich keine Sorgen wegen chemischer Zusatzstoffe zu machen. Befindet es sich nicht im ausschließlichen Hydrolat-Zustand, sondern in einer Creme oder Gel, sollte dennoch ein kurzer Blick auf die Inhaltsstoffe riskiert werden.